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GEO EPOCHE Nr. 33 - 10/08 - New York 1625-1945 › Bestellen - Heft mit DVD vergriffen - › Abonnieren

New York: New York: Buchtipps

Empfehlungen der GEOEPOCHE-Redaktion für eine vertiefende Lektüre


DIE GESCHICHTE DER STADT IM ÜBERBLICK


Joanne Reitano, The Restless City – a Short History of New York from Colonial Times to the Present (Routledge, New York 2006) 305 Seiten, 20,99 Euro.
New York war immer sozialer Brennpunkt: massenhafte Immigration, Gangwesen, Armut und großer Reichtum im 19. Jahrhundert sowie der Aufstieg der Stadt zur Wirtschaftsmetropole von Weltformat im 20. Jahrhundert. Verständlich geschrieben behandelt Joanne Reitano, die in New York Geschichte lehrt, die Entwicklung der Stadt von der Gründung der niederländischen Kolonie bis zum 11. September 2001. Der Schwerpunkt liegt allerdings auf der Zeit ab 1800, die Kolonialzeit kommt etwas zu kurz. Da es jedoch kein deutschsprachiges Überblickswerk gibt, ist Reitanos Buch als Einstieg in die Geschichte New Yorks dennoch nur zu empfehlen.


 (Foto von: Oxford University Press)
© Oxford University Press

Edwin G. Burrows & Mike Wallace, Gotham – a History of New York City to 1898 (Oxford University Press, Oxford 1999) 1383 Seiten, 27,99 Euro.
Wann gründet sich die New Yorker Börse? Wie entsteht der Central Park? Warum kommt es in New York immer wieder zu Unruhen und Aufständen? Edwin G. Burrows und Mike Wallace, beide Professoren für Geschichte in New York, antworten umfassend und umfänglich auf diese und viele andere Fragen. Dabei geben sie einen gut erzählten historischen Überblick, der das Wachstum der Stadt in Wirtschaft, Politik und Kultur bis zum Ende des 19. Jahrhunderts dokumentiert. Angereichert mit Originalzitaten und zahlreichen Illustrationen sind die einzelnen (69!) Kapitel sehr ausführlich und detailreich; eine unentbehrliche Lektüre für alle, die tiefer in die komplexe Geschichte New Yorks vordringen wollen. Der Band wurde 1999 mit dem Pulitzer-Preis für Geschichte ausgezeichnet; ein zweiter Teil, der die Geschichte von 1898 bis 1945 behandeln soll, ist in Vorbereitung.


 (Foto von: HarperCollins)
© HarperCollins

James Trager, The New York Chronology – the Ultimate Compendium of Events, People, and Anecdotes from the Dutch to the Present (HarperCollins, New York 2003) 933 Seiten, etwa 12 Euro.
James Trager hat eine genaue Chronik New Yorks von 1524, der Erkundung Manhattans durch Giovanni da Verrazano, bis in die Gegenwart verfasst. Jahr für Jahr handelt er verschiedene Themen der Stadtgeschichte ab, geordnet nach 32 unterschiedlichen Aspekten wie Politik, Wirtschaft, Kunst, Alltag oder Kriminalität. Faktenreich und verständlich geschrieben, vermittelt das Werk ein gutes Gerüst der Metropolen-Historie.

Kenneth T. Jackson (Hrsg.), The Encyclopedia of New York City (Yale University Press, New Haven, 1995) 1350 Seiten, 54,99 Euro.
Das ultimative Lexikon zur Geschichte New Yorks, herausgegeben von Kenneth T. Jackson, einem der renommiertesten Experten für New Yorker Geschichte. Kaum etwas zur Historie der Metropole findet man hier nicht. Alphabetisch geordnet handelt das Buch alle einschneidenden Ereignisse ausführlich ab, etwa die „Draft Riots“ von 1863 oder die Eröffnung der Brooklyn Bridge, würdigt wichtige Persönlichkeiten wie John Jacob Astor oder William „Boss“ Tweed – aber auch eher Unbekannte wie die um 1900 tätige Journalistin Nellie Bly – und liefert reichhaltige Informationen zu Themen wie Bevölkerungsentwicklung, Kultur oder Architektur. Eine gut recherchierte Fundgrube für Fakten und Daten, die zudem für fast jeden Eintrag weiterführende Literatur empfiehlt.


 (Foto von: Rizzoli)
© Rizzoli

Paul E. Cohen & Robert T. Augustyn, Manhattan in Maps. 1527 - 1995 (Rizzoli, New York 1997) 164 Seiten, etwa 36 Euro, antiquarisch ab 14,50 Euro.
Dieser Band präsentiert 65 Karten aus Manhattans Geschichte von der ersten Darstellung kurz nach der europäischen Entdeckung der Insel 1524 bis hin zu Satellitenaufnahmen der 1990er Jahre. Die meist farbigen historischen Karten machen das Buch vor allem zu einem optischen Erlebnis, bei dem die Leser jedoch auch viele interessante Details aus der Geschichte New Yorks erfahren. Denn die Herausgeber haben die Karten jeweils mit kommentierenden Texten versehen, die die einzelnen Ansichten in ihren historischen Kontext einordnen. Ein schönes Buch, in dem sich die räumliche Stadtentwicklung Manhattans gut nachvollziehen lässt.



