Mit dem Campmobil in Neuseeland unterwegs - Unsere Lieblingsorte - Teil 1, Die Südinsel

Reisebericht

Mit dem Campmobil in Neuseeland unterwegs - Unsere Lieblingsorte - Teil 1, Die Südinsel

Reisebericht: Mit dem Campmobil in Neuseeland unterwegs - Unsere Lieblingsorte - Teil 1, Die Südinsel

Im Februar und März 2016 reisten wir 52 Tage mit dem Wohnmobil über Süd- und Nordinsel Neuseelands. Man sagt, dort gäbe es etwa so viele Campingplätze wie Schafe. Das ist nur ein wenig übertrieben. Aber es sind so viele, dass die Auswahl schwer fällt. Ich möchte euch unsere schönsten Übernachtungsorte vorstellen.

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Anmerkung zur aktuellen Situation

Ich schrieb schon an meinen Reiseempfehlungen für dieses landschaftlich großartige Land, als ich in den letzten Tagen von den aktuellen Erdbeben und der Warnung vor Tsunamiwellen an der Ostküste, nördlich von Christchurch las. Glücklicherweise hat dieses Erdbeben fast keine Menschenleben gefordert, anders als es beim mittlerweile fünfeinhalb Jahre zurückliegenden Beben in Christchurch der Fall war. Das aktuelle Beben hatte seinen Mittelpunkt in einem wenig bevölkerten Gebiet. Viele Straßen sind verschüttet, aufgebrochen und unpassierbar. Die etwa 500 Touristen, die sich in der Region, vorwiegend an meeresnahen Campingplätzen aufhielten, konnte man mit Hubschraubern evakuieren.
Auch während unserer Reise im vergangenen Februar gab es leichte Erdstöße, von denen wir allerdings erst im Nachhinein erfuhren. Scheinbar entwickeln sich solche Katastrophen begleitet von verheerenden Wetterlagen, von denen ich auch heute gelesen habe. Wir erlebten damals einen dreitägigem "Very Heavy Rain" und äußerst stürmische Winde in Folge eines uns unbekannten Zyklons in der Südsee.
Neuseeländer leben unter der permanenten Bedrohung solcher Katastrophen und genießen trotzdem das Leben. Schon kleine Kinder werden mit den Gefahren konfrontiert und man bringt ihnen das Verhalten in Notfallsituationen frühzeitig nahe.
Uns hat bei unserem Aufenthalt in Christchurch imponiert, wie der langwierige Wiederaufbau von der ganzen Bevölkerung mit Engagement und Ausdauer getragen wird. Deshalb hier ein Link zu Meinem Tipp: Vergesst Christchurch nicht!





In der Reisezeit nach Beendigung der neuseeländischen Sommerferien ist es weitgehend unnötig Camping-Stellplätze vorzubuchen. Vollkommen anders sieht es für Mietwagenfahrer aus, die eine Cabin buchen wollen. In den Hotspots des Neuseeland-Tourismus, wie dem Lake Tekapo, dem Milford Sound und dem Abel Tasman NP sollte man allerdings schon von zuhause aus reservieren. Wir bereiteten uns mit Hilfe der Rankers Camping-App (unter https://www.rankers.co.nz/ download möglich) auf unsere Tour über Nord- und Südinsel vor. Schon in Vorfreude konnten wir uns so die schönsten und bestbeurteilsten Campgrounds als Favoriten auf der Landkarte im IPad markieren.
Es gibt verschiedene große Anbieter wie „Kiwi-Holiday-Parks“ oder „Top 10-Holiday-Parks“, die allen Komfort zu teils üppigen Preisen bieten. Aber auch kleine private Plätze und die DOC-Campgrounds sind in dieser App aufgelistet. Das Departement of Conservation unterhält in Nationalparks, Meeresparks und anderen Schutzgebieten 250 landschaftlich herrlich gelegene Campgrounds, einfach gehalten mit oft nur einer Toilette und fließendem Wasser, wo man für wenig Geld oder sogar kostenlos übernachten kann.
Wenn man sich für ein komfortables Wohnmobil mit eigener Toilette, Dusche, großem Frischwassertank und Gasherd entscheidet, kann man mit diesem Fahrzeug 3-4 Tage ohne Schwierigkeiten in der Wildnis stehen. Diese Ungebundenheit hatten wir uns gewünscht. Ich möchte euch nun unsere Lieblings-Orte vorstellen, an denen wir gerne länger geblieben wären.



