Reisebericht

Reisebericht: Yukon Kanada - auf den Spuren Jack Londons

 
 
 
 
 
Reisebericht: Yukon Kanada - auf den Spuren Jack Londons

Unsere dritte Kanadareise führte uns nach Yukon, in die nördliche Wildnis. Mit dem Wohnmobil fuhren wir zu dritt auch abseits der großen Highways durch das dünnbesiedelte Land. Wir versuchten Land und Leute kennen zu lernen. Dabei wanderten wir, da wo es sich anbot, durch die fast unberührte spektakuläre Landschaft.

Vorwort

Kanada ist das Land unserer Träume, zweimal waren wir in Westkanada und total begeistert. Beim dritten Mal schwankten wir - sollten wir nun den Osten oder den Norden erkunden. In der Jugend hatten wir die Bücher Jack Londons gelesen - so fiel die Entscheidung 2005 zu Gunsten des Yukon Territory. Wir hatten mehrere Planungen für die Routen im Gepäck, da uns hier niemand sagen konnte und auch das Internet nicht wirklich weiter half, welche Highways uns der Vermieter des Wohnmobils erlaubte zu befahren. Vor Ort stellte sich heraus - alles unsere eigene Verantwortung - keine Einschränkungen.



 
 
 
 
 

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Der Süden - Robert Campell Highway

 
 
 
 
 

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Los ging es in der Hauptstadt Whitehorse, die direkt von Frankfurt/M. zu erreichen ist. Zur Entspannung nach der langen Reise verbrachten wir die erste Nacht mit dem Wohnmobil bei den heißen Quellen von Takhini Hotsprings. Dann ging es in südliche Richtung auf dem Alaska Highway zuerst nach Teslin, einen großer See gleichen Namens und die längste Brücke des Highways gab es dort . Mit der nächsten Etappe hatten wir den südlichsten Punkt, Watson Lake erreicht. Der Ort ist bekannt durch Signpost - eine große Sammlung von Ortsschildern aus aller Welt, wir hatten allerdings keins dabei. Eine kleine Wanderung führte uns zum Liard River.
Nun verließen wir den recht gut asphaltierten und für Yukonverhältnisse gut befahrenen Alaska Highway und weiter ging es auf dem Robert Campell Highway einer unbefestigten abenteuerlichen Schotterpiste. Das Geschirr musste mit der Wäsche abgepolstert werden, um Verluste zu vermeiden. Am Frances Lake war der Campground sehr urwüchsig ohne Luxus - viel Natur - nicht mal Kurzwellenempfang. An dem Highway gab es auch die kleine Stadt Faro - mit einem kleinen Wanderweg dem Gorder Trail. Nachdem wir die Schotterpiste verließen und auf den Klondike Highway stießen, staunten wir nicht schlecht wie verdreckt unser schönes buntes Wohnmobil war.



 
 
 
 
 

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Silvertrail und Dempster Highway

Auf dem Klondike Highway ging es weiter bis zu den Five Finger Rapids, einer inzwischen durch das Kraftwerk in Whitehorse entschärften Stromschnelle. Auf einer Stichstrasse fuhren wir auf dem Silvertrail nach Keno. Ein fast verlassener Ort, in dem die verbliebenen Bewohner liebevoll verschiedene kleine Museen und Ausstellungen gestaltet haben. Die Strasse, die hierauf führt ist schlecht und begrenzt somit die Zahl der Touristen. Aber es lohnt sich, da hier auch ein interessantes Wanderrevier ist. Dabei sahen wir viele stillgelegte aber auch noch einzelne betriebene Bergwerke auf unserem Weg zum Keno Hill.
Zurück ging es über den Klondike Highway zum Dempster Highway. Das ist eine Strecke, die die meisten Vermieter untersagen, also eine richtige Herausforderung für Mensch und Material. Die Tombstone Mountains beeindruckten durch ihre Wildheit und Unberührtheit. Weiter ging es zum Polarkreis und den Eagle Plains, wo man dann die besonderen Typen des Nordens treffen kann, die auf dem Weg zu den Siedlungen der ursprünglichen Bewohner sind. Auf dem Weg zurück traf uns dann der obligatorische Steinschlag auf die Frontscheibe, der auf den Schotterpisten fast unvermeidbar ist.



