"FBI-Most-Wanted": Debra und Alton
Alton Coleman hat bereits eine lange Vorstrafenliste, als er 1983 die 21-jährige Debra Denise Brown kennenlernt. Nachdem sie als Kind ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt, ist Debra geistig behindert. Die junge Frau lebt in einem Wohnheim für Menschen mit kognitiven Einschränkungen. Alton und Debra beginnen eine Beziehung, sie zieht bei ihrem sieben Jahre älteren Freund ein. Im Mai 1984 starten sie eine Terrortour durch sechs Bundesstaaten im mittleren Westen der USA: Debra und Alton rauben, vergewaltigen, misshandeln und morden in Wisconsin, Illinois, Indiana, Michigan, Ohio und Kentucky. Binnen weniger Monate töten sie gemeinsam mindestens acht Menschen, meist junge Frauen, weitere Opfer überleben schwer verletzt. Deshalb steht das Duo 1984 auch auf der "Most Wanted Liste" des FBI. Am 20. Juli 1984 werden Debra und Alton schließlich in Evanston, Illinois, festgenommen. Da sie ihre Verbrechen an mehreren Orten begangen hatten, werden sie nacheinander in verschiedenen Bundesstaaten angeklagt (im Bild: 1985 in Cincinnati). Coleman erhält in mehreren Bundesstaaten Todesurteile (unter anderem in Ohio, Indiana und Illinois). 2002 wird er im Gefängnis in Ohio durch die Giftspritze hingerichtet. Auch Brown wird mehrfach zum Tode verurteilt, ihre Strafe wird 1991 in lebenslange Haft umgewandelt. 2005 entschuldigt sie sich mit einer Videobotschaft aus dem Gefängnis bei den Familien der Opfer.
Mehr dazu in der RTL + Serie: Born to Kill: A Class of Evil
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© Al Behrman / picture alliance