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US-Geheimdienst Die Geschichte der CIA – und ihrer schmutzigen Kriege

Seit fast 80 Jahren stürzen CIA-Agenten Regierungen, organisieren Anschläge auf Diktatoren, planen militärische Operationen. Und verstoßen dabei oft gegen die Verfassung der USA
Mudschaheddin-Krieger trägt eine Stinger-Luftabwehrrakete auf der Schulter
Geformt 1947 für den geheimen Kampf gegen den internationalen Kommunismus, soll die Central Intelligence Agency damals fortan jeden Widerstand gegen die UdSSR fördern – welche Ziele die Rebellen sonst verfolgen, interessiert die Regierung nicht. So liefert die CIA auch mobile Stinger-Raketen (Foto) an die Mudschaheddin, die gegen die sowjetischen Besatzer in Afghanistan kämpfen. Doch als sich die Rote Armee bis 1989 aus dem Land zurückzieht, bleiben Tausende der hocheffektiven Luftabwehrwaffen in den Händen der islamistischen Krieger
© Larry C. Price / Denver Post / Getty Images

Langley ist ein Ortsteil von McLean, Virginia, ein paar Kilometer nordwestlich von Washington D. C. Knapp 2000 Einwohner, eine High School. Und Langley ist ein Mythos. Denn in Langley, an der Colonial Farm Road, befindet sich das Hauptquartier der vielleicht berühmtesten und berüchtigtsten Institution der Vereinigten Staaten. Der "Central Intelligence Agency".

Für ihre Verteidiger ist die CIA die Beschützerin der freien Welt, Siegerin des Kalten Krieges. Für Skeptiker ist sie eine zwielichtige Behörde, die unkontrollierte Privatarmee des US-Präsidenten.

Vor allem ihre Gegner trauen ihr alles zu: gewählte Regierungen zu stürzen und Diktatoren den Steigbügel zu halten (stimmt); die Ausspähung amerikanischer Journalisten (stimmt); die Ghettos von Los Angeles mit Crack verseucht und John F. Kennedy ermordet zu haben (stimmt nicht), Entführung und Folter (stimmt); Kooperation mit der Mafia (stimmt); den HIV-Virus in Umlauf gebracht zu haben (stimmt nicht).

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