 
 
 
 
 

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Dawson City - Top of the Word - Alaska

In Dawson City stießen wir dann wieder auf den breiteren Touristenstrom. Hier spürt man noch den Hauch der Goldgräberzeit. Zum Teil ist es für die Touristen inszeniert, aber es ist auch viel Authentische zu sehen. Man muß sich einfach in die schrägen Kneipen hineinwagen. Eine Bootsfahrt auf dem Yukon führte uns zu einer von Inuit betriebenen Schlittenhundezucht. Natürlich war auch die Jack London Cabin Pflicht. Den Yukon überquerten wir mit der Fähre und befuhren dann den Top of the World. Das ist eine hochgelegene unbefestigte Piste, die großartige Blicke auf die Berge und Täler zulässt, die bei schlechten Wetter aber gar nicht zu befahren ist. Da sie aber die Verbindung zum Alaska Highway ist ,quälen sich hier auch die großen US Motorhomes im Schritttempo lang. Man passiert den nördlichsten Grenzübergang der USA und wir waren dann auch für eine Nacht in Tok, Alaska bis wir dann wieder über den Alaska Highway Kanada erreichten.



 
 
 
 
 

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Kluane National Park - Whitehorse - White Pass

Über den Alaska Highway erreichten wir dann den Kluane National Park, der größtenteils nur schwer zugänglich ist, d,h. man kann auch mehrtägige Trekkingtouren unternehmen. Aber wir haben auf mehreren Tagestouren auch unvergessliche Eindrücke gewonnen und eigentlich sieht man bereits vom Highway aus die großartige Natur. Es wird also allen etwas geboten. Zuerst hielten wir uns am Kluane Lake, einem einfachen Campground auf, bevor wir dann in Haines Junktion wieder etwas komfortabler untergebracht waren. Von dort aus ging es mehrmals in die Berge, bei z.T.sehr schönem Wetter. Insbesondere der Auriol Trail und die Wanderung zum Kings Throne sind zu empfehlen. Aber einmal muss ein Ende sein, so ging von da zurück nach Whitehorse, das Wohnmobil wurde abgeben. Wir hatten noch ein paar Ausflüge in nähere Umgebung z.B. zum Miles Canyon eingeplant. Was man auf jedem Fall vorsehen sollte, ist der Ausflug nach Skagway/Alaska. Mit dem Bus fährt man bis zum White Pass bei einem Zwischenstopp in Car Cross und von da geht es mit der Schmalspurbahn an gefährlichen Abgründen über recht grazile Brücken den Chilkoot Trail entlang nach Skagway. Das ist der Weg, den damals die Goldsucher mitten im Winter genommen haben, um dann auf dem Yukon bis nach Dawson City dem Zentrum der Goldfunde zu gelangen. Skagway selbst ist fest in der Hand der Touristen, aber der Weg war es wert.



 
 
 
 
 

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Nachwort

Wir hatten für die Reise 3,5 Wochen zur Verfügung. Wer kann sollte auch mehr veranschlagen, denn vieles wurde nur angetippt. Wir haben uns im Land sehr wohl gefühlt. Dazu trug vieles bei, die unkomplizierten Bewohner, auch immer mal wieder deutschstämmig, die dicken Steaks beim abendlichen Grillen und die vielen Eindrücke vom Leben in dieser rauen Landschaft. Wichtig war für uns, dass wir uns immer wieder mal von den stärker frequentierten asphaltierten Highways lösen konnten. Unser Wohnmobil hatte auch die richtige Größe, dass wir gut darin leben, aber auch noch die naturbelassenen Campgrounds nutzen konnten. Wer nun Lust bekommen hat, dem stehe ich gern für weitere Auskünfte zur Verfügung



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Kommentare
  • juli 20.01.2008 | 17:16 Uhr

    Sehr schöner und informativer Bericht.
    Vieleicht fahren wir ja auch mal nach Kanada.
    Träum.....

  • winni 20.01.2008 | 19:10 Uhr

    Muss ja wohl ein traumhaftes Land sein. Leider bin ich Richtung Westen noch nie gefahren. Der Bericht gefällt mir. Würde auch hier die Bilder in den Text einfliessen lassen. Man dreht hier und dreht hier immer weiter nach unten. Auch fehlt mir das Reisedatum. vg winni

  • Eviwild 21.01.2008 | 11:03 Uhr

    Hallo Elke,
    beim Betrachten Deiner schönen Bilder wird Erinnerung wach und kommt Sehnsucht auf. Aber im Sommer ist es ja wieder so weit. Ich kann die Zeit bis dahin kaum abwarten. Liebe Grüße, Evi

  • Eviwild 21.01.2008 | 12:00 Uhr

    Nochmal Hallo Elke,
    da hat sich eine kleine Verwechselung in Deinen Bericht geschlichen: Durch den Bau des Kraftwerkes in Whitehorse sind die Stromschnellen oberhalb von Whitehorse entschärft worden. Die Five-Finger-Rapids konnten wir wie Du bei der Rückfahrt von oben betrachten. Da sehen sie ganz harmlos aus. Durch den Staudammbau 385 Flußkilometer oberhalb hat sich (leider) nichts geändert. Vom Kanu aus hörst Du das Tosen des Wassers schon einen Kilometer vorher und die 30 Sekunden der Durchfahrt gehören zu den aufregensten Dingen die man erleben kann.

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