Villa d`ESTE, "Im Garten der Kardinäle"

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Villa d`ESTE, "Im Garten der Kardinäle"

Villa d`ESTE, "Im Garten der Kardinäle": 5 Sterne bei 1 Bewertung

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  • Villa d`ESTE, "Im Garten der Kardinäle": Bewertet mit 5 Sternen
    reisefreudig 14.02.13

    ..Villa d` ESTE - " Im Garten der Kadinäle"

    8 Uhr Abfahrt vom Hotel Loriana in Bolsena, die Sonne schien bei 20 Grad.
    Um 8.30 Uhr fuhren wir bei Orvieto auf die Autobahn und bereits um 10 Uhr waren wir in Tivoli, 32 km östlich von Rom an den westlichen Abhängen der Monti Tiburtini.
    Unsere Reiseführerin "Christina" trafen wir um 10.30 Uhr bei der Villa d `Este, sie befindet sich neben der Kirche S. M. Maggiore mit Kloster und Kreuzgang mitten im Ort.
    "Christina" rief uns erstmals auf einem schattigen Plätzchen zusammen und dann hatten wir "Schule".
    Bis ins Detail genau wurde uns nun die Geschichte zur Villa, zum sagenhaften Garten mit den Wasserfontänen und zu den zahlreichen Brunnen vorgetragen. Auschnitte davon haben wir mitgeschrieben und hier,
    auzugsweise ( würde ansonsten zu lange werden ) wiedergegeben.

    Hier nun die Einführung zur Geschichte:

    Die Villa d`Este gilt als die „Königin der Villen“ und als eine der schönsten Renaissanceschöpfungen.
    Kardinal Ippolito II. d`Este (1509–72), Sohn der Lucrezia Borgia (ae.Tochter von Papst Alexander VI.) , wurde 1550 Statthalter von Tivoli. Als Palast wählte er ein ehemaliges Benediktinerkloster. Ab1560 wurden seine architektonischen und ikonographischen Ideen verwirklicht und der wohl einzigartige Garten mit seinen Wassefontänen, Teichen und Brunnen entstand dabei, vieles ist heute noch im Original zu sehen.

    1605 ließ sein Nachfolger Kardinal Alessandro d`Este einen weiteren Ausbau vornehmen.
    Kardinal d`Este erbaute neben der Kirche seinen Palast und wurde dieser Stück für Stück vergrößert und einen herrlichen Garten mit Blick auf Rom angelegt.
    Er wollte unbedingt Papst werden, es gelang ihm aber nicht. Für seine Villa verwendete er von der nahen Hadrian Villa Baumaterial und Statuen.
    Die Familie d`Este fühlte sich als Nachkommen von Herkules.

    Zum einen setzte man die bestehenden Anlagen instand, zum anderen änderte man die Gesamtkonzeption der Gärten sehr weitreichend und erneuerte die Dekorationen der Brunnen.

    Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs war die Villa im Besitz des Erzherzogs Franz Ferdinand von Österreich-Este, der 1914 in Sarajewo ermordet wurde.

    Danach ging die Villa in den Besitz des italienischen Staates über. In den 20er Jahren wurde sie umfangreich renoviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
    Der zweite Weltkrieg ging an der Gartenanlage auch nicht spurlos vorbei, diese erlitt 1944 größeren Schaden durch Bombenabwürfe. Nach dem Krieg war daher erneut eine aufwändige Restaurierung notwendig.

    Der PALAST, anschließend
    der GARTEN, die FONTÄNEN, die TEICHE, die BRUNNEN -
    WELTKULTURERBE seit 2001.

    Wir betraten den Palast durch den Kreuzgang des ehemaligen Klosters mit einem Brunnen, die Marmorvenus (3.Jh.) stammt aus der Hadrianvilla, das Rundherum des Brunnens ist im Stil der Renaissance. In der Villa besuchten wir einige Räume, Wände und Decken sind mit herrlichen Fresken geschmückt, es sind keine Einrichtungsgegenstände mehr vorhanden.
    Im Saal der Venus, dem Schlafzimmer sieht man einen schönen Brunnen, im Saal des Moses schönes Deckengemälde, an den Wänden Landschaften von Tivoli.

