Windeck, Nordrhein-Westfalen
Meine Heimat ist das Windecker Ländchen, eine hügelige Gegend östlich von Köln, von der meine norddeutsche Ehefrau immer sagt: »Da sieht es aus – wie auf einer Märklin-Eisenbahn.« Das meint sie positiv, natürlich. Die bewaldeten Hügel, das mäandernde Flüsschen Sieg mit seinen Auen, das ist schon sehr pittoresk. Es gibt sogar eine Ritterburg-Ruine, die Burg Windeck. In deren Schatten bin ich quasi groß geworden. Auf den bröselnden Mauern durfte man nie herumklettern, was wir natürlich trotzdem gemacht haben. Später als Erwachsener brachte ich oft ausländische Freunde mit nach Hause, denn in Windeck gibt es viele wunderbar authentische rheinische Dörfchen mit allem Drum und Dran: vom Karneval bis zur Fronleichnamsprozession. Die stärkste Beziehung habe ich vielleicht zum Elisenthal, das gleich hinter meinem Elternhaus in den Hügelzug der Nutscheid schneidet: Da gab es früher eine Fabrik für Schwarzpulver, das im umliegenden Bergbau benutzt wurde. Als Kinder haben wir in den verwunschenen Ruinen im Wald gespielt. Heute verbindet ein Lehrpfad die alten Gemäuer – eingerichtet von meinem Onkel Willi, dem Ortshistoriker.
Mein Tipp Eine Wanderung über den »Pulvermühlenweg«, von Köln aus erreichbar mit der S-Bahn bis Dattenfeld (Infos: naturregion-sieg.de). Da kommt man auch am alten Gut Ommeroth vorbei, in dem mein Urururahn Bartholomäus Piller gelebt hat. Heute ein entlegener Reiterhof, bei dem man sofort an Bullerbü denkt
Jens Schröder, Chefredakteur
Mein Tipp Eine Wanderung über den »Pulvermühlenweg«, von Köln aus erreichbar mit der S-Bahn bis Dattenfeld (Infos: naturregion-sieg.de). Da kommt man auch am alten Gut Ommeroth vorbei, in dem mein Urururahn Bartholomäus Piller gelebt hat. Heute ein entlegener Reiterhof, bei dem man sofort an Bullerbü denkt
Jens Schröder, Chefredakteur
© mauritius images/ Bildagentur Geduldig / Alamy