Frage des Tages: 29.3.2018 Von wem stammt die berühmte Zeile "Vom Eise befreit sind Strom und Bäche"?

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.


Von wem stammt die berühmte Zeile "Vom Eise befreit sind Strom und Bäche"?

a) Heinrich Heine

b) Johann Wolfgang von Goethe

c) Friedrich Schiller

Achtung Auflösung!

Hier finden Sie die Antworten zur Überprüfung:

Von wem stammt die berühmte Zeile "Vom Eise befreit sind Strom und Bäche"?

a) Heinrich Heine ❌

b) Johann Wolfgang von Goethe ✔️

c) Friedrich Schiller ❌

Kurze Erklärung: Es handelt sich um einen Vers aus Goethes Faust I - der Osterspaziergang: "Vom Eise befreit sind Strom und Bäche / Durch des Frühlings holden, belebenden Blick; / Im Tale grünet Hoffnungs-Glück; / Der alte Winter, in seiner Schwäche, / Zog sich in rauhe Berge zurück."

 

Ausführliche Erklärung: Die berühmte Zeile „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche“ stammt von Johann Wolfgang von Goethe – Antwort b). Sie steht gleich am Anfang des Osterspaziergangs im ersten Teil von „Faust“ und gehört zu den bekanntesten Versen der deutschen Literatur. Goethe beschreibt darin das Erwachen des Frühlings: Das Eis schmilzt, Wasser beginnt wieder zu fließen, Menschen strömen hinaus ins Freie – Natur und Gesellschaft kommen nach der Starre des Winters in Bewegung.

Der Osterspaziergang ist mehr als eine idyllische Landschaftsschilderung. Er markiert im Drama einen Wendepunkt für die Hauptfigur Faust, die sich innerlich leer und verzweifelt fühlt. Draußen erlebt er, wie das Leben zurückkehrt, wie Freude und Leichtigkeit in die Stadt einziehen. Der Kontrast zwischen der belebten Natur und seiner Krisenstimmung macht deutlich, wie weit er sich von der Welt entfernt hat – und zugleich, welche Sehnsucht nach Sinn und Verbindung in ihm steckt.

Goethe knüpft damit an ein altes Motiv an: Frühling als Symbol für Neubeginn und Hoffnung. Dass gerade Wasser – „Strom und Bäche“ – als erstes „vom Eise befreit“ wird, ist kein Zufall: Fließendes Wasser steht für Bewegung, Wandel und Lebendigkeit. Die Zeile hat sich deshalb so tief eingeprägt, weil sie in wenigen Worten ein sehr menschliches Gefühl einfängt: das Aufatmen nach einer langen, dunklen Zeit.

sho