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Technik Durchbruch für das Solarbenzin?


Forscher der ETH Zürich haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Sonnenenergie in Treibstoff umwandeln lässt

Um mit Elektro-Antrieb so weit zu fahren wie mit 50 Liter Diesel, muss ein Auto eine tonnenschwere Batterie mitschleppen. Das liegt daran, dass die Energiedichte in Batterien wesentlich geringer ist als jene von flüssigem Treibstoff.

Forscher der ETH Zürich und des California Institute of Technology haben nun eine mögliche Lösung für dieses Dilemma präsentiert: einen Solarreaktor, der Wasser und Kohlendioxid in Wasserstoff und Kohlenmonoxid umwandelt. Dieses Gemisch wird als Synthesegas bezeichnet und kann über ein chemisches Verfahren - die Fischer-Tropsch- Synthese - in flüssige Treibstoffe wie Benzin oder Kerosin überführt werden.

Für die Atmosphäre wäre der breite Einsatz von Solarbenzin gut: Die Produktion von Synthesegas benötigt mit diesem Verfahren nämlich keine fossilen Ressourcen mehr und ist daher klimaneutral. Nach Forscheraussage könnte es in rund zehn Jahren eine erste große Solartreibstoffanlage geben, mit einer Produktion von etwa 16 000 Liter Benzin bei acht Stunden Betrieb am Tag.

Technik: Licht + CO2 + H2O = Benzin
Licht + CO2 + H2O = Benzin
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GEO Nr. 03/11 - Körpersprache

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