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Backen an Weihnachten Ganz einfach: So stellen Sie Orangeat und Zitronat selbst her

Selbstgemachtes Orangeat auf einem Holzlöffel
Zitronat und Orangeat lassen sich einfach selbst machen - mit wenigen Zutaten
© HLPhoto - Adobe Stock
Orangeat und Zitronat sind klassische Weihnachtsbackzutaten. Im Stollen, bei Weihnachtskeksen und Früchtebrot kommen die Aromen von Orangen und Zitronen gern zum Einsatz. Wer mag, kann Zitronat und Orangeat selber machen. Wir liefern für beides ein Rezept

Inhaltsverzeichnis

In der Vorweihnachtszeit gehört das Backen für viele zur festen Tradition. Typische Zutaten, die in den Rezepten der Weihnachtsleckereien immer wieder aufgelistet werden, sind Orangeat und Zitronat. Als Orangeat und Zitronat bezeichnet man die kandierten Schalen der Bitterorange und der Zitronatzitrone.

Wer nicht auf die industriell gefertigten Produkte aus dem Supermarkt zurückgreifen möchte, stellt die kandierten Fruchtstücke einfach selbst her. Zitronat und Orangeat selbst zu machen, ist nicht schwer. Wir liefern für beides ein Rezept zum Ausprobieren.

Orangeat selber machen – mit vier Zutaten

Orangeat wird klassischerweise aus den Schalen der Bitterorange entnommen. Der Name ist Programm: Bitterorangen haben einen sauren Geschmack mit einer bitteren Note. Roh sind diese Orangen nicht genießbar – umso beliebter ist die kandierte Schale.

Diese Zutaten werden für das Orangeat benötigt:

  • Bio-Orangen (klassischerweise Bitterorangen)
  • gleiche Menge an Zucker (Gewicht richtet sich nach den Orangenschalen)
  • Wasser
  • Salz
  • außerdem: Schraubgläser

Hinweis: Aus vier Orangen lässt sich etwa 300 Gramm Orangeat herstellen.

So wird das Orangeat gemacht:

1: Die Orangen zunächst heiß abwaschen und die Schale vom Fruchtfleisch lösen. Bei herkömmlichen Orangen ist es empfehlenswert, den weißen Innenteil weitgehend aus der Schale zu entfernen, da er viele Bitterstoffe enthält. Bei Bitterorangen sollte das weiße Innere jedoch mit genutzt werden. Schalen der Orangen in etwa ein Zentimeter breite Streifen schneiden.

2: Die Orangenschalen in einem Topf mit Wasser und Salz zum Kochen bringen. Pro ein Liter Wasser reicht ein Teelöffel Salz. Die Schalen etwa zehn Minuten im Salzwasser kochen lassen. Dann das Wasser abgießen und den Vorgang mit frischem Salzwasser ein zweites Mal wiederholen. Dies reduziert die Bitterstoffe. Dann erneut das Wasser abgießen.

3: Die Schalen der Orangen abtropfen lassen und wiegen. Nun dieselbe Menge Zucker abwiegen und die Zitrusschalen gemeinsam mit dem Zucker und etwas Wasser zurück in den Topf geben. Nehmen Sie so viel Wasser, dass die Schalen und der Zucker gerade eben bedeckt sind. Lassen Sie alles langsam aufkochen und danach bei niedrigerer Temperatur etwa eine Stunde lang köcheln.

4: Wenn die Schalen der Orangen weich und durchscheinend geworden sind, werden sie mit einer Schöpfkelle aus dem Topf herausgenommen. Die Fruchtschalen gut abtropfen lassen.

5: Nun müssen die Zitrusschalen gut trocken. Dazu die Schalen für mehrere Tage offen auslegen, zum Beispiel auf ein Kuchengitter. Wer den Trocknungsvorgang beschleunigen möchte, trocknet die Schalen im Backofen bei etwa 50 bis 60 Grad Umluft und leicht geöffneter Ofentür drei bis vier Stunden lang und lässt sie danach abkühlen.

6: Danach die Schalen in kleine Stücke schneiden und fertig ist das selbstgemachte Orangeat! Die kandierten Fruchtstückchen sollten am besten in heiß ausgewaschene und luftdicht verschließbare Gefäße gefüllt werden. Das Orangeat hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen.

Tipp: Wird das Orangeat über mehrere Wochen gelagert, empfiehlt es sich, zwischendurch immer mal wieder etwas Zucker zum Orangeat zu geben und das Glas leicht zu schütteln. Auf diese Weise wird verhindert, dass das Orangeat verklebt.

Zitronat ohne Zucker – dafür mit Honig - herstellen

Zitronatzitrone am Baum
Die Zitronatzitrone, wissenschaftlich Citrus medica, wird typischerweise für die Herstellung von Zitronat genutzt
© Ruckszio - Adobe Stock

Ganz ähnlich wie das Orangeat wird auch Zitronat hergestellt. Dazu verwendet man die Schale der Zitronatzitrone, wissenschaftlich Citrus medica. Die hellgelbe Zitrusfrucht zeichnet sich durch eine besonders dicke und runzelige Schale aus. Schneidet man die Zitrone auf, stellt man fest, dass sie nur wenig Fruchtfleisch, dafür aber umso mehr Schale besitzt. Das kann man sich für das Zitronat wunderbar zunutze machen.

Wer Zitronat mit Zucker herstellen möchte, geht exakt vor wie in dem obigen Rezept für das Orangeat. Lediglich die Bitterorangen müssen durch die Zitronatzitronen ersetzt werden. Wer hingegen lieber die zuckerfreie Variante wählt, nimmt das nun folgende Rezept.

Folgende Zutaten braucht man für zuckerfreies Zitronat:

  • Bio-Zitronen (am besten Zitronatzitronen)
  • Honig (am besten Akazienhonig)
  • außerdem: Schraubgläser

Wer keine Möglichkeit hat, Zitronatzitronen für die Zubereitung von Zitronat zu bekommen, kann auch auf herkömmliche Zitronen zurückgreifen.

So wird das zuckerfreie Zitronat gemacht:

1: Die Bio-Zitronen werden heiß abgewaschen. Früchte gut abtropfen lassen. Dann wird die Schale vom Fruchtfleisch der Zitronen gelöst.

2: Zitronenschalen nun in Streifen schneiden und würfeln. Dann mit dem Honig vermischen und in die zuvor heiß ausgewaschenen Schraubgläser füllen. Die Fruchtschalen-Stückchen sollten dabei so gerade eben mit Honig bedeckt sein, also nicht darin schwimmen.

3: Die fertige Mischung in den Kühlschrank stellen und einige Tage lang durchziehen lassen. Fertig ist das Zitronat!


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