Frage des Tages: 6.1.2021 Welches Tier wird am ältesten?

Wir stellen Ihr Biologie-Wissen auf die Probe. Lösen Sie die heutige Frage des Tages aus dem Tierreich?

Die Auflösung der Frage finden Sie unten.

Welches Tier wird am ältesten?

a) Grönlandhai

b) Galapagos-Riesenschildkröte

c) Riesenschwamm

Achtung Auflösung!

Hier finden Sie die Antwort zur Überprüfung samt Erklärungtexten:

Welches Tier wird am ältesten?

a) Grönlandhai ❌

b) Galapagos-Riesenschildkröte ❌

c) Riesenschwamm ✔️

Kurze Erklärung: Die richtige Antwort lautet c). Das älteste bislang bekannte Tier ist ein Schwamm: Auf dem Boden der Antarktis wächst ein Riesenschwamm, der vermutlich rund 10.000 Jahre alt ist. Ein Grönlandhai kann 500 Jahre und die Galapagos-Riesenschildkröte über 200 Jahre alt werden.

Grönlandhai

Methusalems des Tierreichs Diese Tiere sind die ältesten ihrer Art

Welche Säugetiere, Reptilien, Insekten werden am ältesten? Ganz sicher lässt sich das oft nicht sagen, zu viele Faktoren spielen in die Lebenserwartung. Sicher ist: Viele Tiere haben dem Menschen in Sachen Lebenserwartung einiges voraus, eines hütet womöglich den Schlüssel zur Ewigkeit



Ausführliche Erklärung: Der älteste bekannte Tier-Oldie ist weder Hai noch Schildkröte, sondern ein unscheinbarer Bewohner des Meeresbodens: ein Riesenschwamm in der Antarktis. Schätzungen zufolge könnte dieses Tier rund 10.000 Jahre alt sein – also älter als jede bekannte Schildkröte oder jeder Hai. Schwämme besitzen kein Herz, kein Gehirn und keinen komplizierten Stoffwechsel. Gerade diese „Schlichtheit“ macht sie extrem langlebig: Ihre Zellen erneuern sich langsam, Schäden können fortlaufend repariert werden, und sie leben in einer sehr stabilen, kalten Umgebung mit wenig Stress und wenig Fressfeinden.

Der Grönlandhai gilt zwar als Methusalem unter den Wirbeltieren: Analysen seiner Augenlinse deuten darauf hin, dass manche Tiere 400 bis 500 Jahre alt werden können. Die Galapagos-Riesenschildkröte bringt es immerhin auf über 200 Jahre. Beide sind also beeindruckend langlebig – doch im Vergleich zu einem mehrere Jahrtausende alten Schwamm wirken sie fast jugendlich. Spannend ist daran vor allem eines: Die Forschung hofft, aus solchen extrem langlebigen Arten besser zu verstehen, wie Altern auf Zellebene funktioniert – und warum manche Organismen dem Zerfall so viel länger trotzen als wir.

sho