Ukraine-Krieg Historikerin über den russischen Vormarsch: "Menschen kann man unterwerfen, ihre Ideen nicht"

Wo geht es in Richtung Zukunft? Im ukrainischen Dorf Dniprowka hat Lenin längst den Kopf verloren
Wo geht es in Richtung Zukunft? Im ukrainischen Dorf Dniprowka hat Lenin längst den Kopf verloren
© Justyna Mielnikiewicz
Wladimir Putin lässt die Ukraine nicht als Nation gelten. Doch Kultur, Geschichte und Gegenwart des Landes geben ihm Unrecht. Ein Gespräch mit der Historikerin Olha Martynjuk über die Suche nach nationaler Identität
Interview: Rafaela Roth

GEO Perspektive: Es herrscht seit Monaten Krieg in der Ukraine, erkennen Sie Ihr Land noch wieder?  


Olha Martynjuk: Ja durchaus, mein Land wurde zwar verletzt, Menschen sind gestorben, Familien wurden getrennt und Vieles zerstört, doch der Krieg hat die ukrainische Gesellschaft auch näher zusammengebracht, ihre Einheit wurde gefördert. Diese Einheit macht die Ukrainer*innen stärker, ohne sie, hätte die ukrainische Armee nichts, wofür sie kämpft.   

Der Krieg verlieh der Ukrainischen Identität einen Schub?   


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