Popmusik im Ukraine-Krieg Aus der Glamourwelt in den Schützengraben: Wenn Sänger zur Waffe greifen statt zum Mikrofon

"Don't fuck with Ukraine" heißt ein aktueller Song von Max Barskih. Der Sänger hat sich freiwillig zur Armee gemeldet
"Don't fuck with Ukraine" heißt ein aktueller Song von Max Barskih. Der Sänger hat sich freiwillig zur Armee gemeldet
© Yuri Gryaznov/Kirai Gigs
Ukrainische Popstars gehörten bis zum Ausbruch des Krieges zu den gefeierten Künstlern in Russland. Die Sänger*innen feierten den Trash, den Luxus und hielten sich aus der Politik raus. Nun senden sie verzweifelte Appelle an ihre Fans oder melden sich gar freiwillig zum Dienst in der Armee
Von Vladimir Esipov

Am Anfang war das Lied. Ein Lied, das alle auswendig kannten, nur ich nicht.   Es war am Sonntag, 21. November 2004, kurz nach 22 Uhr, im Zentrum von Kiew. Zehntausende Menschen waren gekommen, um den oppositionellen Präsidentschaftskandidaten Wiktor Juschtschenko zu feiern. Auf dem Spiel stand mehr als der Posten des nächsten ukrainischen Präsidenten: Es ging um die zukünftige Ausrichtung des Landes, um eine europäische Perspektive versus Integration mit Russland. 


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