Seit vielen Jahren untersuchen Forscher, weshalb manche Menschen ausgesprochen gewalttätig sind. Inzwischen wissen sie: Es gibt anatomische Auffälligkeiten im Gehirn, die offenbar dazu führen können, dass die Impulskontrolle der Betroffenen in kritischen Situationen versagt
Die 39 Männer und zwei Frauen, die an diesem Tag im Jahr 1995 an den Füßen gefesselt in die Abteilung für Gehirnforschung an der University of California geführt werden, sind allesamt Schwerverbrecher, die getötet haben. Nun sollen sie an einem Experiment teilnehmen, das eine neue Ära in der Erforschung der Ursachen von Gewaltverbrechen begründet. Denn erstmals werden Wissenschaftler tief in die Schädel von Mördern blicken – von Menschen also, die mehr als alle anderen für das Dunkle, Destruktive, Unberechenbare im Homo sapiens stehen.