Südindien - Vom Baumhaus im Dschungel, zu den Teegärten in den Nilgiris bis zum Hausboot in Kerala

Reisebericht

Südindien - Vom Baumhaus im Dschungel, zu den Teegärten in den Nilgiris bis zum Hausboot in Kerala

Reisebericht: Südindien - Vom Baumhaus im Dschungel, zu den Teegärten in den Nilgiris bis zum Hausboot in Kerala

Um unsere ersten Begegnungen mit Indien etwas einfacher zu machen, wählten wir uns ganz bewusst zu erst den Süden Indiens aus. Unsere Reise von Tamil Nadu nach Kerala brachte uns viele Highlights. Doch wie auch immer man Indien erlebt, ob man sich in das Land verliebt oder es in Zukunft meidet, ob man zwischen Liebe und Hass schwankt, eines ist sicher: Nach einer Indienreise sieht man die Welt mit anderen Augen.

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Flug nach Cennai

In Mumbai wurden die ungefähr 10 Passagiere die nach Cennai weiterfolgen als Gruppe zum Flugfeld geführt, wo jeder persönlich sein Gepäck bezeichnen musste, bevor es in das Flugzeug nach Chennai verladen wurde. Die Sicherheitsleute auf dem Flughafen in Mumbai tragen alte Karabiner und auch sonst scheint noch alles sehr veraltet. Doch es klappt alles bestens und stressfrei.Morgens um 04.00 Ankunft in Chennai, Transfer zum Strandhotel an der Coromandle Küste in Mahabalipuram und Besichtigung der Strandtempel.Die Einreiseformalitäten hatten bestens geklappt. Zuerst gingen wir noch Geld wechseln. Ich hatte zu Hause einen Zettel vorbereitet, wieviel ich von welchen Noten wechseln wollte. Dies hatte sich bewährt, denn ich wechselte Bündelweise kleine Noten, damit hatte ich das Problem des Wechselgelds, Trinkgelds und das Kleingeld für die Bettler usw. bereits gelöst.



Mädchen in Indien



Mahabalipuram

Im Bundesstaat Tamil Nadu , an der Süd-Ostküste von Indien, etwa 65 km südlich von Chennai (Madras) liegt Mamallapuram. Der Ort ist vermutlich bekannter unter dem Namen Mahabalipuram. Er ist heute ein beliebter Badeort mit Palmenstrand und vielen Sehenswürdigkeiten. Seit 1984 gehört der Tempelbezirk Mahabalipuram zum Weltkulturerbe der UNESCO.



Mamalapuram



Zu Gast bei der Familie eines Fischers

Am späteren Nachmittag machte ich einen Spaziergang am Strand in Richtung eines kleinen Fischerdorfs. Erstmals bemerkte ich dass die Leute ihre Verrichtungen am Strand erledigen, und diese auch nicht vergraben. Die Flut wird den Strand dann schon wieder säubern. Bei der Fahrt mit der Eisenbahn, wird einem dann erst so richtig klar, dass die meisten Menschen auf dem Lande, ihre Verrichtungen im Freien erledigen müssen. Ich wurde dann von einem Mann angesprochen, und schon bald lud er mich zu sich nach Hause ein. Gerne nahm ich die Einladung an und ich wurde sehr gastfreundlich von seiner Frau und den vier Töchtern, sowie anderen Verwandten empfangen. Sie organisierten schnell noch einen Stuhl für mich, damit ich nicht auf dem Boden sitzen musste, wie sie es taten. Sie wohnten sauber und nett in einem kleinen Haus, die Küche liegt ausserhalb und auch das Familienleben scheint sich vor allem im Vorhof abzuspielen. Das Haus verfügte über keine Elektrizität. Mir wurde Tee und Gepäck offeriert und die vier Mädchen wollten alles Mögliche von mir wissen. Der Vater konnte ein wenig Englisch und so übersetzte er es den Kindern, und sonst verständigten wir uns mit den Händen und vor allem mit einem Lächeln. Die Zeit verging wie im Flug, und als ich zum Hotel zurück ging war es bereits ganz dunkel. Der Vater begleitete mich dann mit der Taschenlampe bis zum Hotel



Zu Hause bei der Familie eines Fischers



Unsere erst Fahrt durch das ländliche Indien

Fahrt durch ländliches Gebiet zu den Tempelanlagen von Kanchipuram und nach Cennai. Diesen Tag vergesse ich nie mehr. Unsere erst Fahrt durch das ländliche Indien, so viele neue und unbeschreibliche Eindrücke stürzen auf uns herein. Dann die Fahrt in das Zentrum Chennais , der sechs Millionen Einwohner zählend Stadt, durch diesen grauenhaften, unvorstellbaren Verkehr. Heute wurde mir schlagartig klar: Wer noch nie in Indien war, kann sich das alles gar nicht vorstellen, ich jedenfalls konnte es vorher nicht. Wir waren ganz einfach nur hin und her gerissen zwischen Begeisterung und Entsetzen.



Bevölkerungszunahme




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Kommentare

  • Ulich

    Facettenreicher Bericht mit vielen Details über das Leben der Einheimischen. Genauso, wie ich Reisen mag.
    Gruß Beate

  • amaterasu98

    Vielen Dank für die schönen Fotos (vor allem jene von den Kindern) und die interessanten Informationen. Kerala ist auch eine Traumdestination von mir. :)

  • Schoena

    Hallo Guido,
    das ist ein sehr schöner Bericht. Die Verbindung von Wort und Bild hat mir besonders gut gefallen und natürlich den Wunsch verstärkt, endlich diesen Teil Indiens selber kennen zu lernen.
    Liebe Grüße
    Ingeborg

  • RdF54

    Hallo Guido,

    sehr schöner Bericht! Für mich, der noch nie in Indien war, sind Deine Berichte ein wahrer Quell an Informationen und Tipps, denn - ich weiß - eines Tages werde ich dort hin kommen!
    Danke!
    LG Robert

  • Blula

    Hallo Guido! Was für ein wundervoller Bericht einer in jeder Beziehung wohl unvergeßlichen Reise. VIELEN DANK !!
    Herzliche Grüße! Ursula

  • venus

    Vielen Dank, einfach großartig...

  • RELDATS

    Sehr gelungener Bericht, nachdem ich es schade finde,daß ich "nur" am Kovalam Beach war.
    Nette Grüße.........Josef

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  • Zaubernuss

    Ein Reisebericht mit sehr viel Hintergrundswissen. Die Reise in wenig erschlossene Gegenden, die vielen nützlichen Tipps und die kritischen Untertöne zur Entwicklung des Tourismus, zeigt mir ein Indien, das ich so nicht kenne. Der respektvolle Umgang mit den Menschen zeigt mir Eure Reisephilosphie... Danke und liebe Grüsse: Ursula

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