Reisebericht

Reisebericht: Vom Süden Deutschlands nach Südschweden und zurück

 
 
 
 
 
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14.06.2006

Rosenheim - Schloß Wilhelmshöhe (Kassel) - Göttingen

Bereits am Vortag hatten wir alles Gepäck in unser Auto gepackt, das gerade so reichte, denn mit zwei kleinen Kindern (die beim Packen Gott sei Dank bei Oma waren) kommt einiges zusammen. Drei Wochen wollen wir unterwegs sein, davon zwei in Süd-Schweden. Die restlichen Tage wollen wir für die Reise dorthin (und zurück) nutzen - und zwar so, dass wir trotz der weiten Strecke jeden Tag auch etwas unternehmen können.

Um halb Fünf läutet wie geplant unser Wecker und wir können alles startklar machen bevor die Kinder aufwachen.Um halb Sieben sitzen wir im Auto und los geht's. Am Irschenberg gibt es das erste Highlight für die Kinder: Frühstück bei McDonalds mit genug Zeit, um auf dem Spielplatz noch genügend Toben zu können und so das Stillsitzen auf den nächsten 500km besser ertragen zu können. Die Fahrt läuft so problemlos und harmonisch, dass wir am Stück bis nach Kassel fahren und um Punkt Zwölf unser Auto direkt am 'Herkules' am Schlosspark Wilhelmshöhe parken.



 
 
 
 
 

(12 Stimmen)

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Erstmal essen wir im direkt daneben liegenden Restaurant etwas zu Mittag. Das Wetter ist herrlich (fast zu heiß), an die 28°C und fast wolkenlos. Wir kaufen uns eine Familienkarte (nur 4,- €!) zur Aussichtsplattform des Herkules und freuen uns, dass wir zufällig mit dem Mittwoch einen Tag erwischt haben, an dem um 14:30 Uhr die Wasserkünste im Schloßpark zu sehen sind. Es ist zwar ganz schön anstrengend den Kinderwagen die Stufen zur Aussichtsplattform hochzutragen, aber der Blick von dort oben auf den Park, das Schloß und Kassel ist herrlich. Wir genießen ihn ausführlich, auch weil ein hohes Geländer das ständige Beaufsichtigen unserer 'Großen' 3jährigen Amelie überflüssig macht.

Wieder am 'Fuß' des großen Herkules geht es weiter abwärts in den Schloßpark, nochmals viele viele Treppen bergab die 'Große Kaskade' entlang. Unten ist es dann (nach dem Hinuntertragen von Amelie, dem wieder Hochsteigen und dann dem Hinuntertragen des Kinderwagens) Zwei Uhr und uns bleibt also noch eine halbe Stunde vor dem Beginn der Wasserspiele, die wir zum Eisessen nutzen. Leider ziehen jetzt Wolken auf und ein frischer Wind kündigt ein Gewitter an. Aber das scheint noch genügend weit weg zu sein, um zumindest den Start des Wassers zu beobachten, wie es in einer großen Fontäne oben am Herkules zu fließen beginnt, dann Stufe für Stufe die große Kaskade herunterläuft, von wo es dann weiter durch den ganzen Park fließen wird. Nach der Hälfte der Kaskaden beginnen (durch den Wasserdruck) zwei kupferne Hörner laut zu tönen, weitere Fontänen steigen in die Luft, Wasserfälle beginnen zu plätschern, bis das Wasser endlich am untersten großen Bassin angekommen ist - ein wunderschönes Schauspiel.



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Wasserkünste im Schlosspark Wilhelmshöhe

Mittwochs, Sonn- und Feiertags beginnen jeweils um 14:30 die Wasserkünste im Schloßpark Wilhelmshöhe am Herkules. Etwa eine Stunde lang kann man dann dem Wasser auf dem Weg durch den Park folgen, wo es viele kunstvolle und romantische Landschaften in Szene setzt. Das ganze Spaktakel läuft immer noch wie im 18. Jahrhundert ohne Pumpen. mehr

Persönliche Meinung von Michael.Thaler:
Die Wasserkünste sind sicherlich der Höhepunkt eines Besuchs des ohnehin unglaublich schönen Schloßparks Wilhelmshöhe. Wir haben wirklich bedauert, dass wir nur auf der Durchreise hier vorbeigekommen sind. Die Wilhelmshöhe hätte sicherlich für mindestens zwei volle Tage genug zu bieten und der Schloßpark ist wahrlich ein Juwel der Gartenbaukunst.

Auf diesem Weg begleiten wir es aber nicht mehr sondern beginnen eiligen Schrittes den etwa 2km langen Weg wieder hoch zu unserem Auto zu kommen bevor es anfängt zu Regnen. Außer Atem (es hat schon mehrfach gedonnert) sitzen wir endlich im Auto und kaum haben wir die Türen geschlossen beginnt der Regen. Wir nehmen die letzten Kilometer nach Göttingen in Angriff, wo wir übernachten wollen. Um halb Fünf kommen wir im 'Kasseler Hof' an, an der Rezeption erfahren wir sofort den Zwischenstand des laufenden WM-Spiels (es ist schließlich das Jahr des deutschen Sommermärchens), wir haben ein hübsches Familienzimmer unter dem Dach und Amelie ist begeistert, dass sie ein eigenes großes Bett hat und noch begeisterter von der großen Eckbadewanne, die von den Kindern gleich eingeweiht werden muss. Und das schadet nach der langen Autofahrt nun wirklich gar nicht...

