Urlaub 2007 auf Mauritius

Reisebericht

Urlaub 2007 auf Mauritius

Reisebericht: Urlaub 2007 auf Mauritius

Ein meist erholsamer, ab und zu aber auch anstrengender, Urlaub auf der Trauminsel im Indischen Ozean.

Der Hotelstrand

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Wir hatten ursprünglich eine Kreuzfahrt nach Spitzbergen, Grönland und Island geplant. Da aber das Schiff am Abfahrtstag auf der Fahrt nach Kiel einen Maschinenschaden hatte, musste es ins Dock nach Hamburg und konnte dann nicht mehr rechtzeitig fertig gestellt werden. Wir sind dann Sonntags noch zum Düsseldorfer Flughafen gefahren und haben nach einer kurzfristigen Urlaubsreise gesucht.
Wir haben uns dort entschlossen nach Mauritius zu fliegen.

In der Zeit vom 6. bis zum 20. August war das Hotel Le Tropical unser Quartier. Hier hatten wir “All inclusive” gebucht.
Das Hotel liegt im Osten der Insel und da ist es im Sommer wohl auch ganz angenehm, da im Osten immer auch eine Brise von Meer herein weht. Jetzt, im Juli und August, ist auf Mauritius Winterzeit und die Temperaturen sind für uns recht angenehm. Am Abend kann es dann recht frisch werden und man sollte einen leichten Pullover oder eine Sommerjacke dabei haben.
Das Hotel hat 60 Zimmer, die alle zum Meer hinaus einen Balkon bzw. eine Terrasse haben. Das Hotel ist zwar schon etwas älter, aber man hält es ganz gut in Schuss. Der Hotelstrand ist von Seegras, abgestorbenen Korallenstücken und Muschelschalen übersät. Zum Baden sollte man deshalb den vom Hotel kostenlosen Boot-Shuttle zur beliebten Badeinsel Ile aux Cerf nutzen. An der Anlegestelle ist es dort allerdings sehr bevölkert und man sollte einige Minuten nach links gehen um ein einsames Plätzchen zu suchen.




Ein pfundiger Ausblick



Lobsteressen

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Der Ort Trou d’eau Douce ist nur wenige Gehminuten entfernt, hat aber nur wenig zu bieten. Wir haben aber gehört, daß dort bald ein großes Einkaufszentrum gebaut werden soll.

Das Wetter war in den ersten Tagen sehr stürmisch, aber meistens trocken. Danach hatten wir eine Woche sehr schönes und warmes Wetter bevor es in den letzten zwei Tagen wieder stürmisch wurde.

Das Essen im Hotel war alles in allem gut. Das Frühstücksbuffet war nicht sehr abwechslungsreich, aber wir waren trotzdem zufrieden. Zum Lunch konnte man sich aus drei Vorspeisen, zwei Hauptgerichten und zwei Desserts etwas aussuchen. Zudem konnte man sich auch ein Sandwich oder ein belegtes Baguettebrötchen bestellen, wozu man Pommes reichte. Das Dinner wurde hauptsächlich als Buffet veranstaltet, alle 2 oder 3 Tage gab es aber auch hier eine kleine Menueauswahl. Das Buffet stand jedesmal unter einem anderen Motto. Mal indische, mal mauritische und mal internationale Küche. Wir haben auch einmal Languste - als Lobster angeboten - gegessen, die zusätzlich pro Person 37 Euro kostete und ein anderes mal haben wir eine Portion Prawns für 6 Euro pro Person bestellt.
Das Personal war unglaublich freundlich und hilfsbereit. Man hatte wirklich das Gefühl, dort herzlich willkommen zu sein. Das Hotel hat zwar nur 3 Sterne, aber das Personal war für 5 Sterne gut.
Die Abendunterhaltung wurde von Lokalen Musikgruppen gestaltet, die aber unterschiedlich gut waren. Aber so ist das nun mal mit dem Musikgeschmack. Donnerstags gab es eine Sega-Show.
Sega ist ein Tanzmusikstil, der aus der traditionellen Volksmusik von Mauritius hervor gegangen ist. Eine Reiseleiterin erklärte uns, dass er hauptsächlich mit den Hüften getanzt wird, da er ursprünglich von den gefesselten Sklaven getanzt wurde und diese hatten daher kaum andere Möglichkeiten. Die traditionelle Musik wird mit Handtrommel, Triangel, Sandbrett und der Bongo gespielt. Die moderneren Varianten werden aber auch von ganz normalen Bands mit E-Gitarre, Bass, Keyboard und Drums gespielt.



Sega 2



9. August - Ausflug "Present & Past"

Seerosen mit Besuchern

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Der Ausflug führte uns in den Norden der Insel. Zunächst machten wir bei einer katholischen Kirche in Pampelmousses halt.
Danach besuchten wir den Botanischen Garten dort. Hier gibt es über 600 verschiedene Pflanzen. Diese werden, ähnlich dem botanischen Garten in Kandy auf Sri Lanka, auch von den ausländischen Staatsgästen mitgebracht.
Anschließend fuhren wir zum Zuckermuseum in der Nähe. Danach ging es dann nach Port Louis. Hier hielten wir an der alten Zitadelle für ein paar Fotos. Danach ging es dann zur Caudan Waterfront. Hierbei handelt es sich um ein Einkaufszentrum. Wir hatten dort etwa drei Stunden Zeit uns umzuschauen und Einkäufe zu machen. Das ebenfalls dort untergebrachte Blue Penny Museum haben wir auch besucht. Hier kann man u. a. die originale “Blaue Mauritius” bewundern.



