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Reisebericht: Barcelona - Te quiero / Barcelona – Ich liebe dich (Teil 2 inkl. Kurzzusammenfassung)

 
 
 
 
 
Reisebericht: Barcelona - Te quiero / Barcelona – Ich liebe dich (Teil 2 inkl. Kurzzusammenfassung)

Tag 2 bis Tag 5 meiner Barcelona-Reise ... Fortsetzung meines ersten Berichtes

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Montag, 28.08.06

Okay, neben den lieben Menschen, die mir freundschaftlich oder familiär sehr nahe stehen und damit fast gezwungen waren meinen Bericht zu lesen, hat sich doch – zu meiner großen Freude – ein weiterer Leser gefunden. Grund genug für mich, meinen Report zum Ende zu bringen oder wie mein Vater sagen würde: „Wenn du was anfangen hast, dann bringst du es auch zu Ende“ ;-)

Nach einem Guten-Morgen-Shot von Starbucks konnte dieser Tag der absoluten touristischen Highlights beginnen. Da ich ja bereits durch die erste Bustour einen guten Überblick erhalten hatte, konnte ich die ausgewählten Ziele nun direkt ansteuern.
Als allererstes (und dies nicht ganz unabsichtlich, da sich morgens die Touristenscharen noch in Grenzen halten sollten … na ja, ich will dann gar nicht wissen, wie es da nachmittags abgeht) stand dann auch die „Sagrada Familia“ (offiziell „Temple Expiatori de la Sagrada Familia“ = Sühnetempel der heiligen Familie) Sagrada Família - Wikipedia auf dem Programm. Wie ich in Worte fassen soll, wie unglaublich beeindruckend dieses Bauwerk von Antoni Gaudi ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Vielleicht sollte ich es daher auch gar nicht erst versuchen, da meine Beschreibungen der Realität doch nicht gerecht werden können. Nur soviel sei gesagt: trotz meiner schon erwähnten geringen Sakral-Affinität habe ich dort drei Stunden verbracht und die Erkundung dann auch nur abgebrochen, da die Mittagshitze ein wenig arg wurde und ich mir ein schattiges Plätzchen suchen wollte.
Ach ja, als kleiner Tipp sei noch erwähnt, dass mit dem Kauf des „Bus Turistic“-Tickets einige Vergünstigungen verbunden sind. So mindert sich der Eintrittspreis in vielen Sehenswürdigkeiten (z. B. auch hier) – somit also wirklich doppelt zu empfehlen!

Nach besagter Mittagspause ging es dann weiter zum „Parc Güell“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Park_G%C3%BCell), welcher in der Zeit von 1900 bis 1914 angelegt wurde und eigentlich mal als „Stadt in der Stadt“ geplant war. Seit 1984 gehört er zum „Weltkulturerbe der Unesco“ und ist definitiv sehenswert! Auch hier hat sich Gaudi wieder reichlich ausgetobt und es werden einem Gebäude und Kunstwerke geboten, die so typisch für ihn sind, dass sie einfach einzigartig bleiben.
Im Park gibt es dann einen Forumsplatz (ehemals gedacht, als Treffpunkt für die Bewohner), von dem aus man einen grandiosen Blick über die Stadt hat. Lustig fand ich vor allem die Anekdote, die sich mit den dort in die Ummauerung eingefassten Sitzplätzen befasst. Um diese möglichst ergonomisch gestalten zu können, ließ Gaudi angeblich einen Arbeiter nackt auf den noch weichen Gips setzen, um den entsprechenden Abdruck zu schaffen. Ich weiß nicht, ob die Geschichte stimmt. Auf jeden Fall war das Verweilen dort sehr angenehm. Ein ideales Plätzchen um die vielen verschiedenen Besucher dieser Stadt zu beobachten und sich vom multikulturellen Flair anstecken zu lassen.

Da ich mir u. a. zum Ziel gesetzt hatte, alle möglichen Transportmittel in Barcelona mindestens einmal genutzt zu haben (die Seilbahn war ja – Gott-sei-dank – schon überstanden, der Bus hinreichend genutzt, die Bootsfahrt stand noch an …), führte mein nächster Weg zur Ausgangshaltestelle des „Tramvia Blau“, der Placa Kennedy (übrigens auch hier wieder ein vergünstigter Ticketpreis). Dieses original (!) historische Gefährt aus dem Jahre 1901 bringt einen – während man durch das sehr, sehr schöne Villenviertel von Barcelona geleitet wird – zur ebenfalls historischen Seilbahn „Funicalar de Tibidabo“. Mit dieser legt man dann das recht steile letzte Stück zum Hausberg Tibidabo zurück. Einen Aufstieg auf Schusters Rappen kann ich bei sommerlicher Hitze wirklich nicht empfehlen. Aber gut, jeder wie er mag – sagt nachher nur nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Oben auf dem Tibidabo stößt man zunächst auf die relativ neu erbaute Herz-Jesu-Kirche „Sagrat Cor“, welche aus meiner Sicht wenig beeindruckend war.
Die eigentliche Attraktion dort oben ist – neben dem unbeschreiblichen Ausblick, weit über das Meer hinaus und auch auf den 288m hohen „Torre de Collserola“, ein Telekommunikationszentrum, welches von Sir Norman Foster geplant wurde – der historische Freizeitpark. Sollten die Erwartungen nun in Richtung „Disneyland“ gehen, so ist eine Enttäuschung schon vorprogrammiert. Es handelt sich bei den dort vorhandenen Attraktionen tatsächlich noch um eine Vielzahl von Originalen aus dem Jahr 1901. Leider war die Angabe in meinem Reiseführer, dass der Park noch geöffnet sei, falsch. Gerne hätte ich die schöne Aussicht auch aus dem zauberhaften, nostalgischen Riesenrad genossen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Tibidabo
Auf halber Strecke des Rückweges habe dann noch einen Kaffe in einem Open-Air-Restaurant mit Blick über die ganze Stadt getrunken. Etwas, was man m. E. gar nicht oft genug machen konnte – einfach mal innehalten, mit allen Sinnen genießen und dazu einen café schlürfen.

