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Stromversorgung Was tun, wenn der Strom plötzlich weg ist? Tipps für den Blackout

Könnte diesen Winter öfter vorkommen: ein Stromausfall. Einige simple Tricks helfen, ihn besser zu überstehen
Könnte diesen Winter öfter vorkommen: ein Stromausfall. Einige simple Tricks helfen, ihn besser zu überstehen
© mauritius images / Chromorange / Michael Bihlmayer
Ohne Strom geht im Alltag der modernen, mitteleuropäischen Menschen wenig bis nichts. Diesen Winter könnte es trotzdem so weit sein: Der Blackout droht. Was also tun, wenn man plötzlich im Dunkeln sitzt?

Am Mittwoch forderten Stromversorger in Süddeutschland ihre Kundinnen und Kunden auf, akut Strom zu sparen. Sie sollten ihre Haushaltsgeräte abstöpseln und sie, wenn möglich, im Akku-Modus verwenden. Schuld seien die mangelhaft ausgebauten Transportkapazitäten von Nord nach Süd, sagte eine TransnetBW-Sprecherin gegenüber der Tageszeitung Die Welt. Könnte also noch öfter vorkommen, in diesem Winter der Knappheit. Sollte der Strom auch in Ihrem Zuhause ausfallen, gibt es einiges zu beachten.

Grundsätzlich gilt es, Ruhe zu bewahren. Sorgen Sie für Licht, etwa durch Taschenlampen, das Handy oder Kerzen. Herd, Bügeleisen, Arbeitsgeräte sollten ausgeschaltet sein, damit sie nicht zur Gefahr werden, wenn der Strom wieder fließt. Zudem: Je mehr Geräte Sie vom Netz trennen, desto besser können die Versorger den Strom wieder anfahren, ohne dass das Netz überlastet.

Dauert der Stromausfall mehr als einige Minuten an, kann es sich lohnen, Informationen über den Ausfall zu suchen. Was ist der Grund und wie lange könnte der Ausfall noch andauern? Im Regelfall veröffentlichen die Versorger diese Informationen auf ihren Websites. Falls diese nicht erreichbar sind – etwa, weil das Internet ausfällt –, kann ein Anruf beim Versorger oder Radiohören helfen. Dabei hilft etwa das Autoradio oder ein Radio mit Batterie oder Handkurbel. Manchmal wissen auch Nachbarn schon mehr über den Ausfall. Rufen Sie nicht bei Polizei oder Feuerwehr an, da dies die Notfalltelefone überlastet.

Fällt der Strom großflächig aus, vermeiden Sie unnötige Autofahrten, da diese etwa durch ausgefallene Ampeln ein höheres Unfallrisiko bedeuten. Versuchen Sie, die Akkus ihrer Geräte zu schonen, etwa den des Smartphones, und ihren Kühl- bzw. Gefrierschrank nicht unnötig zu öffnen, damit die Kälte sich möglichst lange halten kann.

Nach einigen Stunden Stromausfall kann es sich lohnen, die verderblichsten, gekühlten Lebensmittel zu verbrauchen. Viele Heizungen benötigen Strom, um zu funktionieren; Wohnungen könnten daher auskühlen. Helfen Sie sich mit Decken und zusätzlichen Kleidungsschichten.

Für den Fall, dass der Strom gleich tageweise ausfällt, hilft am besten eine gute Vorbereitung: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz empfiehlt etwa Campingkocher inklusive Gas, eine aufgeladene Powerbank, Bargeld, da auch Automaten eventuell nicht funktionieren, Trinkwasser- und Nahrungsvorräte. Koordinieren Sie sich mit ihrer Nachbarschaft, um mögliche Probleme gemeinsam leichter zu lösen.

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