Danach sind wir sehr froh dass das Hotel mit der 'Blauen Orange' im Erdgeschoss ein sehr schönes Restaurant ist und weil wir ganz früh Essen sind wir auch die ersten Gäste und das verständliche Gequengele der todmüden Kinder stört keinen anderen Gast. Wir essen sehr lecker und danach schlafen die Kinder schnell ein. Wir kuscheln uns auch ins Bett und schauen die WM-partie Deutschalnd gegen Polen - aber auch uns fällt es schwer, bis zum Schlusspfiff wach zu bleiben. Ein wunderschöner erster Urlaubstag geht zu Ende.



15.06.2006

Göttingen - Fehmarn

Bastian wacht um 5, Amelie um 6 Uhr auf - also haben wir, bis es um halb acht Frühstück gibt, genug Zeit, alles zusammenzupacken und wieder im Auto zu verstauen. Kaum weg läutet mein Handy - ob ich vielleicht den Zimmerschlüssel eingesteckt hätte... Habe ich. Gut dass wir erst 3km weit gefahren sind. Also gibt es eine kleine Verzögerung bis wir tatsächlich Göttingen verlassen, wo wir allerdings, weil uns das Hotel so gut gefallen hat, auch auf dem Rückweg wieder Station machen werden. Das Zimmer haben wir kurzerhand schon für die letzte Nacht unseres Urlaubs reserviert.



 
 
 
 
 

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Es ist bewölkt und regenet immer mal wieder, die Kinder schlafen schnell im Auto ein, erst kurz vor Hamburg beginnt der Verkehr zu stocken - wie fast zu erwarten war. Wir machen Mittags Pause an einer Raststätte mit 'Nordsee'. Wieder im Auto läutet das Telefon: die Vermieterin der ferienwohnung, die wir auf fehmarn reserviert haben. Sie müsse kurz weg, sie stecke einfach den Schlüssel in die Tür, wir hätten die Nummer 2. Und: wann wir frühstücken wollten. Ich. So früh wie möglich. Sie: Ich brauche eine Uhrzeit. Ich: Dann um 7 Uhr. Sie: So früh geht es nicht. Ich: Ab wann geht es denn? Sie: Ich richte mich nach Ihnen. Ich (genervt): Halb Acht? Sie: Gut.

Gegen 2 kommen wir auf fehmarn an, heute etws gestresster als am ersten Tag. Die Vermieterin ist doch da und bezieht gerade unsere Betten. Das Thema Frühstück wird noch einmal aufgerollt, diesmal einigen wir uns auf 8 Uhr (was auch auf dem Werbeschild vor dem Haus steht: 'Frühstück ab 8 Uhr'). Dann packen wir schnell unsere Koffer in die ansonsten sehr nette Wohnung und fahren an den Strand, denn pünktlich mit unserer Ankunft auf der Insel sind die Wolken wieder verschwunden und die Sonne scheint. Nur der Wind weht kräftig, wie es sich für die Ostsee gehört.



 
 
 
 
 

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Wir parken das Auto, erklimmen den Deich - und Amelie staunt vor sooo viel Sand. Aus zwei Strandkörben bauen wir einen Windschutz, breiten eine Wolldecke aus und die Kinder können herrlich im Sand wühlen. Ich hole vom nahegelegenen Imbiß Kaffee für mich und ein Eis für Steffi und die Kinder, wir schauen den Windurfern und den Kite-Surfern zu, klettern auf den kleinen Felsbrocken am Strand und verleben so 1 1/2 sehr schöne Stunden am Strand. Amelie traut sich sogar, mit der Mama barfuß bis zu den Knöcheln ins (eiskalte) Meerwasser zu laufen. Schließlich packen wir zusammen, weil wir noch duschen wollen, bevor wir in Strand, dem Hauptort der Insel, zu Abend essen.

Dort steuern wir schnurstracks die 'Kombüse' an, wo wir bereits vor einigen Jahren fantastische Muscheln gegessen hatten - und wieder ist es sehr lecker. Zurück in unserer Ferienwohnung bringen wir wieder zwei sehr müde Kinder ins Bett und auch wir schaffen es heute nur eine WM-Halbzeit lang, wach zu bleiben...




 
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Kommentare
  • truecolors 01.02.2009 | 17:06 Uhr

    Da ich in KS geboren wurde und aufgewachsen bin , finde ich es sehr schön dass es euch auf der Wilhelmshöhe so gut gefallen hat .
    Grüße vom Kasselaner Truecolors

  • netjuggler 01.02.2009 | 19:09 Uhr

    Wir sind große Liebhaber Südschwedens, fahren meist nach Österlen an der Ostküste Schonens und empfehlen uns Ferienhaus Fagelvägen:
    http://www.geo-reisecommunity.de/tipp/117573/Broesarp-Schweden-Ferienhaus-Fagelvaegen-in-Broesarp-OEsterlen-Suedschweden-familienfreundlich

  • Ulich 02.02.2009 | 10:35 Uhr

    Euer Reisebericht vermittelt Bilderbuch-Schweden-Urlaub-mit Kindern. Abenteuer inbegriffen. Mit Herz geschildert und vielen guten Tipps versehen. Als Nord-Skandinavienfan werde ich beim nächsten Mal auch den Süden Schwedens nicht ganz außer acht lassen und mich dort ein wenig umsehen.
    Gruß Beate

  • debby83 06.02.2009 | 12:18 Uhr

    Ein toller Bericht, der bei mir einige Erinnerungen an meine eigenen Schwedenurlaube wachgerufen hat, aber auch jede Menge interessanter Tipps und Hinweise für kommende Urlaube bietet. Zum Kanufahren ist Schweden wirklich einfach traumhaft... Danke für diesen schönen Bericht!

  • Blula 12.02.2010 | 11:34 Uhr

    Sehr schöner und gut strukturierter Bericht. Mir gefällt auch die Tagebuchform. Auch die beigefügten Fotos machen Geschmack auf eine Reise nach Südschweden. Auch ich bedanke mich für diesen informativen Bericht.
    LG Ursula

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