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GEO Magazin Nr. 02/10 Seite 1 von 1

Das Grüne Gewissen: Ökologie: Schont Kunstfleisch die Umwelt?

"Fleisch soll bald aus der Retorte kommen - ist das umweltfreundlicher?", fragt Gerd S. aus Leipzig


Kommt der Kochschinken bald aus dem Labor? (Foto von: imago/imagebroker)
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Kommt der Kochschinken bald aus dem Labor?

Tatsächlich haben holländische Wissenschaftler gerade ein vierjähriges Forschungsprojekt zur Fleischherstellung im Labor erfolgreich beendet. Erforscht wurde an Stammzellen vom Schwein, wie sich die Zellen zu tellergerechter Größe vermehren lassen - und wie man mit Stromstößen die kaubare Konsistenz erzielt, die das Muskelfleisch von „echten“ Tieren durch Bewegung erhält. Das Retortenfleisch soll in Bioreaktoren mit einer Wasser-Glukose-Lösung gezüchtet werden, für die Zellstimulation und die Temperaturregulierung wären relativ kleine Mengen Energie nötig. Dagegen ließe sich enorm viel Energie sparen, die zurzeit für Viehzucht, Futtermittelproduktion und Fleischtransporte aufgewendet wird. Weitere Vorteile: weniger Pestizideinsatz, weil nicht mehr rund 50 Prozent der weltweiten Getreideproduktion an Vieh verfüttert würde; weniger Wasserverschmutzung, weil nicht mehr so viel nährstoffreicher Dung in Gewässer gelangte und dort zu Algenblüte und Fischsterben führte, weniger Methan-Emissionen durch verdauende Rinder und Schafe.

Marktreif ist das Laborfleisch noch nicht - zurzeit würde ein einziger würfelgroßer Bissen 60 000 Euro kosten. Bis auf weiteres empfehlen sich Geflügelprodukte: Studien zufolge sind Huhn und Truthahn die ökologisch vorteilhaftesten Fleischsorten.


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Kommentare zu "Ökologie: Schont Kunstfleisch die Umwelt?"

kira | 06.08.2013 10:44

Wer möchte schon Kunstfleisch essen, das ist ja richtig widerlich.
Manchmal frage ich mich wirklich wie weit manche Wissenschaftler noch gehen, für mich ist das Verschwendung von Geld welches woanders dringend gebraucht wird.
Erinnert Euch daran als Santos den Genmais entwickelt hat, damals wurde uns Verbrauchern auch weiß gemacht das damit der Hunger in der Welt beendert wird.
In Wirklichkeit machen sie die Menschen damit krank ganz zu schweigen von der Umwelt.
Solange solche Unternehmen das große Geld damit verdienen ist es ihnen völlig egal welch Auswirkungen es hat und unsere Politiker schauen zu.
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Antonietta | 10.08.2012 12:00

Vegetarier leben gesünder. Denn Fleischverzehr fördert das Risiko von Herzinfakten, Blinddarmentzündungen, Bluthochdruck, Osteoporose, Arthritis, Magengeschwüren, Nierensteinen, Diabetes und Krebs! Beitrag melden!

Day | 15.09.2010 12:50

"Bis auf weiteres empfehlen sich Geflügelprodukte: Studien zufolge sind Huhn und Truthahn die ökologisch vorteilhaftesten Fleischsorten."

Huhn? Na, da sage ich: "Nein, Danke!" Mag ja ökologisch sein, aber Tierquälerei ist auch nicht umweltfreundlich... Beitrag melden!

Advaita | 22.04.2010 19:16

Wir essen Fleisch wegen der Proteine, die aus Aminosäuren bestehen.
Wesentlich einfacher und schneller bekommt man die aus Mikroalgen, wie Spirulina und den AFA-Algen vom Klamath Lake.
Umsonst zieht die Pharma nicht so über die AFA-Algen her - sie regen nicht nur die körpereigene Killerzellen (vernichten Viren&Co) an, sondern stimulieren auch unsere Stammzellen, die für die Reparatur von Organen notwendig sind.

Fleisch ist Gaumenkitzel mit Folgen für Umwelt, Körper und Seele. Das angestaute Adrenalin der getöteten Tiere incarnieren wir mit dem Verzehr. Wen wundert es wenn alle gestresst sind und nicht wissen wovon. ES IST DER STRESS DER GETÖTETEN TIERE Beitrag melden!

Lars Hollerbach | 21.04.2010 09:26

PETA verspricht erstem Forscher $1 Million für Produktion von konkurrenzfähigem „Laborfleisch“ bis 2012

Bereits 2008 hat die PETA-Gründerin und Vorsitzende Ingrid E. Newkirk die Wissenschaftler weltweit herausgefordert: Die erste Person, die eine Methode zur Produktion kommerziell verwertbarer Mengen von In-Vitro-Fleisch zu konkurrenzfähigen Preisen vorstellt, erhält einen Scheck über $1 Million. Die Zahl ergibt sich aus der Gesamtanzahl an Hühnern, die stündlich in den Vereinigten Staaten getötet werden – ca. 1 Million. Um sich für das Preisgeld zu qualifizieren, muss die produzierte Fleischmenge ausreichend für den Markt in mindestens 10 US Bundesstaaten sein – und das zu einem Preis, der vergleichbar mit den zu diesem Zeitpunkt vorherrschenden Hühnchenpreisen ist.

Lars Hollerbach / PETA Deutschland e.V. Beitrag melden!

eMatt | 17.04.2010 14:28

Leider investiert unsere von der Wirtschaft kontrollierte Regierung viel zu wenig in derartige Forschung, die der Menschheit und Tierheit einen bedeutenden Vorteil bringen würde. Korruption, Lobbyismus und Vetternwirtschaft verhindern, dass es große Fortschritte gibt. So müssen tagtäglich Menschen und Tiere schlimmste Qualen erleiden, damit die Sesselfurzer in Berlin, Washington & Co. und ihre Mafia weiterhin in größtem Wohlstand leben und ihre Machtgeilheit ausleben können. Beitrag melden!

Ariovist | 25.03.2010 15:44

@marius: Auf Fleisch zu verzichten ist für dich nicht bezahlbar? Ich bin seit zehn Jahren Vegetarier und kann mich über solche Aussagen wirklich nur wundern. Beitrag melden!

@sonni7 | 23.03.2010 16:18

1 oder 2 mal die Woche gibts fisch oder geflügel vom bauern nebenan, frisch, artgerecht gehalten und schonend geschlachtet.

leider existiert eine artgerechte Tierhaltung nicht. Sobald Tiere in Gefangenschaft "leben" ist dies nicht artgerecht.

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sonni7 | 21.03.2010 13:09

ich bin eh schon fast vegetarier. 1 oder 2 mal die Woche gibts fisch oder geflügel vom bauern nebenan, frisch, artgerecht gehalten und schonend geschlachtet. das schmeckt besser, ist gesünder und umweltschonender, als jeden tag fleisch und wurst in rauhen mengen sinnlos in sich rein zu stopfen, wobei ich bei wurst gar nicht wissen möchte, was alles drin ist.
und was die Tiere bis zur schlachtung alles erleiden müssen !
Aber, guten Appetit weiterhin !!!! Beitrag melden!

marius | 19.03.2010 15:59

Mhm, interessant fuer mich: Vegetarier :)
Wenn es denn je bezahlbar wird... Beitrag melden!


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