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Reisetipp: Erdölmuseeum Stavanger  Erdölmuseeum Stavanger: 5 Sterne bei 1 Bewertung

 Erdölmuseeum Stavanger: Viele Modelle zeigen die Erdölgewinnung
 
 
 
 
 

Erdölmuseeum Stavanger: Das erlebten unsere Mitglieder

  •  Erdölmuseeum Stavanger: Bewertet mit 5 Sternen
    efi1960 10.03.10

    Das schwarze Gold

    Ein ganzes Museum nur über Erdöl?
    Als wir uns darüber austauschten, was wir uns in Stavanger unbedingt ansehen wollten, war mir der leichte Unterton in der Stimme meiner weiblichen Begleitung nicht entgangen.

    Also nur etwas für den technikbegeisterten, männlichen Besucher?

    Nein, weit gefehlt, das Norsk Oljemuseum ist wirklich ein Erlebnis für die ganze Familie.
    Leicht zu finden im Hafen und teilweise bis in das Wasser hineingebaut, hält das Innere, was die moderne, einer Ölplattform nachempfundene, äußere Hülle verspricht.

    Ein modernes Konzept, was eine Fülle an Informationen durch viele Exponate, Filme und interaktive Möglichkeiten unkompliziert an die Besucher weitergibt.

    Kernstück ist die zentrale Halle. Hier befindet sich das Kino, wo man auch am besten starten sollte. Mit animierten Sequenzen und Filmaufzeichnungen geht eine Zeitreise zunächst um viele Jahre zurück zur Entstehung des Erdöls. Weiterhin erfährt der Zuschauer alles über die heutige edeutung des schwarzen Goldes. Der Film ist auf Englisch, aber so gut animiert, dass alles verständlich ist.

    Überhaupt sind alle Exponate in Norwegisch und Englisch beschrieben. An der Rezeption ist ein Führer in deutscher Sprache ausleihbar. Ein bisschen gewundert habe ich mich schon darüber, als ich hinter mir die Worte „… hier steht ja gar nichts deutsch dran.“ hörte, ich habe bei uns auch noch keine norwegischen Erläuterungen in Museen gefunden.

    Weiterhin befinden sich in der Haupthalle viele Exponate zur technischen Entwicklung der Erdölförderung aber auch Kojen zur Problematik Energieressourcen im Allgemeinen. Zu diesem Bereich gibt es außerdem an Bildschirmen interaktive Informationsmöglichkeiten und Spiele.

    Hier kann man auch lernen, wie es gelingt, mit dem Bohrstrang „ um die Ecke“ zu bohren (Wollte ich z.B. schon immer mal wissen…).

    Eine andere Videokoje bietet einen Film über die Arbeit auf den Plattformen und die Helipiloten, welche die Arbeiter hinaus auf das Meer bringen.

    Dazu kommt die Darstellung der Geschichte der norwegischen Ölindustrie. Diese ist ja insofern kurios, dass es in den 60iger Jahren sogar eine offizielle Regierungserklärung gab, in welcher festgestellt wurde, dass keine Aussicht auf eine wirtschaftliche Ölförderung gibt. Das Dokument ist zu besichtigen. Wenige Jahre später setzte der Boom ein und heute ist Norwegen der drittgrößte Exporteur.
    Ein anders Ausstellungsthema sind weiterhin die (leider auch) vorkommenden Unfälle, aber auch die vorhandenen Sicherheitseinrichtungen wie Rettungsinseln etc..

    In den 3 Pavillons gibt es ein weiteres Kino, hier wird z. B. ein Film gezeigt, wie das Öl transportiert wird, gleich daneben kann man selbst am Simulator ausprobieren, einen Unterwasserroboter für die Rohrverlegung zu steuern.
    Nebenan ist Bohrdeck mit dem dazugehörigen Leitstand aufgebaut.

    Sehr zu empfehlen ist auf jeden Fall die Aussichtsplattform auf dem Dach, von hier gibt es einen grandiosen Rundblick.

    Natürlich ist es unmöglich, hier alle Ausstellungsteile im Detail zu beschreiben, mir hat gefallen, das es lehrreich ist, ohne belehrend zu wirken. Ingesamt erinnert das Konzept ein wenig an die Phänomentas.


    Wer schon einmal im vorab einen Eindruck haben möchte, sollte unbedingt die Internetseite des Museums ansehen, da gibt es sogar einen virtuellen Rundgang. (www.Norskolje.museum.no). Die gibt es natürlich auch auf deutsch.

    Für den Besuch sollten schon 3 Stunden eingeplant werden, um alles anzusehen und die Angebote auszunutzen.
    Geöffnet ist von Juni bis August täglich von 10:00 – 19:00, von September bis Mai Mo – Sa 10:00 – 16:00, sonntags 10:00 – 18:00.

    Der Eintritt beträgt für einen Erwachsenen 80 Kronen (ca. 10,- €), Kinder die Hälfte.
    Das fand ich durchaus angemessen für den gebotenen Gegenwert.

    Außen befindet sich ein großes öffentlich zugängliches Freigelände. Aus Technikteilen wurde eine Spielwelt geschaffen, wo man spielen, klettern, Skatbord fahren oder auch Volleyball spielen kann, außerdem finden open-air Veranstaltungen statt. Diese Termine könnt Ihr auf www.visitstavanger.com finden. Für Kinder die passende Gelegenheit sich nach dem Museumsbesuch mal auszutoben.

    Insgesamt ein rundweg lohnenswertes Ziel, vielleicht auch für einen Tag, wo das Wetter nicht so richtig mitspielt.

    PS: Auch die Begleitung war von dem Besuch sehr angetan… also doch nicht nur für Technikfreaks geeignet. ;-)

    Bilder von efi1960 zu Erdölmuseeum Stavanger

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Erdölmuseeum Stavanger 5.00 1