Treibende Gärten
Schwimmende Beete statt Ackerboden: In den überfluteten Landschaften Kambodschas verlagern Bewohner ihre Landwirtschaft kurzerhand aufs Wasser. Auf Bambus und Holz errichten sie mobile Gärten, bepflanzen sie mit Gemüse und sichern sich so frische Nahrung trotz nomadischer Lebensweise. Die improvisierten Flöße gleiten zwischen Mangroven, Kanälen und Hausbooten, werden ständig gepflegt, repariert und neu arrangiert. Was spielerisch wirkt, ist in Wahrheit eine präzise Anpassung an klimatische Bedingungen, fehlende Infrastruktur und die Logistik des Alltags. Ein pragmatischer Einfallsreichtum, der zeigt, wie eng Überleben und Kreativität zusammenhängen.
© Joan de la Malla / Walk of Water Fotowettbewerb 2026