Immunsystem Essen bei Erkältung: Diese Lebensmittel machen Sie wieder fit

Das feuchtkalte Schmuddelwetter draußen und die trockene Heizungsluft drinnen machen dem Immunsystem sehr zu schaffen. Gerade jetzt ist es besonders wichtig, die körpereigene Abwehr durch eine vitaminreiche Ernährung zu stärken. Wir erklären, welches Essen bei Erkältung das Immunsystem stärkt
Essen bei Erkältung

Eine vitaminreiche und ausgewogene Ernährung ist das A und O

Das richtige Essen bei Erkältung

Etwa 200 unterschiedliche Erkältungsviren kennen wir - und diese haben besonders im Winter ein leichtes Spiel. Der Temperaturabfall schwächt das Immunsystem und die Temperaturen lassen den Körper schnell auskühlen. Mit einer gesunden Ernährung kann man einer Erkältung vorbeugen.

Es schafft zwar nicht jeder, die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung umzusetzen, und täglich fünf Portionen Obst und Gemüse zu essen. Doch eine ausgewogene Ernährung kann das Immunsystem positiv beeinflussen. Je mehr Vitamine aufgenommen werden, desto stärker wird die Immunabwehr.

Um das eigene Immunsystem zu stärken, sind keine raffinierten Gerichte notwendig. Stattdessen freut es sich über eine ausgewogene Mischkost aus frischem, saisonalem Obst und Gemüse. Diese enthalten besonders viel Vitamin A, C, D, E und Zink.

Eine Extra-Gabe von Vitamin C ist bei einem normal gesunden Menschen hingegen nicht nötig. Selbst hoch dosiert hat Vitamin C keinen positiven Effekt auf das Immunsystem. Es steckt in ausreichender Menge in unserem täglichen Essen, solange wir uns nicht nur von Fast Food und Süßigkeiten ernähren.

Ingwer

Ingwerwurzeln haben eine antikbakterielle Wirkung

Ingwer bei Erkältung

Der Ingwer darf sich "Heilpflanze des Jahres 2018" nennen. Zurecht! Denn Ingwer hilft bei Magenproblemen, Entzündungen und auch bei Erkältungen. Er besteht aus mehr als 160 Inhaltsstoffen, wobei die heilende Wirkung allein aus dem Wurzelstock kommt. Dieser besteht aus bis zu drei Prozent ätherischem Öl, das unter anderem die Substanzen beta-Eudesmol, Zingiberen und Curcumen enthält. Zudem stecken in Ingwer wertvolles Vitamin C und wichtige Mineralstoffe.

Die Heilpflanze stärkt das Immunsystem und beugt Erkältungen vor. Hüstelt und schnupft man schon, kann Ingwer die Genesung zumindest beschleunigen. Denn Ingwer hat eine fiebersenkende und schweißtreibende Wirkung, was etwa bei Schüttelfrost hilft und auch kalte Hände und Füße wieder warm macht.

Ingwer gibt es als Tabletten, Kapseln und in Tropfenform. Doch auch Ingwertee ist ein alt bewährtes Erkältungsmittel. Dafür sollten die geschälten Ingwerwurzeln 20 Minuten lang bei geringer Hitze köcheln, damit die Wirkstoffe sich entfalten können.

Generell sollte man nicht mehr als 50 Gramm Ingwer pro Tag einnehmen. Andernfalls drohen Blähungen, Durchfall oder Sodbrennen.

Hühnersuppe

Hühnersuppe ist ein bewährtes Essen bei Erkältung

Hühersuppe gegen Erkältung

Viele Menschen schwören bei Erkältung und Grippe auf die heilsame Wirkung von Hühnersuppe. Sie schmeckt angenehm, man nimmt Flüssigkeit auf und Studien haben bewiesen, dass die darin enthaltenen Stoffe eine Erkältung tatsächlich leichter vorüberziehen lassen.

So enthält das helle Hühnerfleisch vermehrt Cystein, einen Bestandteil von Acetylcystein. Der schleimlösende Wirkstoff ist vielen Hustenlösern beigemengt. Außerdem haben US-Forscher der Universität Nebraska festgestellt, dass Inhaltsstoffe der Hühnerbrühe die Wanderung sogenannter neutrophiler Zellen verhindern, die entzündliche Reaktionen befeuern. Die dampfende Hühnersuppe verbessert außerdem die Nasenatmung und liefert Flüssigkeit und Salz.