Wieder auf Meereshöhe angekommen, führte mein Weg – vorbei u. a. am Stadion des (!) Fußballvereines FC Barcelona (ich war nicht drinnen, die meisten männlichen Touristen ließen sich das aber nicht nehmen), am botanischen Garten, am Kakteengarten, diversen Olympiagebäuden u –sportstätten und unzähligen Museen (wer’s mag, der wird überwältigt sein von der Vielzahl an Museen im Stadtgebiet) – zur Placa d’Espanya. Dort kann man auch noch die alte Stierkampfarena von außen besichtigen. Der Stierkampf wurde in Barcelona übrigens 2004 komplett abgeschafft. Aus meiner persönlichen Sicht auch kein großer Verlust, da ich diesem barbarischen Treiben eh nie was abgewinnen konnte.
Vorbei am Messegelände der Stadt stößt man unweigerlich auf eines der schönsten Bauwerke, das „Palau National“ (Nationalpalast), erbaut im neobarocken Stil im Jahre 1929. Dort fand übrigens auch am Abend zuvor das zauberhafte Wasser-/Licht- u. Musikspiel statt.

Während die Sonne schon so langsam alles in warmes Licht tauchte, bin ich dann weiter zum „Poble Espanyol“ gegangen. Dieses Freilichtmuseum befindet sich auf dem zweiten Hausberg von Barcelona, dem Montjuic, inmitten von herrlich angelegten Gärten. Auf einem riesigen Areal sind mehr als hundert Häuser und Paläste – detailgetreu nachgebaut – zu besichtigen, die in den verschiedensten landestypischen Baustilen errichtet wurden. Zumeist sind kleine Handwerksbetriebe in den verschiedenen Bauten untergebracht, die alle Arten von Kleinoden und Kunstwerken anbieten. Oft kann man den Künstlern und Handwerkern bei ihrer Arbeit zuschauen. Auch für das leibliche Wohl ist dort im Überfluss gesorgt. Nette kleine Restaurants und Cafes laden zum Zwischenstopp ein.
Aufgrund der Tatsache, dass im „Dorf“ auch diverse Nachtlokale, Diskotheken und Bars untergebracht sind, ist die Anlage z. T. bis 4 Uhr morgens geöffnet. Ich habe mich dann von meinem Reiseführer noch mit den Worten „… einer der schönsten Orte in Barcelona für einen Drink an einem lauen Abend …“ zu einem „Feierabend“-Bierchen auf der Dachterrasse der Torres de Avila (direkt am Ein- bzw. Ausgang) verleiten lassen. Und wie so oft wurde ich auch hier mit wunderschönen Aussichten belohnt. Die Fotos in der untergehenden Sonne wurden ganz besonders schön. Von dort oben konnte man auch den futuristischen Sendemast von Telefónica bewundern, der als ein statisches Meisterwerk gefeiert wurde/wird.
http://www.poble-espanyol.com/pemsa/en.html

Mit dem Bus ging es dann wieder in Richtung Zentrum und vom Hafen aus, bin ich dann (mal wieder) die Ramblas entlang spaziert. Jedes einzelne Mal gab es dort wieder Neues zu entdecken – sozusagen eine Dauerattraktion mit ständig wechselndem Programm.
Da der „Baedeker“ der Meinung war, dass ein Besuch der ältesten Markthalle „Mercat de Sant Josep“ „ein Muss“ sei, habe ich diesen dann auch noch eingeschoben. Für mich sind Wochen-, Floh- und Trödelmärkte sowieso immer ein Magnet. Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Ein Meer von Farben, Düften und Geräuschen. Überwältigende Aussagen, die so liebevoll dekoriert waren, dass man sich gar nicht vorstellen kann, dass dies immer wieder auf- u. abgebaut werden soll. An diesem Abend entschloss ich mich, einmal nicht essen zu gehen, sondern vom vielfältigen Angebot auf dem Markt so viel wie möglich zu probieren und ein kleines Picknick zu machen. Daraus wurde ein Fest von Schinken, Salami, Käse, Obst, Baguette, Wein, etc. – sehr empfehlenswert!




 
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Kommentare
  • dickerludwig 26.07.2008 | 12:56 Uhr

    SEhr informativ und auch positiv gefühlsbetont geschrieben. Danke, ist sehr gut zu gebrauchen!
    Dickerludwig

  • howdy 23.02.2009 | 09:41 Uhr

    sehr netter Bericht, habe mich durch die lange Fassung gelesen und wurde nicht enttäuscht. Barcelona wird in naher Zukunft sicherlich auch für mich ein Thema werden. Danke und liebe Grüsse

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