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Akne & Co. Entzündungsfördernde Lebensmittel: Diese Dinge sollten Sie meiden

Käsesandwich mit schmelzendem Käse
Weißbrot und Fett gelten als entzündungsfördernd - beides sollte mit Vorsicht genossen werden
© dusk - Adobe Stock
Wer regelmäßig mit Entzündungen zu kämpfen hat, sollte den eigenen Speiseplan in Augenschein nehmen. Mit einer ausgewogenen Ernährung lässt sich Entzündungsprozessen und Hautunreinheiten entgegensteuern. Welche Lebensmittel Sie besser von der Einkaufsliste streichen sollten

Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte – nicht nur bei Infekten, sondern auch bei Hautleiden sind häufig Entzündungsprozesse im Spiel. Ganz grundsätzlich sind entzündungsfördernde Stoffe erstmal nichts Negatives. Der Körper bekämpft mithilfe von Entzündungen schließlich Krankheitserreger und Schadstoffe. Nehmen die Entzündungsreaktionen jedoch überhand, reagiert das Immun­system zu heftig: Es attackiert nicht nur die Erreger, sondern auch harmlose Stoffe oder gar körpereigenes Gewebe.

Infolgedessen kann bei Hautleiden wie Akne, Neurodermitis oder Schuppenflechte ein neuer Krankheitsschub ausgelöst werden. Auch bei Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Rheuma wirken Entzündungen verstärkend. Befeuert wird dieser Prozess bei einer einseitigen Ernährung von dem übermäßigen Verzehr entzündungsfördernder Lebensmittel.

Eine ausgewogene Ernährung ist daher existenziell wichtig, um den Körper gesund zu halten. Fünf Dinge, die Sie aus Ihrem Speiseplan verbannen sollten.

Weißmehl

Weißmehlprodukte, zum Beispiel Weißbrot oder Nudeln, gelten als entzündungsfördernd – und damit auch als Förderer von Pickeln. Schuld daran ist nicht etwa das Weizen an sich –schließlich sind die Körner nahrhaft und gehaltvoll, kleine Kraftpakete voller Kohlenhydrate.

Wird das Korn jedoch zu Weißmehl verarbeitet, so werden alle Bestandteile mit Ausnahme des Mehlkörpers entfernt, wodurch die Konzentrationen vieler nützlicher Inhaltsstoffe zurückgehen oder gar ganz verschwinden und ein verdichtetes Kohlenhydrat-Konzentrat herauskommt.

Die in Weißmehlprodukten enthaltenen und schnell verdaulichen Kohlenhydrate sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel nach oben schnellt. Der Körper schüttet daraufhin Insulin aus, was dafür sorgt, dass Zucker aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen wird. Dies regt zugleich das Zellwachstum an. Die Folge: Talgdrüsen werden übergroß, Akne entsteht – zunehmend auch bei Erwachsenen.

Alternativen zu Weißmehlprodukten gibt es genug, zum Beispiel Vollkornprodukte und Lebensmittel auf Buchweizen- oder Erbsen-Basis.

Zucker

Auch Haushaltszucker (Saccharose) und Fertigprodukte, die versteckte und raffinierte Zucker enthalten, begünstigen Entzündungen. Wenn es nach dem Verzehr zu ständig hohen Blutzuckerspiegeln und Blutzuckerspitzen im Körper kommt, erhöht dies die Talgbildung in der Haut, was Bakterien einen idealen Nährboden bietet.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät zu einem maximalen Zuckerkonsum von weniger als zehn Prozent der gesamten Nahrungsmittelaufnahme. Bei einer Gesamtzufuhr von 2.000 Kalorien sollte eine erwachsene Person täglich also nicht mehr als 50 Gramm Zucker zu sich nehmen.

Zu viel Fleisch

Stark verarbeitete Wurst- und Fleischwaren wie Salami, Leberwurst, Speck oder geräuchertes Fleisch gelten ebenfalls als entzündungsfördernd. Solche Fleischprodukte enthalten viele schädliche Omega-6-Fettsäuren und werden oft mit Nitritpökelsalz angereichert, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Beides kann Entzündungen im Körper auslösen.

Insbesondere Schweinefleisch hat wegen der darin enthaltenen Arachidonsäure, die Entzündungen begünstigt, einen schlechten Ruf. Wer auf Fleisch nicht verzichten möchte, greift am besten zu Puten- oder Hühnerfleisch.

Kuhmilch-Produkte

Wer zu Entzündungen und Hautkrankheiten neigt, sollte Milch, Joghurt, Käse und Butter nur in Maßen genießen. Insbesondere Kuhmilch-Produkte können mitunter die Ausschüttung von talkdrüsenstimulierenden Stoffen fördern.

Wer gänzlich auf Kuhmilch-Produkte verzichtet, sollte auf eine ausreichende Kalzium-Zufuhr achten. Das geht zum Beispiel mit kalziumreichen Mineralwässern und pflanzlichen Milchprodukten mit Kalziumzusatz oder mit kalziumhaltigen Gemüsesorten wie Brokkoli und Fenchel.

Alkohol

Dass übermäßiger Alkoholkonsum alles andere als gesund ist, ist allgemein bekannt. Alkohol hat nicht nur ein hohes Suchtpotenzial, zu viel Alkohol kann auch das Herz schädigen und ist oft für Leberschäden oder Depressionen verantwortlich. Auch das Erkrankungsrisiko für zahlreiche Krebsarten ist bei einem hohen Alkoholkonsum größer.

Dazu zählt Alkohol zu den entzündungsfördernden Lebensmitteln. Studien haben gezeigt, dass mit dem Alkoholkonsum sowohl das Entzündungsrisiko als auch das Risiko für Gewebeschäden im Körper steigt. Bei Cocktails und Mischgetränken ist zusätzlich der hohe Zuckergehalt kritisch.

Wer auf die eigene Gesundheit achten möchte, sollte das Genussmittel also nur in Maßen zu sich nehmen und mindestens mehrere freie Tage pro Woche einlegen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) weist mit Nachdruck darauf hin, dass Männer nicht mehr als 20 Gramm Alkohol und Frauen nicht mehr als 10 Gramm Alkohol pro Tag aufnehmen sollten. Zur groben Orientierung: 10 Gramm Alkohol stecken zum Beispiel in einem Glas Bier oder Wein.


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