1. Das Cholesterin in Hühnereiern ist gesundheitsschädlich

Das gesundheitsfördernde Image des Hühnereis bekam vor einigen Jahren Kratzer, als sein Cholesterin ins Visier von Ernährungsforschern geriet. Es stand im Verdacht, Blutgefäße zu verstopfen und so das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle zu erhöhen. Tatsächlich enthalten Eier beträchtliche Mengen der fettähnlichen Substanz, pro Ei zwischen 200 und 300 Milligramm. Ein Grund dafür, dass Professor Dr. med. Helmut Gohlke, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung, empfiehlt, pro Woche nicht mehr als zwei Eier zu essen. Allerdings spielen weitere Faktoren, auch genetische, beim Cholesterinspiegel eine Rolle. Übergewicht und die Aufnahme von zu viel gesättigten Fettsäuren, etwa aus fetter Wurst, sind in jedem Fall Risikofaktoren.

2. Das Eiweiß ist besonders proteinhaltig

Ein Hühnerei besteht zu 74 Prozent aus Wasser und zu 13 Prozent aus hochwertigem Eiweiß. Das meiste davon befindet sich allerdings nicht im Eiklar (11 Prozent Gewichtsanteil), sondern im Eidotter (16 Prozent).

3. Je dunkler das Dotter, desto besser das Ei

Die Farbe des Dotters ist sozusagen reine Geschmackssache. Und da viele Konsumenten auf eine kräftig orangene Farbe Wert legen, mischen viele Hühnerhalter dem Futter Carotinoide bei. Eine Ausnahme bilden jedoch Bio-Eier. Über die Qualität und den Geschmack eines Eis sagt die Farbe jedoch nichts aus.

4. Abgeschreckte Eier sind leichter schälbar

Je frischer das Ei, desto schlechter lässt es sich schälen. Daran ändert auch das Abschrecken nichts. Das soll eher verhindern, dass das Ei nach dem Kochen nachgart. Je älter Eier sind – sie halten im Kühlschrank bis zu 28 Tage nach dem Legen - desto leichter lässt es sich schälen. Grund dafür ist Luft im Zwischenraum zwischen Eischale und Eihaut.

5. Hühnereier sind ein unblutiges Lebensmittel

Zwar muss ein Huhn nicht geschlachtet werden, damit es ein Ei gibt. Allerdings ist die Hühnerei-Industrie alles andere als unblutig. Denn auch Legehennen wandern, wenn ihre Legeleistung nachlässt, in den Schlachthof. Schlimmer noch: Bei der industriellen Legehennenproduktion werden die überzähligen männlichen Küken nach dem Schlüpfen getötet. Schätzungen zufolge sind es allein in Deutschland 50 Millionen – jedes Jahr.