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Wann kommen deutlich mehr Jungen als Mädchen zur Welt?
a) während einer Springflut
b) in Hungerphasen
c) nach einem Krieg
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Hier finden Sie die Antwort zur Überprüfung:
Wann kommen deutlich mehr Jungen als Mädchen zur Welt?
a) während einer Springflut ❌
b) in Hungerphasen ❌
c) nach einem Krieg ✔️
Kurz-Erklärung: In Friedenszeiten kommen auf 100 neugeborene Mädchen etwa 105 Jungen. Nach Kriegen nimmt der „Jungen-Überschuss“ zu. So wurden nach dem Ersten Weltkrieg in Deutschland 108 Jungen pro 100 Mädchen geboren. Die Gründe dafür sind nicht abschließend geklärt. In Hungerphasen bringen Frauen häufiger Mädchen zur Welt. Das bestätigt eine Studie, die in den „Proceedings B“ der britischen Royal Society erschienen ist.
Ausführliche Erklärung: Nach großen Kriegen verschiebt sich das natürliche Geschlechterverhältnis leicht zugunsten der Jungen. In Friedenszeiten kommen auf 100 neugeborene Mädchen im Schnitt etwa 105 Jungen zur Welt. Nach massiven Erschütterungen wie dem Ersten Weltkrieg wurde in mehreren Ländern – etwa in Deutschland – jedoch ein stärkerer „Jungen-Überschuss“ registriert, zum Beispiel rund 108 Jungen pro 100 Mädchen. Die Ursachen dafür sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Diskutiert wird unter anderem, dass Stress und Belastung der Eltern – vor allem der Mütter – die Wahrscheinlichkeit für das Geschlecht beeinflussen könnten, etwa über Hormone oder feine Veränderungen im Stoffwechsel rund um die Empfängnis.
Interessant ist der Kontrast zu Hungerzeiten: In solchen Phasen werden häufiger Mädchen geboren. Studien deuten darauf hin, dass weibliche Embryonen unter ungünstigen Bedingungen etwas „robuster“ sind und es eher bis zur Geburt schaffen. Nach Kriegen dagegen verbessern sich die Lebensumstände in vielen Regionen zunächst wieder – und das scheint die Chancen männlicher Embryonen zu erhöhen. Klar ist: Es handelt sich bei diesen Verschiebungen um statistische Effekte von wenigen zusätzlichen Jungen pro 100 Geburten. Für einzelne Paare bleibt das Geschlecht ihres Kindes trotzdem im Wesentlichen ein Zufall.