"Moorhouse-Mörder": Catherine und David
Catherine Harrison und David Birnie wachsen in den 1950er-Jahren in der westaustralischen Großstadt Perth auf. Noch als Kinder lernen sie sich in der Nachbarschaft kennen und verlieben sich ineinander. Im Teenager-Alter begeht das Paar gemeinsam Einbrüche und andere Kleindelikte. Erst als David verurteilt wird und für eine Zeit im Gefängnis sitzt, endet die Jugendliebe. Catherine heiratet einen anderen Mann, bekommt mit ihm sieben Kinder. Doch nach mehr als zehn Jahren der Trennung entfacht die Liebe neu: 1986 verlässt Catherine ihre Familie, zieht bei David ein und nimmt seinen Namen an, auch wenn das Paar nie heiratet, denn eigentlich ist Catherine ja noch anderweitig liiert. Innerhalb von fünf Wochen entführt das Paar Frauen im Alter zwischen 15 und 31 Jahren. In seinem Haus in der Moorhouse Street hält es seine Opfer als Sexsklaven. Eine 17-Jährige kann sich jedoch in einer Nacht vom 10. November aus den Fesseln befreien und bringt die Tat zur Anzeige. Als die Polizei das Haus durchsucht, gestehen die Birnies die Morde. 1987 werden sie zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Der Richter ordnet an, dass sie nie entlassen werden dürfen. 2005 begeht David Birnie im Gefängnis Suizid. Bis dahin hatte sich das Paar mehrere Tausend Briefe geschrieben. Die mittlerweile 74-jährige Catherine stellte in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Bewährungsanträge – erfolglos. Sie sitzt weiter im Gefängnis in Perth. Auf ihrer Akte prangt der Stempel "never to be released".
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