Tierwelt
GEO Magazin Nr. 03/08 - Die Frau, die den Irak erfand Seite 1 von 3

Text von Claus-Peter Lieckfeld

Der gefahrvolle Trek der Monarchfalter

Ein kurzer Zwischenstopp zum Auftanken, dann geht ihr Transkontinentalflug durch Nordamerika weiter: In nur zwei Monaten legen Millionen Monarchschmetterlinge 4000 Kilometer Luftweg zurück, um schließlich zielgenau in mexikanischen Hochlandwäldern zu landen. Warum ausgerechnet dort? Eines von vielen Rätseln um die fragilen Überflieger. Mit Video


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Wandernde Tiere sind uns nicht unbekannt. Wir wissen von Zugvögeln, die im Extremfall von der Arktis in die Antarktis fliegen. Wir lesen von Fledermäusen, die Hunderte von Kilometern ins Winterquartier ziehen, und von Walen, die von Ozean zu Ozean tauchen. Aber dass Schmetterlinge, filigrane Flugobjekte mit Miniaturmuskeln, ganz vorn unter den Marathon- Weltmeistern mitmischen, ist wohl doch noch immer eine Überraschung.



In den mexikanischen Hochlandwäldern spürte Ingo Arndt Heerscharen von Monarchfaltern auf. Sehen Sie im Video die prachtvollen Insekten, Eindrücke von der Landschaft - und von der Arbeit des Fotografen (Foto von: Silke Arndt)
© Silke Arndt
In den mexikanischen Hochlandwäldern spürte Ingo Arndt Heerscharen von Monarchfaltern auf. Sehen Sie im Video die prachtvollen Insekten, Eindrücke von der Landschaft - und von der Arbeit des Fotografen

Den Superlativ der Superlative schafft eine orange-schwarze Schönheit: Der Zug des nordamerikanischen Monarchfalters überspannt bis zu 4000 Kilometer Nord- und Mittelamerikas. Ein einzelner Falter, der sich irgendwo vom Ufer der Großen Seen Mitte September zum Transkontinentalflug aufschwingt, durchmisst - im Pulk oder als Einzelkämpfer - den ganzen Mittleren Westen und die staubtrockenen Südweststaaten der USA, um dann nach durchschnittlich 75 Kilometern pro Tag sein gebirgiges Winterquartier in Zentralmexiko zu erreichen. Mit einer Punktlandung in einem etwa 1000 Quadratkilometer kleinen Zielgebiet - das ist die Fläche der Insel Rügen.


Die Sonne leuchtet den Weg

Wie ist das möglich? Wie orientiert sich dieser Überflieger, den der US-Kongress sogar einmal als "National Insect of the USA" vorgeschlagen hat? Einer, der sich dem inneren Kompass von Danaus plexippus mit Akribie widmet, ist Orley Taylor vom Monarch-Forschungsprojekt der Universität Kansas. Die erste Arbeitshypothese des Professors lag nahe: Er hatte die Sonne als Richtungsgeber im Verdacht. Um dies zu prüfen, verfrachtete er Hunderte Monarchen auf Südkurs von Kansas, der geografischen Mitte der Vereinigten Staaten, nach Washington, D. C., an die Ostküste. Jene Exemplare, die er dort umgehend wieder freiließ, orientierten sich südwärts, gerade so, als hätte kein Ortswechsel stattgefunden: Sie flogen auf einem Kurs, der sie auf die Halbinsel Floridas geführt hätte und nicht nach Mexiko. Sobald Taylor seine Testflieger nach der Verschickung an die Atlantikküste ein paar Tage hinter Fliegengitter gefangen hielt - und zwar so, dass sie Sonnenaufgänge und -untergänge erleben konnten -, orientierten sie sich neu. Und zwar richtig! Sie wählten eine Route, die es ihnen erlaubte, wieder das ursprüngliche Ziel anzuvisieren. Die Sonne leuchtet ihnen offenbar den Weg.


Der Flatter-Trail der Monarchschmetterlinge führt von den Großen Seen im Norden der USA über den Mittleren Westen zum
Winterquartier in bis zu 3600 Meter Höhe  (Foto von: Ingo Arndt)
© Ingo Arndt
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Der Flatter-Trail der Monarchschmetterlinge führt von den Großen Seen im Norden der USA über den Mittleren Westen zum Winterquartier in bis zu 3600 Meter Höhe

Magnetfeld der Erde spielt eine Rolle bei der Navigation

Aber auf welche Weise? Zumindest verfügt Danaus plexippus über ein Protein, das Sonnenkompass und eine "innere Uhr" miteinander verbindet, so jüngste Erkenntnisse des Neurobiologen Steven Reppert von der Universität von Massachusetts. Damit könne der Falter einen gradlinigen Kurs halten, obwohl sich der Sonnenstand ändert. Doch wie wird daraus ein verlässlicher Wegweiser zu einem zuvor unbekannten Ziel? Auch war mit Taylors Sonnenlicht-Experiment keineswegs bewiesen, dass nicht noch etwas anderes, etwa das Magnetfeld der Erde, eine Rolle spielt, zumal die Tiere sogar bei bedecktem Himmel Kurs halten können. Und in der Tat enthüllten Orley Taylor und andere Forscher, dass auch die magnetischen Feldlinien eine zentrale Bedeutung haben. Dafür wurden herbstwandernde Monarchen unter dreierlei Bedingungen getestet: Sie waren normalen Gegebenheiten ausgesetzt, dann einem künstlich umgepolten Magnetfeld und schließlich totaler Abschottung von magnetischen Einflüssen.


Wanderer der Lüfte: Wie sprühende Funken zeichnen die Falter
flüchtige Spuren in den Himmel (Foto von: Ingo Arndt)
© Ingo Arndt
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Wanderer der Lüfte: Wie sprühende Funken zeichnen die Falter flüchtige Spuren in den Himmel

Bei fehlenden magnetischen Einflüssen zeigen sich die Monarchen desorientiert

Die Ergebnisse waren so, wie man sie sich klarer nicht hätte wünschen können: Bei natürlichen, unveränderten Bedingungen taten wandernde Monarchen das, was sie immer tun: Sie orientierten sich südwestwärts. Bei künstlicher Umpolung des Magnetfelds gingen sie exakt auf Gegenkurs: nordostwärts. Und bei experimentell abgeschotteten - also fehlenden - magnetischen Einflüssen zeigten sich die Monarchen gänzlich desorientiert. Die Resultate von Sonnenlicht- und Magnetismus-Test zusammen ergeben für den Monarchfalter so etwas wie ein Doppel-Leitsystem. Das ist wundersam, aber nicht unvorstellbar: Aus der Vogelzug-Forschung ist bekannt, dass Weitzieher sowohl das Magnetfeld als auch die Himmelskörper als Orientierungssysteme verwenden. Aber Vögel haben ein Gehirn, und sei es nur ein knapp haselnussgroßer Minicomputer. Schmetterlingen dagegen steht nur ein Quasi-Gehirn zur Verfügung, ein winziges Paar Nervenknoten. Und doch schaffen sie ein paar Dinge, die Superhirnträger nicht können.



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