    Vom Palast mit seinen freskengeschmückten Sälen gelangt man über Terrassen und Treppen in die auf steilen Terrassen angelegten Gärten mit unzähligen Wasserspielen und Skulpturen.

    Die Gärten, ein Meisterwerk der Gartenkunst, erstrecken sich von der Villa aus einen Hang hinunter.
    Sie umfassen mehr als 500 Brunnen, Nymphäen, Wasserspiele, Grotten und Wasserbecken sowie eine Wasserorgel. Das natürliche Gefälle wurde kunstvoll zum Betrieb der enormen Anlage genutzt.
    Wir betraten die erste Terrasse, darunter befinden sich große Zisternen zur Wasserversorgung der unzähligen Brunnen.
    Vorbei an der Allee der hundert Brunnen im Hanggarten kamen wir zum
    Ovato-Brunnen. Er bildet das wichtigste Wasserreservoir der Anlage. Durch einen unterirdischen Kanal tritt hier ein Nebenarm des Flusses Aniene hervor und wird dann auf weitere Kanäle verteilt, die die Anlage speisen.
    Über dem Brunnen erhebt sich ein künstliches Gebirge, das von einer Pegasos-Statue beherrscht wird. Die drei Platanen davor sind 600 Jahre alt. Durch die Allee der hundert Brunnen blickt man zur
    Fontana di Roma und die Rometta, eine Kulisse, die das alte Rom darstellt, bilden den Gegenpol zum Tivolibrunnen.
    Die Kunst der Bewässerung wird hier symbolisch als Grundvoraussetzung für die kulturelle Blüte Roms dargestellt. Die Zypressen im Garten sind 400 Jahre alt.
    Wir kamen zum imposanten Neptunbrunnen mit dem darüber liegenden Orgelbrunnen. Zu dem letzten gehörte einst eine wasserbetriebene Wasserorgel, die Ende des 18. Jahrhunderts verloren ging. Sie wurde in jüngerer Zeit nach dem Vorbild des alten pneumatisch-hydraulischen Funktionsprinzips wieder instand gesetzt.
    Unterhalb liegen drei Wasserbecken, hier wurden die Fische für den Kardinal gezüchtet.
    Wir gingen hinunter zum großen Neptunbrunnen mit hohen Fontänen. Im feinen Sprühnebel zauberte die Sonne einen Regenbogen. Hinter dem Springbrunnen befinden sich Grotten mit Wasserfällen als natürliche Klimaanlage.
    Bei der Rotunde stehen die alten Zypressen aus dem 15. Jh. Hier ist der Haupteingang der Villa.

    Über die drei Fischteiche hat man einen schönen Blick zurück zum großen Springbrunnen, der sich im Wasser spiegelt.
    Vom Neptunbrunnen stiegen wir die Stufen hinauf zum Rometta Brunnen mit dem Fluß Tiber und der Wölfin mit Romulus und Remus.

    Beim Pluto-Brunnen erzählte uns die Reiseführerin eine Legende über die Entstehung der Jahreszeiten:
    Pluto, der Gott der Unterwelt hatte Ceres, die Tochter von Gaia, der Mutter Erde entführt.
    Gaia bat Pluto um die Rückgabe ihrer Tochter. Sie war so traurig, dass die Blumen welkten und die Bäume die Blätter verloren.
    Pluto ließ sich erweichen und gestattete Ceres die Rückkehr zur Erde für sechs Monate. Alles begann wieder auszutreiben und zu blühen
    und als Ceres wieder zurück in die Unterwelt musste, fielen wieder die Blätter von den Bäumen.
    So entstanden die Jahreszeiten.

    Erst am frühen Nachmittag war unsere Führung durch den "Garten der Kardinäle" beendet. Im anschließenden Alleingang wurden noch gute Motive "eingefangen".
    Zum Abschluß gab es noch Kaffee auf der Terrasse des Palastes, von wo man das gesamte Ambiente noch einmal gut überblicken konnte.

    Tivoli ist leicht über die AußenringAutobahn von Rom ( 30 km ) zu erreichen.
    Anreise über A 1 Florenz - Rom.

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