Honig

Honig wirkt antiseptisch

Honig gegen Halsschmerzen

Vom Frühstückstisch ist Honig längst nicht mehr wegzudenken. Der goldene Gaumenschmaus ist schließlich nicht nur süß und lecker, sondern auch Energiespender: Besteht er doch zu 75 bis 80 Prozent aus Frucht- und Traubenzucker, die dem Körper unter anderem zur Energiegewinnung dienen. Doch Honig kann noch viel mehr.

Seine Enzyme lassen Stoffe mit antibakterieller Wirkung entstehen. Das macht den Honig länger haltbar und hat zudem eine lindernde Wirkung in vielen Bereichen. Heiße Honigmilch bei Halsschmerzen beispielsweise kennen viele aus Kindertagen.

Die Symptome einer Grippe oder Erkältung wie Husten, Halsschmerzen und eine verstopfte Nase, können durch Honig merklich verbessert werden. Um die Immunabwehr zu stabilisieren, werden täglich ein bis zwei Esslöffel Bienenhonig empfohlen, die in warmem Wasser aufgelöst werden. Noch besser ist die zu erzielende Wirkung mit einigen zusätzlichen Spritzern Zitronensaft oder etwas Zimt.

Knoblauch

In Knoblauch steckt der gesunde Inhaltsstoff Alliin

Knoblauch beugt Erkältungen vor

Knoblauch wird schon seit Jahrtausenden und über sämtliche Kulturen hinweg wertvolle Heilkräfte zugeschrieben. So wurde das Lauchgemüse schon von den alten Griechen und Römern geschätzt. In Ägypten fand sich getrockneter Knoblauch sogar in den Gräbern von Pharaonen.

Auch in unserem Kulturkreis haben pflanzliche Arzneien wie der Knoblauch wieder Hochkonjunktur. Als althergebrachtes Heilkraut kann Knoblauch zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten gegessen werden - mindestens eine mittelgroße Zehe am Tag und das am besten roh.

Der Inhaltsstoff Allicins, der übrigens auch für das typische Knoblaucharoma verantwortlich ist, ist für die heilende Wirkung des Knoblauchs maßgeblich verantworlich und gilt als natürlicher Virushemmer.

Zwiebelsaft als Hausmittel

Zwiebelsaft kann bei Halsschmerzen, Mandelentzündung und Insektenstichen wirken

Zwiebeln verschaffen Linderung

Weiße, gelbe und rote Zwiebeln lindern Husten und Erkältung. Sie wirken entzündungshemmend, keimabtötend, antibakteriell und schmerzlindernd.

Wie im Knoblauch, stecken auch in Zwiebeln sogenannte Alliine, die wie ein natürliches Antibiotikum gegen krankheitserregende Keime wirken, Bakterien abwehren und das Immunsystem stärken. Schon Oma nutzte deshalb Zwiebelsud mit Kandiszucker gegen Husten und Halsschmerzen.

Bei Ohrenschmerzen können Zwiebelsäckchen Linderung verschaffen. Für ein Säckchen ein bis zwei Zwiebeln fein hacken, auf Körpertemperatur erwärmen und in ein Tuch einschlagen. Dieses wird gedrückt, bis etwas Saft austritt, und dann für etwa eine Stunde auf das schmerzende Ohr gehalten.

Leitungswasser

Warmes Wasser wirkt wohltuend bei einer Erkältung

Warmes Wasser befreit die Atemwege

Viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, ist das A und O bei einer Erkältung, denn ausreichend zu trinken stärkt das Immunsystem. Wasser braucht der Körper, wie den Sauerstoff zum Atmen mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit täglich empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Das Getränk sollte dabei nicht zu kalt sein, um seine heilsame Wirkung zu entfalten.

Im Idealfall hat das Wasser 36 Grad, also Körpertemperatur. Dies hat den Vorteil, dass der Organismus es weder herunter kühlen, noch erwärmen muss. Zu Beginn einer Erkältung kann warmes Wasser wahre Wunder wirken. Es löst den verstopften Schleim in der Nase, was Viren und Bakterien wiederum aus den Atemwegen spült.

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