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Reisebericht: Auf das Dach Europas. Von Darek Wylezol
Ob Asien oder Europa, ob Seven Summits oder just for fun – auf dem Weg zum höchsten Berg Europas trifft man immer wieder auf Unbekanntes. Und manchmal auch seine Nachbarn...
Die Tür geht endlich zu. Nun sind wir unter uns: bärtige Gipfelstürmer statt Haargel und Krawattenwahn. Schon schwirren Namen wie Ushba und Elbrus in der Luft. Neue Routen werden erschlossen, Schlüsselstellen gelöst. Es riecht nach Abenteuer, echten Männern und schwerem Lederschuh. Sowie nach Wodka, den die von Ohrring zum Ohrring geschminkten Stewardessen fleißig verteilen.
2A (PD), lange und anstrengende Gletschertour (von der Botschki-Hütte 1842 Hm Gipfelaufstieg!), bei schönem Wetter genauso gut frequentiert wie Mont Blanc an einem Juliwochenende. Im Sommer wird die Route bis zum Ostelbrus-Hang mit Stangen durch spaltenfreies Gelände angelegt.
Persönliche Meinung von darek:
Elbrus weist keine technischen Schwierigkeiten auf und gilt damit als ein "leichter" Berg. Die Länge des Aufstiegs sowie die kräftigen Elbrus-Winde sorgen aber dafür, dass manch einer sich bereits an den Pastuchov-Felsen wieder auf den Weg nach Hause macht...
Zu siebt sitzen wir in der betagten Tupolev-Maschine auf dem Weg zum Elbrus, dem höchsten Gipfel Europas. Wie immer ist meine Frau dabei und fünf Freunde, die mit nach dem Himmel über Europa greifen wollen.
Zuerst aber sinken wir von ihm ab nach Mineralnyje Wody. „Pässe, Visa und Voucher, immer der Reihe nach!“ – ernüchternd ist der Empfang im Flughafengebäude. Wir schnappen uns das Gepäck, einen Busfahrer gleich mit dabei. Sein Name ist Mohud. Und Mohud weiß alles. Zum Beispiel, dass wir ungültige Voucher haben und ohne Bakschisch das Flughafengelände nicht verlassen können. Bakschisch?! Zahlen wir nicht! „Dann hilft nur eines“ – zeigt er auf einen Busch am Flughafenrand. Was ungefähr heißt: Free Solo über den Flughafenzaun. Kurz zittern die Knien, ein kräftiger Schwung und ... Drüben lacht schon Mohud. In der Zwischenzeit ist sein Fahrzeug etwas voller geworden: Vier Österreicher, die sich im Flugzeug für die russische Brennkunst begeisterten, verpassten ihren Bus und sitzen nun im unseren. Irgendwie findet sich auch für uns noch etwas Platz und endlich sausen wir dem Elbrus entgegen. Kaukasische Dörfer ziehen vorbei, im Bus dreht der Enzianschnaps aus dem Alpenreich seine Runden. Flugs sind die Kameraden wieder so high, blau wie das eben genannte Alpenblümchen. Zum Glück ist die Fahrt nach drei Stunden vorbei. Erleichtert helfen wir beim Ausladen mit, als sie in Terskol aussteigen.
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Oh man! Als wäre man dabei gewesen :) Ich bin noch ganz blau von dem ganzen konsumierten Alkohol, mitgerißen von der Trinklust der Österreicher...
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Hi Darek! Da möchte ich auch einmal hinauf! Hast du auch Fotos? LG Rüdiger
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Klasse! Danke für den Bericht, Tipp's und die Bilder. Der Elbrus steht bei mir auch noch auf dem Plan...
P.S. Viel Spaß & Glück & Erfolg am Denali! -
Super! Ich Danke dir für den Klasse Bericht!! jetzt würde ich mir am liebsten meine Sachen packen und los düsen (-: Grüße Marco
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Danke für einige kurzweilige Minuten, beri denen ich (mal wieder!) alles um mich herum vergessen habe!
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Wieder ein mitreißender, spritzig geschriebener Bericht - der Kilimanjaro erscheint mir fast wie ein Spaziergang und das war schon Arbeit genug.
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Gratulation! Ein wirklich packender Bericht! Spannend und mitreißend geschrieben, ich fühlte mich mittendrin dabei. Trotzdem ich da wahrscheinlich nicht unbedingt hin muß.
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