* Okains Bay

Nach Übernahme des Wohnmobils in Christchurch und dem nötigen Großeinkauf starten wir in Richtung Banks Peninsula. Die vollkommen zerfurchte Halbinsel vor der Haustür der Großstadt hat mit der Summit Road ein touristisches Higlight mit fantastischen Ausblicken, wenn nicht der Nebel die Straßenränder kaum erkennen lässt. Nach nur anderthalb Stunden kommen wir in der kleinen Bucht an und finden einen herrlichen Stellplatz auf dem Okains Bay Campground, natürlich nur im non powered-Bereich, www. okainsbaycamp.co.nz , nur etwa 50 Meter vom Meer entfernt. Nach einem kurzen Bad, Spaziergang und Abendessen leeren wir unsere Koffer, sortieren die Einkäufe in die Schränke und richten uns in unserem neuen Heim auf Zeit gemütlich ein.
Die sanitären Einrichtungen hier waren/sind allerdings grauenvoll. Gut, wenn man nicht darauf angewiesen ist.



Unser Heim auf Zeit



Erst am folgenden Tag können wir bei besserem Wetter die herrliche Landschaft der Banks Peninsula genießen.



Banks Peninsula



* Southbridge - Rakaia Hut

In Rakaia Hut, an der Mündung des Rakaia Rivers finden wir am Ende einer Straße den kleinen Campingplatz an der Lagune. Hier hinterlegt man nur seinen Namen und den Übernachtungspreis in der Gemeinschaftsküche.
Duschen und Toiletten waren einfach aber sauber.



Rakaia Hut





* Lake Tekapo - Reservierung nötig!!!

Wenn man in Ferienzeiten reist, wird man eher auf Engpässe treffen. Für uns im Spätsommer war es nötig, die erste Übernachtungsmöglichkeit zu sichern und die Orte, die auf jeder Neuseelandrundreise angesteuert werden. Dazu gehört der Lake Tekapo, der auch im Februar wegen der Chinesischen Neujahrsferien überlaufen war. Wir buchten 3 Wochen im voraus und bekamen einen Stellplatz in der ersten "Lakeview"-Reihe. www.laketekapo-accomodation.co.nz
An vielen Orten gilt aber auch das Prinzip "First come, first serve" Hier hilft nur sehr frühes Ankommen.



Lake Tekapo Holiday Site



* White Horse Hill Campground

Nachdem man am türkisblauen Lake Pukaki entlang gefahren ist, erreicht man am Fuße des Mount Cook und am Anfang des Hooker Valley diesen Campingplatz, bei gutem Wetter ein idealer Ort in der Aoraki-Region zu wandern. Hier gilt "First come, first serve". Allerdings verwechseln viele Touristen den Campground mit dem normalen Parkplatz für Tagesgäste. So lohnt sich eine intensivere Suche nach einem Stellplatz.



Symphonie in Blau


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Kommentare

  • gtrasher

    Ist fast schon ein kleiner Reiseführer geworden! Super! LG Gerd

  • u18y9s26

    Danke Gerd, so war es auch gemeint in diesem Dickicht an Möglichkeiten, die Neuseeland für Camper bietet. Hoffentlich trauen sich die Urlauber weiterhin nach Neuseeland. Zuhause kann dir genauso wie irgendwo auf der Welt etwas Unerwartetes passieren. LG Ursula

  • Blula

    Liebe Ursula!
    Die Schönheit von Neuseelands Südinsel kann man sicher kaum in Worte fassen, trotzdem gelingt Dir das hier auf ganz besondere Weise. Jeder Deiner Leser wird sich hier vom ersten Moment an total mitgenommen fühlen. Außerdem sprechen Deine erstklassigen Fotografien noch eine eigene Sprache. Eine Reise durch die atemberaubende Landschaft muss tagtäglich ein Erlebnis sondersgleichen sein. Leider war Euch das Wetter nicht immer ganz hold, aber auch das gehört halt auch oftmals zu Urlaubserlebnissen.
    Mit dem Wohnmobil zu reisen hat sicherlich den Vorteil, Freiheit ohne Grenzen genießen zu können, auch Lieblingsorte, wie Ihr es ja getan habt, anzusteuern, an denen man auch mal -trotz aller Vorabplanungen- etwas länger bleiben kann, so lange es einem gefällt.
    Dieser großartige Bericht mit den so zahlreichen wertvollen Tipps für Neuseelandreisende in spe verdient m. E. auch gerade jetzt vor dem Hintergrund der neuerlichen Naturkatastrophe besondere Aufmerksamkeit.

