Anti-Perfektionismus Aus Fehlern lernen: Über den Wert falscher Entscheidungen

Anti-Perfektionismus: Aus Fehlern lernen: Über den Wert falscher Entscheidungen
© mauritius images / Pixtal
Wir wären gern perfekt; doch der Perfektion wohnt ein totalitärer Impuls inne: Wer Fehlerlosigkeit fordert, wähnt sich im Besitz der absoluten Wahrheit. Dabei bergen gerade Fehler die Chance auf kreative Gedankensprünge. Ein Plädoyer für Gelassenheit im Umgang mit der Fehlbarkeit

Ein Wettkampf mit ungleichen Startchancen; auf der einen Seite: Rattus norvegicus, die gemeine Wanderratte, ein Dutzendexemplar aus dem Labor. Auf der anderen Seite Homo sapiens, Studenten der amerikanischen Eliteuniversität Yale.

Ein T-förmiges Labyrinth; die Ratte sitzt am Fuß des T, an den beiden Armen befindet sich jeweils eine Futterluke. Mal öffnet sich die linke, mal die rechte Seite, doch die Verteilung ist nicht gleich: Links gibt es in 60 Prozent der Fälle Futter, rechts nur in 40 Prozent. Die Ratte begreift schnell, geht konsequent immer zur linken Seite. Am Ende schafft sie damit eine Erfolgsquote von fast 60 Prozent.

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