Frage des Tages: 19.7.2018 Was überlebt eine Zecke nicht?

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.


Was überlebt eine Zecke nicht?

a) einen Waschgang bei 40 Grad mit Schleudern

b) 24 Stunden bei minus 12 Grad in der Tiefkühltruhe

c) drei Wochen unter Wasser

d) 5 Minuten in kochendem Wasser

Achtung Auflösung!

Hier finden Sie die Antworten zur Überprüfung:

Was überlebt eine Zecke nicht?

a) einen Waschgang bei 40 Grad mit Schleudern ❌

b) 24 Stunden bei minus 12 Grad in der Tiefkühltruhe ❌

c) drei Wochen unter Wasser ❌

d) 5 Minuten in kochendem Wasser ✔️

Kurze Erklärung: Zecken sind faszinierende Lebewesen. Allerdings kann ein harmloser Stich für den Menschen gefährlich sein, wenn die Zecke mit Krankheitserregern infiziert ist, etwa Borrelien oder FSME. Die Spinnentiere sind wahre Überlebenskünstler. So machen ihnen drei Wochen unter Wasser nichts aus, da sie über sogenannte Tracheen atmen. Selbst 24 Stunden bei minus 12 °C in einem Gefrierfach oder ein Waschgang bei 40 Grad mit Schleudern tötet die unbeliebten Blutsauger nicht. Bei offenem Feuer, kochendem Wasser oder in 70-prozentigem Alkohol muss aber auch eine Zecke passen.

Ausführliche Erklärung: Zecken gelten als extrem widerstandsfähig – aber auch sie haben klare Grenzen. Die richtige Antwort ist d): Fünf Minuten in kochendem Wasser überlebt eine Zecke nicht. Die hohen Temperaturen zerstören Eiweiße und Zellstrukturen, der Körper der Zecke gerinnt gewissermaßen. Während viele Insekten bei Hitze oder Kälte in Starre fallen und sich später wieder erholen können, führt anhaltendes Kochen sicher zum Tod.

Überraschend robust sind Zecken dagegen bei Bedingungen, die auf den ersten Blick drastisch wirken. Ein normaler Waschgang bei 40 Grad mit Schleudern reicht häufig nicht aus, um sie zuverlässig zu töten – gut geschützte Tiere können sich in Falten von Kleidung oder Textilien festklammern und überleben. Auch Kälte ist weniger gefährlich als angenommen: Kurzzeitige Frosttemperaturen überstehen Zecken oft, indem sie ihren Stoffwechsel herunterfahren. Selbst längere Zeit im Tiefkühlfach garantiert nicht immer, dass wirklich jedes Tier abgestorben ist.

Sogar Wasser ist für Zecken erstaunlich harmlos. Sie können wochenlang unter Wasser überdauern, weil sie sehr wenig Sauerstoff verbrauchen und sich passiv festhalten, anstatt aktiv zu schwimmen. Für den Alltag heißt das: Wer eine Zecke sicher unschädlich machen will, sollte sie nach dem Entfernen nicht einfach ins Waschbecken spülen oder in den Müll werfen, sondern sie mechanisch zerstören oder – ganz sicher – mit kochendem Wasser übergießen.

sho