    Nun wirst Du uns also demnächst auch noch auf die Nordinsel entführen. Auch wenn die Südinsel die schönere von beiden sein soll, kann ich mir vorstellen, dass Du uns auch im 2. Teil sehr viel Interessantes zu berichten haben wirst. Ich bin schon sehr gespannt !
    LG Ursula

  • bezi

    Ich habe mich hier ebenfalls gerne mitnehmen lassen ins ferne Neuseeland. So ein paar Wochen dort mit einem Campmobil unterwegs zu sein, muss traumhaft sein. Ein super Bericht ist das von Dir mit allem Wissenswertem über dieses tolle Fernreiseziel. Die Fotos sind außerdem allesamt Extraklasse. Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.
    LG Claudia

  • widix

    Liebe Ursula,
    ein wunderbarer Reisebericht und fantastische Bilder aus Neuseeland!! Da kommen alte Erinnerungen hoch, allerdings war ich 1991 dort - ist also schon eine Weile her. Ich habe festgestellt, dass anscheinend Vieles noch genauso ist, wie damals, aber es hat sich in 25 Jahren auch Einiges geändert. Vor allem in Christchurch. Ich bin jedes Mal wieder erschüttert, wenn ich sehe, wie stark die Stadt nun zerstört wurde. Damals war ich noch in der großen Kathedrale und habe mir eine herrliche Blumenausstellung angeschaut....
    Es war schön, mit Dir nochmals mitzureisen. Vielen Dank und liebe Grüße
    Sabine

  • u18y9s26

    Ich freue mich, dass ihr auf meinen Spuren durch dieses herrliche Land reist. Herzlichen Dank für euer Interesse! Und wenn ihr noch nicht dort wart, reist dorthin, trotz aller Reisewarnungen. Die Neuseeländer haben ein ausgezeichnetes Frühwarnsystem und sind, was Erdbeben und Tsunami angeht, frühzeitig tätig mit Warnungen in allen Wetterberichten, die für jede Region separat gesendet werden. Wir haben uns auf unserer Reise die Informationen regelmäßig gelesen und uns auch das ein oder andere Mal nach diesen Warnungen gerichtet. LG Ursula

  • INTERTOURIST

    Schon der erste Satz: " Im Februar und März 2016 reisten wir 52 Tage..." lässt mich neidisch werden.
    52 Tage und dann am Stück, da beginne ich Arbeitnehmer die Kündigung herbeizusehnen ;.))
    Das ist eine Reise und noch dazu im Wohnmobil. Da bleiben Kontakte zu den Einheimischen nicht aus.
    Intensiver kann man es kaum machen. Toller Bericht und ich hoffe in meinem Leben auch dieses interessante Eiland mal besuchen zu können.

    Grüße Jörg

  • nach oben nach oben scrollen
  • Chrissi

    Bestnote von mir für diesen ausgezeichneten und so inhaltsreichen Reisebericht und die erstklassigen Fotos dazu. Ich werde wohl nie nach Neuseeland kommen, aber mitgereist bin hier sehr, sehr gerne.
    LG Christel

  • shootingstar

    Wenn man solche Berichte liest, ist man wieder um einen Wunsch reicher. Ein kurzweiliger Ausflug mit vielen tollen Fotos, die ich schon früher teils bewertet hatte.
    LG Claudia

  • pleuro

    Lange ist es her! Durch deinen interessanten und ausführlichen Bericht werden viele Erinnerungen wieder wach. Danke dafür!
    LG Anne

  • ursuvo

    und wenn ich schon nicht dorthin reisen kann - Dein schöner Bericht mit den vielen interessanten Bildern war mir doch ein kleiner Ersatz - ich bin sehr gern mitgereist!
    LG Ursula

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