Betteln in Äthiopien

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Betteln in Äthiopien

Betteln in Äthiopien : 5 Sterne bei 1 Bewertung

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  • Betteln in Äthiopien : Bewertet mit 5 Sternen
    Edget 28.12.10

    Wie werde ich aufdringliche Bettler los?

    Manchmal hilft einfaches Ignorieren nicht: der Bettler ist dem Reisenden auf den Fersen. Was tun? Eine Möglichkeit ist es, Geld zu geben. Das ist allerdings als Aufforderung zu verstehen, es auch beim nächsten Ausländer zu versuchen. Sinnvoll ist es, bei Kindern zu überlegen, ob eine Flasche Wasser, 1 Schulheft oder 1 Kugelschreiber bzw. 1 Brot hilfreicher ist. Die Fakten (siehe weiter unten) verdeutlichen jedoch, dass Touristen durch ihr Handeln das Betteln erst attraktiv machen können. Ziel sollte es jedoch sein, bettelnden Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen, damit sie lernen, auf eigenen Füßen zu stehen.

    Wenn allerdings die Aufringlichkeit so ist, dass man nicht unbehelligt weitergehen kann, muss Amharisch gesprochen werden! Es gibt 2 Wörter, die auf Amharisch deutlich machen, das man die Bettelei nicht möchte: "Hid" (die unhöflichere Variante: Hau ab!) als Steigerungsform von "Touh" (die erste Form von ... bitte lass das, geh weg.. ). Beide Wörter sind in Lautsprache geschrieben.

    Wen die Not von Kindern und Jugendlichen berührt, kann auch Projekte vor Ort, die Kindern umfassende Hilfen anbieten, finanziell unterstützen, z.B. in Form einer Patenschaft für ein Waisen- oder ein Straßenkinderhaus in Awassa! Mehr Tipps und Hintergründe über Äthiopien und die Entwicklungshilfe unter www.edget.org!

    Facts: Straßenkinder in Äthiopien
    Nach Angaben der MOLSA (Ministry of Labour and Social Affairs) leben in Äthiopien 150.000 Kinder und Jugendliche auf der Straße, davon 60.000 in Addis Abeba. UNICEF schätzt ihre Zahl auf 600.000 landesweit und 100.000 in Addis Abeba und FSCE (Forum for Street Children) geht in seinem Jahresbericht 2003 von 1,6 Millionen Straßenkindern in ganz Äthiopien aus.
    Quelle: http://www.deutsch-aethiopischer-verein.de/Infobl%20Nov%202007.pdf

    Facts: Südregion, Regionalhauptstadt Awassa
    Die Südregion hat ca. 15 Mio. Einwohnen, 92% davon leben in ländlichen Gebieten. Lebenserwartung ca. 52 Lebensjahre. Awassa ist die Regionalhauptstadt mit einer Bevölkerung von ca. 200.000 Einwohnern (offiziell: 123.000, 2005); Zuzug und Geburten ca. +10%/Jahr. 2005 gab es 15.360 Kinder im Alter von 0 - 4, davon 7.601 Mädchen. Die Stadt zählt zu den am schnellsten wachsenden Städten Ostafrikas! Für die Stadtverwaltung ist dies ein ständig wachsender Problemberg. Offiziell sind 6.378 Straßenkinder vom regionalen Ministerium für „Finanzen und wirtschaftliche Entwicklung" in Awassa registriert.

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