Hauptstraße in Heidelberg

Heidelbergs Hauptstraße wurde 1978 zur Fußgängerzone erklärt und gilt seither als eine der schönsten Einkaufsstraßen Deutschlands. Anstelle der Autofahrer reihen sich in der mittelalterlichen Straße viele bunte Fachwerkhäuser und Geschäfte eng aneinander. Besucher können durch Boutiquen bummeln und passieren gleichzeitig die schönsten Bauten der baden-württembergischen Großstadt wie das Rathaus, die Heiliggeistkirche oder die Providenzkirche.

Friedrichstraße in Bonn

Lange Zeit galt die Friedrichstraße als „Hinterhof“ der Bonner Innenstadt und wurde nach einer zehnjährigen Sanierung erst 2007 als neuster Abschnitt der Fußgängerzone eröffnet. Seither reihen sich hier moderne Modehäuser an exquisite Feinkostläden sowie schöne Antiquitätengeschäfte und bieten den Besuchern ein ganz besonderes Einkaufserlebnis. Einmal im Jahr wird hier im Rahmen des Friedrichstraßenfestes sogar der rote Teppich ausgerollt: Im Juni können Bewohner und Urlauber dann bei Livemusik durch die moderne Fußgängerzone schlendern, regionalen Wein kosten und die Jubiläums-Angebote der umliegenden Geschäfte nutzen.

Wettergasse in Marburg

Malerisch umspannt Marburgs Fußgängerzone den Schlossberg oberhalb der Lahn. In der Wettergasse versammeln sich neben zahlreichen Geschäften und Gaststätten auch die ältesten Häuser der Stadt – einige der aufwendig verzierten Bauten gehen hier bis in das 14. Jahrhundert zurück. Kern der Altstadt ist der belebte Markplatz, der neben mittelalterlichen Fachwerkhäusern auch das gotische Rathaus kunstvoll in Szene setzt. Bewohner können hier jeden Mittwoch oder Samstag ihren Wocheneinkauf erledigen und finden frische Lebensmittel aus der Region zu guten Preisen.

Brandenburger Straße in Potsdam

Während viele der schönsten Fußgängerzonen Deutschlands durch ihre schmalen Gassen an Charme gewinnen, beeindruckt Potsdams autofreie Zone durch seine weitläufigen Straßen, die von prachtvollen Typenhäusern gesäumt werden. Die Brandenburger Straße bildet das Herzstück der Fußgängerzone und wird von Einheimischen auch gerne als „Boulevard“ bezeichnet. Rund um die Sankt-Peter-und-Paul-Kirche findet sich eine Reihe an gemütlichen Cafés, Eisdielen, Fachgeschäften und Restaurants, die bis hin zum Brandenburger Tor am Luisenplatz reichen. Als ein besonderes Highlight gilt der imposante Lichthof des Karstadt-Stadtpalais. Die farbverglaste Decke stellt eine Besonderheit aus der Epoche der Warenhaus-Architektur dar.

Am Sande in Lüneburg

Historische Patrizierhäuser, das Wasserviertel und das mittelalterliche Flair beweisen: Lüneburg hat eine Altstadt wie aus dem Bilderbuch. Der Ort, an dem im Winter der altertümliche Weihnachtsmarkt zum Bummeln im Lichterglanz lädt, ist ganzjähriger Ausgangspunkt für die verwinkelte Fußgängerzone des urigen Städtchens: Von dem Platz Am Sande lässt es sich zum Beispiel bequem über die Kleine und Große Bäckerstraße zum Rathaus schlendern. Wer einen guten Kaffee trinken will, biegt in die Glockenstraße ein und stattet Bell & Beans einen Besuch ab. Nur wenige Meter weiter kommen Tee- und Musik-Liebhaber im Samowar Tea and Records auf ihre Kosten. Doch egal, in welche Himmelsrichtung einen die Straßen treiben, in Lüneburg lohnt sich stets ein Blick in die zahlreichen kleinen Gassen und verwunschenen Innenhöfe.

