Chemical Youth Diese Substanzen konsumiert die Jugend auf der Welt – und das sind die Gefahren

Einer von sechs Jugendlichen im Alter von 15 bis 16 Jahren in Europa hat bereits illegale Substanzen konsumiert. Die Anthropologin Anita Hardon jat den Alltagskonsum und Umgang mit anderen chemischen Substanzen auf verschiedenen Kontinenten untersucht 
Einer von sechs Jugendlichen im Alter von 15 bis 16 Jahren in Europa hat bereits illegale Substanzen konsumiert. Die Anthropologin Anita Hardon jat den Alltagskonsum und Umgang mit anderen chemischen Substanzen auf verschiedenen Kontinenten untersucht 
© Marius Eckert / 13 Photo
Die niederländische Anthropologin Anita Hardon hat das Verhalten junger Menschen auf mehreren Kontinenten untersucht. Ihr Projekt "Chemical Youth" ist eine Art Logbuch für den Alltagskonsum von Drogen und anderen chemischen Substanzen. Wo sieht sie die größten Gefahren – und Wege, diese zu mindern?

GEO WISSEN: Frau Professor Hardon, wie sind Sie auf die Idee für Ihr "Chemical Youth"-Projekt gekommen?

Anita Hardon: Der Sohn einer guten Freundin war vor einigen Jahren als Rucksacktourist in Australien. Irgendwann war er pleite. Um seine Reisekasse aufzufüllen, hat er sich als Versuchskaninchen für eine klinische Medikamentenstudie gemeldet.

Klingt nach einer riskanten Idee.

Das fand meine Freundin auch, deshalb hat sie mich um Rat gefragt. Zufällig saß meine Tochter mit am Tisch, sie war damals 16 oder 17 Jahre alt. Und sie sagte: "Der Junge hat in Amsterdam doch schon mit ganz anderen Substanzen experimentiert. In Australien macht er das in einer Klinik, wo er von Fachleuten umgeben ist. Was soll denn da bitte schiefgehen?"

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