Wissenschaftsbild der Woche Das geheime Leben der Meereswürmer
Forschende blicken in Welten, die anderen verborgen bleiben. Jede Woche zeigen wir eine ihrer schönsten Aufnahmen und erzählen die Geschichte dazu. Heute: gefräßige Würmer
Das sollen Würmer sein?
Ja, tatsächlich! Die drei Exemplare der Art Amblyosyllis madeirensis gehören zum Stamm der Ringelwürmer und wurden erstmals vor der Küste Madeiras entdeckt. Dort leben sie in Gesellschaft von Manteltieren, Muscheln und Schwämmen. Letztere sind die Leibspeise der Meereswürmer: Sie durchbohren, so vermuten Forschende, die Schwämme mit ihren fünfzackigen Zähnchen, um sie im Anschluss zu verspeisen. Ihre Umgebung erkunden die Winzlinge – sie sind nur etwas fünf Millimeter lang – mit "Nuchallappen": bewimperten Kopfauswüchsen, die chemische Reize registrieren.
Weil Meereswürmer vom Aussterben bedroht sind, kehren Forschende nun an Orte zurück, an denen viele der Arten zum ersten Mal gefunden wurden. Sie fotografieren die Tierchen und entführen manche in naturhistorische Sammlungen. Dort sollen sie Forschenden aus aller Welt dienen.
KW 09
Weil Meereswürmer vom Aussterben bedroht sind, kehren Forschende nun an Orte zurück, an denen viele der Arten zum ersten Mal gefunden wurden. Sie fotografieren die Tierchen und entführen manche in naturhistorische Sammlungen. Dort sollen sie Forschenden aus aller Welt dienen.
KW 09
© Arne Nygren in Aguado et al.(2019)