Spitzgasse am Dom in Aachen

Noch heute ist die mittelalterliche Atmosphäre in der Aachener Altstadt spürbar und lässt sich am schönsten in den Fußgängerstraßen rund um den Aachener Dom nachempfinden. In den vielen kleinen Gässchen schmiegen sich Einzelhandelsbetriebe, Gaststätten sowie Cafés aneinander und werden nur gelegentlich von historischen Marktplätzen oder Brunnen unterbrochen. Eine der wohl kleinsten aber auch charmantesten Fußgängerstraßen der Stadt ist das Spitzgässchen, was den Münsterplatz mit dem Fischmarkt verbindet.

Grüner Markt in Bamberg

Die Bamberger Fußgängerzone stellt nicht nur eine der schönsten Einkaufsstraßen Bayerns dar, sondern dient gleichzeitig als Mittelpunkt des städtischen Lebens. Zwischen der Jesuitenkirche und den barocken Bürgerhäusern finden Besucher urige Gaststätten, Feinkostläden oder aber moderne Kaufhäuser. Blickfang des lang gestreckten Marktplatzes und eins der Wahrzeichen der Stadt ist der Neptunbrunnen, der von Einheimischen als „Goblmoo“ oder Gabelmann bezeichnet wird. Hier herrscht zu jeder Jahreszeit reges Treiben: In den Sommermonaten öffnen neben den Restaurants und Geschäften auch die Marktstände und bieten frisches Obst und Gemüse an. In der Vorweihnachtszeit versammeln sich hier hunderte Menschen an Glühweinständen und Verkaufsbuden.

Anger in Erfurt

Der weitläufige Platz stellt bereits seit dem 12. Jahrhundert den zentralen Dreh- und Angelpunkt Erfurts dar und konnte sich seither zu der bedeutendsten Shoppingmeile der thüringischen Landeshauptstadt entwickeln. Hier treffen Tradition und Moderne aufeinander: Neben urbanen Geschäften zeugen noch immer gotische Fassaden und prächtige Bürgerhäuser von vergangenen Zeiten. Ein beliebtes Beispiel für die Zusammenkunft unterschiedlicher Epochen ist die Einkaufsgalerie „Anger 1“, die einst dem Jugendstil entsprungen ist, und mittlerweile um einen aufwändigen Neubau erweitert wurde. Gleichzeitig stellt der Anger nicht nur den Kern der Einkaufslandschaft Erfurts dar, sondern auch den Knotenpunkt für den öffentlichen Nahverkehr. Denn obwohl der Marktplatz seit 1974 als Fußgängerzone für Autofahrer tabu ist, kreuzen sich hier weiterhin sechs Straßenbahnlinien.

Niederburg in Konstanz

In Konstanz locken nicht nur der Bodensee und das Alpenpanorama, sondern auch einige der schönsten Fußgängerzonen Deutschlands. In den historischen Bauten der Altstadt, nur unweit der Uferpromenade, finden Besucher Kleinkünstler oder charmante Boutiquen und können letztlich in gemütlichen Cafés, Weinstuben oder bürgerlichen Gaststätten einkehren. Das älteste Viertel der Stadt ist die Niederburg, und obwohl die denkmalgeschützten Gässchen nicht offiziell als Fußgängerzone gelten, werden sie jeden Sommer als solche umfunktioniert. „Gassenfreitag“ nennt sich das Stadtfest, welches von Mai bis Oktober jeweils am ersten Freitag des Monats stattfindet, und bei dem Besucher noch bis 22 Uhr durch die Geschäfte bummeln können.

Holzmarkt in Tübingen

Auf der nördlichen Seite der Stiftskirche liegt der Holzmarkt umgeben von bunten Fachwerkhäusern und dem goldverzierten Georgsbrunnen im Herzen der Tübinger Altstadt. Er ist einer der wichtigsten Treffpunkte der Stadt und gilt als das Zentrum des öffentlichen Lebens: In den Morgenstunden treffen sich Menschen hier auf ihre erste Tasse Kaffee. Am Mittag bummeln sie durch Boutiquen oder stöbern in der Heckenhauerschen Buchhandlung, in der bereits Hermann Hesse Lehrling war. Und wenn erst die Sonne tief über der Altstadt hängt, versammeln sich Studierende auf den Treppen zur Stiftskirche und genießen die gelassene Feierabendatmosphäre.

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