Tiermedizin Woran Sie eine gute Tierarztpraxis erkennen – und wie der Besuch stressfrei abläuft

Nicht jeder Mediziner kennt sich mit jeder Tierart gleich gut aus. Wer eine Praxis sucht, sollte daher auch andere Tierhalter nach ihren Erfahrungen fragen
Nicht jeder Mediziner kennt sich mit jeder Tierart gleich gut aus. Wer eine Praxis sucht, sollte daher auch andere Tierhalter nach ihren Erfahrungen fragen
© Tobias Gerber/ laif
Welche Behandlungen sind für Kleintiere  sinnvoll – und was kann ich tun, um die Gesundheit meiner Katze zu schützen? Was zeichnet eine gute Tierarztpraxis aus? Prof. Dr. Michael Fehr, Klinikleiter an der Tierärztlichen Hochschule Hannover, beantwortet die wichtigsten Fragen zu Vorsorge und Krankheiten, Parasiten und Wunden

GEO WISSEN: Herr Professor Fehr, ein Haustier kann nicht sagen: "Es tut weh." Wie merkt der Halter, dass es zum Arzt muss?

Prof. Dr. Michael Fehr: Ein Hund macht sich in der Regel bemerkbar, wenn er leidet: Er jault etwa, verzieht das Gesicht oder ist an einer Körperstelle berührungsempfindlich. Bei Kleintieren wie Katzen, Hamstern, Meerschweinchen oder Kaninchen sind Schmerzen dagegen für die Halter deutlich schwieriger zu erkennen.

Die Tiere bewegen sich sel­tener oder nicht mehr und kauern vermehrt in einer Käfigecke. Auch verweigern sie die Nahrung oder reagieren nicht auf den Besitzer. Weitere Anzeichen für Schmerzen sind, wenn die Tiere auf der Seite liegen und strampeln, krampfen oder auch nur die Ohren hängen lassen oder die Bauchdecke hochziehen.

Wann sollte man mit dem Tier spätestens zum Arzt gehen?

Problematisch ist, dass die Unterscheidung zwischen einem Unwohlsein und einer schweren Erkrankung auch für den Fachmann schwierig sein kann. Der Laie vermag selbst schwerwiegende Erkrankungen oft nicht zu erkennen, weil nur subtile Krankheitssymptome vorliegen.

Deshalb gilt


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