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Meeresbewohner Die unbekannten Cousins der Haie: Warum Rochen so gefährdet sind

Sie sind nicht so populär wie ihre Verwandten, die Haie. Und doch sind Rochen genauso faszinierend – und stehen heute fast überall wegen der Fischerei unter Druck
Dasyatis pastinaca Rochen auf dem Meeresboden im Atlantik
Gewöhnliche Stechrochen (Dasyatis pastinaca) leben im östlichen Atlantik, von der Südküste Großbritanniens und der Nordsee bis zur Küste Mauretaniens, sowie im Mittelmeer. Namengebend ist ihre Waffe: ein mit Widerhaken besetzter Giftstachel auf der Schwanzoberseite
© Clear the Ocean / Sergio Hanquet / mauritius images

Es kommt nicht oft vor, dass Arten, die einmal für "ausgestorben" erklärt wurden, wieder auftauchen. Doch im Sommer 2025 passierte genau das: Erst am 11. Juni hatte die aktualisierte Rote Liste der Meeresfische den Gewöhnlichen Stechrochen – nachdem er 45 Jahre lang in deutschen Gewässern nicht gesehen worden war – als "ausgestorben oder verschollen" deklariert. Nur elf Tage später war die Einschätzung Makulatur: Ein Krabbenfischer hievte vor der schleswig-holsteinischen Küste mit seinem Schleppnetz neben Krebs- und anderen Meerestieren einen Gewöhnlichen Stechrochen an Bord.