Nochmals Seerose mit Besucher



10. August - Auflug "Roots"

Dodo

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Wir wurden zunächst nach Mahébourg gebracht, von wo wir mit einem Boot zur Ile aux Aigrettes übersetzten. Auf dieser Insel hat der Mauritian Wildelife Fund alle nicht endemischen Pflanzen und Tiere entfernt und versucht so, das Aussterben von einigen bedrohten Tier- und Pflanzenarten zu verhindern.
Wir fuhren dann nach St. Aubin, wo wir eine Keksfabrik besichtigten. Das Mehl wird aus Maniok (auch Tapioka genannt) gewonnen und dann nur noch mit Geschmacksstoffen versehen auf eine heisse Fläche gelegt. Bei der abschliessenden Kostprobe konnten wir alle Sorten probieren. Es hat sehr gut geschmeckt.
Zuletzt haben wir dann noch den Crocodile Park besucht. Außer den Krokodilen kann man dort viele Riesenschildkröten sehen. Weiter gibt es noch ein Gehege mit Makaken - eine Affenart -, Flughunde, Fische und auch einige Chamäleons. Ein Besuch ist auf jeden Fall lohnenswert.



Landschildkröte auf der Ile aux Aigrettes



13. August - Ausflug "Nature"

Rochester Falls

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Am 13. August wartete die schönste, aber auch anstrengendste Tour auf uns. Es sollte eine 2-stündige Wanderung durch den Black River Georges National Park werden. Es wurden dann aber rund 4 Stunden und alle hatten hinterher völlig verdreckte Schuhe und Hosen. Aber die Mühe hat sich gelohnt. Es war eine wunderschöne Wanderung. Teilweise war der Weg so steil, dass man Seile gespannt hatte, an denen man sich festhalten musste. Einmal mussten wir auch unsere Schuhe ausziehen und einen Bach überqueren. Unser Guide Berty, der Beste den wir hatten, hat uns auf der Wanderung viele Pflanzen und einige Tiere gezeigt. Hier sahen wir die Pink Pidgeon, die hier von Forschern beobachtet werden, da sie fast ausgestorben waren. Es gab vor etlichen Jahren nur noch ca. 20 Vögel, inzwischen ist die Population aber schon wieder auf einige Hundert angewachsen.
Nach der Wanderung stärkten wir uns mit einem Mittagessen in der Exil-Lodge.
Anschließend fuhren wir zunächst zu einer Anthurienfarm und dann zum Rochester Falls. Es ist zwar nur ein kleiner, aber dafür wunderschöner Wasserfall, der sich da über die Kante erloschener Lava ergiesst.
Den Tagesabschluß bildete dann noch eine kurze Fahrt entlang der Südküste. Hierbei fuhren wir allerdings nicht auf normalen Strassen, sondern befuhren einen Privatweg. Auf diesem Gelände gab es auch eine Herde Java-Hirsche.



Wasserfall im Black River Georges National Park



14. August -Ausflug "Colours"

Cascade de Chamarel

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Die letzte Tour führte uns wieder in den Süd-Westen der Insel. Der erste Stop war an einem Vulkankrater. Danach fuhren wir zu einer Teeplantage mit einer anschliessenden Teeverkostung. Hier haben wir dann auch etwas Tee eingekauft. Danach besuchten wir einen Hindutempel, der an einem See im Nationalpark liegt. Weiter ging es nach Chamarel zu den Terres des Sept Couleurs. Hier gibt es zunächst einen sehr schönen Wasserfall, der in eine unzugängliche Schlucht hinab stürzt und dann kommt die eigentliche Attraktion. Auf einer Fläche von etwa einem Hektar erstrecken sich einige Bodenwellen, die je nach Tageszeit und Sonneneinstrahlung in unterschiedlichen Farben leuchten. Es ist ein sehr schöner Anblick. Die Rückfahrt führte uns dann noch ein Stück an der Westküste entlang, die uns touristisch besser erschlossen schien. Sollten wir jemals nach Mauritius zurück kommen, werden wir uns ein Hotel in dieser Gegend suchen.



Blick auf einen erloschenen Vulkan


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Kommentare

  • freeneck-farmer

    Der Anfang von dein Reisebericht kam mir sehr bekannt vor. Auch ich stand da in Kiel und mußte feststellen das der Alexander von Humboldt kaput war. Da ich nicht mehr arbeite und daher kein Urlaub nehmen mußte sind wir am nächsten Tag wieder nach Hause gefahren und haben diese Reise noch mal gebucht (siehe Reisebericht hier in der RC).
    Aber Mauritius ist ja auch schön. Mein Sohn hat 2000 da geheiratet. Eine Mauritianerin. Bei diese Gelegenheit habe ich dan der Insel angeguckt und auch nachher war ich mehrmals da. Schöne Bilder von diese schöne Insel.
    LG Anneken

  • pleuro

    Durch Deinen Bericht habe ich eine wunderschöne Insel kennengelernt. Gut geschrieben und von vielen schönen Fotos begleitet habe ich Deine Schilderungen sehr gerne gelesen!!!
    Liebe Grüße Anne

  • alfred1952

    Danke für Eure schönen Kommentare. Und ja, Mauritius ist eine sehr schöne Insel. Zum Baden alleine ist sie viel zu schade. Man sollte schon ein paar Ausflüge machen um Land und Leute zu erleben. Für uns ist es nur dann auch ein gelungener Urlaub.

    Auf der Insel gibt es übrigens auch etliche Outlet-Stores, die Markensachen von Diesel, Dolce & Gabbana und anderen verkaufen. Wenn man was kaufen will, sollte man allerdings unsere Preise kennen, sonst zahlt man die gleichen Preise und es lohnt dann nicht.

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