Outdoor-Sport Die fünf schönsten Bouldergebiete in Deutschland

Bouldern ist zum Trendsport geworden, in Deutschlands Großstädten schießen massenhaft Hallen aus dem Boden. Seinen Ursprung hat Sport jedoch draußen, an frei stehenden Felsblöcken – und von denen gibt es in Deutschland jede Menge. Wir stellen die schönsten fünf Gebiete vor
Die fünf schönsten Bouldergebiete in Deutschland

Boulderprobleme nennen die Klettersportler die Routen über die Felsblöcke

Die Alpen

Klar, wer in die Felsen will, denkt in Deutschland als Erstes an die Alpen. Das höchste Gebirge Deutschland ist nicht nur ein Paradies für Bergsteiger, Skifahrer, sondern auch für Boulderer – also Sportler, die ohne Sicherung an Felsblöcken emporklettern wollen, meist bis in drei bis vier Metern Höhe. Um sich vor gefährlichen Stürzen zu schützen, wird er Untergrund mit festen Matten, sogenannten Crashpads, ausgelegt. Ideal dafür sind möglichst frei stehende Felswände oder Blöcke, die nicht dicht bewachsen sind und festes Gestein aufweisen. In den Alpen gibt es davon etliche, quasi an jeder Ecke - Ähnliches gilt für das Allgäu, dort bietet zum Beispiel allein die Region rund um Rottach über hundert Routen, das Steigbachtal knapp fünfzig.

Der Odenwald

Der Odenwald ist ein Märchenwald. Dichte Baumkronen lassen an vielen Stellen nur wenig Tageslicht bis auf den Waldboden vordringen, Moosgeflechte überziehen die Steine und Baumstämme – ein mystischer Ort. Und auch für Boulderer hat er einiges zu bieten: Berühmt ist der „Riesenstein“, ein großer Sandsteinblock mit zahlreichen Routen, aber auch im gesamten Waldgebiet lassen sich viele Granitblöcke finden. Mehr Infos liefet der Boulderführer „Odenwald en bloc“.

Avalonia

Avalonia liegt dort, wo man kein Bouldergebiet erwartet: Mitten im Ruhrgebiet zwischen Dortmund und Wuppertal. Sandsteinblöcke bieten Routen in jedem Schwierigkeitsgrad. Das Gebiet hat der Boulderclub Ruhrtal gekauft, um es für Sportler weiterhin zugänglich zu machen, dort bekommen Interessierte Informationen über Avalonia. Wer hinreist, sollte sich auch die zahlreichen Kunstwerke anschauen, die Steinbildhauer im Land-Art-Park Avalonia gestaltet haben.

Pidinger Klettersteig, Bayern
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Glees

Das Vulkangestein der Eifel ist wegen seiner Struktur besonders interessant für Boulderer und Kletterer. So ist auch Glees, ein Gebiet zwischen Koblenz und Nürburg, eine große Spielwiese für die Sportler – dort finden sich über 200 Routen. Allerdings verzichten sie im Sommer aus Naturschutzgründen auf das Bouldern im Freien, woran sich auch Besucher unbedingt halten sollten.

Harz

Je weiter man in den Norden Deutschlands blickt, desto spärlicher gestreut sind die Boulderfelsen. Eine große Ausnahme ist da das Harz. Besonders im Okertal finden sich zahlreiche Felsen, in denen die Profis bereits viele Boulderprobleme, wie die Routen genannt werden, erkannt und auch verzeichnet haben.

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