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Was bedeutet eine Regenwahrscheinlichkeit von 80 Prozent?
a) Es regnet auf 80 Prozent der Fläche des Landes.
b) Es regnet zu 80 Prozent der Zeit des Tages.
c) An 80 Prozent aller Tage mit dieser Wetterlage regnet es.
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Hier finden Sie die Antwort zur Überprüfung:Was bedeutet eine Regenwahrscheinlichkeit von 80 Prozent?
a) Es regnet auf 80 Prozent der Fläche des Landes. ❌
b) Es regnet zu 80 Prozent der Zeit des Tages. ❌
c) An 80 Prozent aller Tage mit dieser Wetterlage regnet es. ✔️
Kurze Erklärung: Wird es morgen regnen oder nicht? Wenn Wetterexperten eine Regenwahrscheinlichkeit von 80 Prozent angeben, bedeutet das: An 80 Prozent aller Tage mit der prognostizierten Wetterlage regnet es. Das sagt aber noch nichts über die Menge und die Art des Niederschlags aus.
Ausführliche Erklärung: Eine Regenwahrscheinlichkeit von 80 Prozent heißt nicht, dass es "zu 80 Prozent des Tages" regnet oder dass "80 Prozent der Fläche" nass werden. Sie beschreibt, vereinfacht gesagt, wie oft es bei einer ganz bestimmten Wetterlage in der Vergangenheit geregnet hat. Wenn Meteorologinnen und Meteorologen also 80 Prozent angeben, bedeutet das: An 8 von 10 Tagen mit einer vergleichbaren Wetterlage ist irgendwo im vorhergesagten Gebiet tatsächlich Regen gefallen. Ob dieser Regen nur ein kurzer Schauer ist oder es stundenlang gießt, sagt die Zahl nicht aus – Dauer, Intensität und Art des Niederschlags werden separat vorhergesagt. Für Sie als Nutzerin oder Nutzer einer Wetter-App gilt: 80 Prozent sind ein starkes Signal, dass Sie mit Regen rechnen und entsprechend planen sollten – eine Garantie ist es aber nicht.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) legt die Regenwahrscheinlichkeit als statistische Größe aus früheren, vergleichbaren Wetterlagen fest. Vereinfacht gesagt schaut man: Unter denselben Bedingungen – Luftdruck, Temperatur, Feuchte, Großwetterlage – hat es in der Vergangenheit in einem Gebiet in x von 10 Fällen tatsächlich geregnet.
Technisch nutzt der Deutsche Wetterdienst (DWD) dafür vor allem zwei Säulen:
- Historische Wetterdaten ("Analoga"): Die aktuelle Wetterlage wird mit vielen ähnlichen Situationen aus der Messgeschichte verglichen, daraus ergibt sich, wie oft damals Niederschlag auftrat.
- Ensemble-Vorhersagen: Ein numerisches Wettermodell wird viele Male mit leicht veränderten Anfangsbedingungen gerechnet; man schaut, in wie vielen dieser Modellläufe es an einem Ort im gewählten Zeitraum zu messbarem Niederschlag kommt.
Aus dem Anteil der "nassen" Fälle (in den Analoga und Modellläufen) wird dann die Prozentzahl gebildet, die als Niederschlags- bzw. Regenwahrscheinlichkeit in der Vorhersage erscheint.