NIEUW AMSTERDAM - STUYVESANTS KAMPF UM MANNA-HATA


Russell Shorto, New York - Insel in der Mitte der Welt (Rowohlt, Reinbek 2005) 448 Seiten, 12,95 Euro.
Shorto, amerikanischer Journalist, verfasst die Geschichte von New York, als es noch Nieuw Amsterdam hieß – also vor allem eine Geschichte Manhattans von der Entdeckung durch Henry Hudson bis zum Ende der Amtszeit von Petrus Stuyvesant. Er schreibt detailreich und mit leichter Ironie. Man muss allerdings in Kauf nehmen, dass Shorto ursprünglich selbstverständlich für sein, also das US-amerikanische Publikum schrieb, das vom niederländischen Teil seiner eigenen Vergangenheit so gut wie keine Ahnung hat. Und so vergleicht er Manhattan die ganze Zeit mit den legendären „Pilgervätern“ oder erklärt immer wieder, dass nicht Engländer, sondern Niederländer Dies und Jenes eingeführt haben. Ein Aha-Effekt für Amerikaner - aber etwas befremdlich für Europäer.

Henry H. Kessler & Eugene Rachlis, Peter Stuyvesant and His New York (Random House, New York 1959) 310 Seiten, ab 2,98 Euro antiquarisch erhältlich.
In einer Zeit, da über jede noch so obskure Person der Geschichte Biografien erscheinen, möchte man kaum glauben, dass über Stuyvesant kein aktuelles Werk auf dem Markt ist. Doch ist es so: Die beste Biografie des bedeutendsten Generaldirektors von Nieuw Amsterdam ist fast ein halbes Jahrhundert alt - alt, aber noch immer sehr gut. Kleines Kuriosum am Rande: Co-Autor Kessler war Arzt und Hobby-Historiker, der sich unter anderem mit Stuyvesants Holzbein beschäftigt hat. Jahrhunderte lang wusste nämlich niemand mehr, welches Bein dem Niederländer amputiert werden musste. Kessler fand einen Brief von 1644 und belegte aus dieser Quelle: es war das rechte.


WEG ZUR UNABHÄNGIKEIT – GEGEN KÖNIG UND EMPIRE


Barnet Schecter, The Battle for New York (Walker, New York 2002) 448 Seiten, 10,88 Dollar.
Der New Yorker Stadthistoriker schildert, wie George Washington im Unabhängigkeitskrieg der amerikanischen Rebellen gegen die Briten den Kampf um New York gewann – obwohl er die militärische Auseinandersetzung um die Stadt verloren hatte. Schecter liefert ein hochanschauliches Bild der politischen Auseinandersetzungen zwischen Patrioten und britischen Kolonialherren, die schließlich zur bewaffneten Revolte führen. Er dokumentiert den Niedergang New Yorks unter dem britischen Besatzungsregime und erklärt, warum die damalige Supermacht Großbritannien mit der Metropole am Ende ihre amerikanischen Kolonien aufgeben muss.


 (Foto von: Random House)
© Random House

Alexander Rose, Washington’s Spies: The Story of America’s First Spy Ring (Random House, New York 2006) 384 Seiten, 11,99 Euro.
Es ist eine der großen unbekannten Storys des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges: die spannende Geschichte der ersten amerikanischen Spione. Der Oberbefehlshaber des amerikanischen Revolutionsheeres, George Washington persönlich, hat die Agenten in Marsch gesetzt. Sie sollen New York ausspähen, die Bastion der Briten in der jungen Nation. Unsichtbare Tinte, Geheimcodes, Kassiber und tote Briefkästen, nächtliche Sturmfahrten über den Long Island Sound. Rose erzählt mit Liebe zum Detail, ohne dabei ins Anekdotische abzugleiten.

Joseph Tiedemann, Reluctant Revolutionaries: New York City and the Road to Independence 1763 – 1776 (Cornell University Press, Ithaca 1997) 374 Seiten, 45,99 Euro.
Wer in das Dickicht der politischen Auseinandersetzungen des vorrevolutionären New Yorks einsteigen will, muss sich das Buch des Historikers Tiedemann vornehmen. Akribisch zeichnet er das anfängliche Ringen zwischen rivalisierenden Kaufmannsdynastien nach und dann die Auseinandersetzungen zwischen der zögerlichen Geschäftselite der Stadt und den zunehmend radikalisierten Händlern und Handwerkern. Er macht klar, dass die politische Führungsschicht New Yorks die Unabhängigkeit Amerikas gar nicht unbedingt wollte, ihr die Briten am Ende aber keine Wahl ließen.


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