Christentum Jesus: Der geheimnisvollste Mann der Welt – und seine unglaubliche Macht

Vermutlich im Frühling des Jahres 30 zieht Jesus nach Jerusalem, ins Zentrum der Macht und des jüdischen Glaubens. Die Stadt feiert Passa, das wichtigste Pilgerfest. Will der Galiläer hier vor allen sein Gottesreich ausrufen? Die Begleiter jedenfalls sehen den auf einem Esel Einreitenden bereits als "Messias", den Erlöser
Vermutlich im Frühling des Jahres 30 zieht Jesus nach Jerusalem, ins Zentrum der Macht und des jüdischen Glaubens. Die Stadt feiert Passa, das wichtigste Pilgerfest. Will der Galiläer hier vor allen sein Gottesreich ausrufen? Die Begleiter jedenfalls sehen den auf einem Esel Einreitenden bereits als "Messias", den Erlöser
© Alinari Archives/INTERFOTO
Wohl im Jahr 30 christlicher Zeitrechnung stirbt in Jerusalem ein jüdischer Wanderprediger am Kreuz, hingerichtet wegen Aufruhrs. Wer ist dieser "Messias", dessen Wirken die größte Religion der Welt begründet? Eine Biografie über einen unfassbaren Menschen

Dieser Mensch ist nicht zu fassen. Heute ist er in Kapernaum am See Genezareth, morgen in Chorazin oder Magdala. Übermorgen taucht er im unteren Galiläa auf, dann jenseits der Ostgrenzen – in den Gegenden von Caesarea Philippi oder Gadara. Ein Gerücht, ein Flimmern, eine Fata Morgana.

Er hinterlässt keine Schriften, keine Briefe, keinen Codex. Inwieweit er überhaupt lesen und schreiben kann, ist ungewiss. Was von ihm bleibt, kursiert hauptsächlich von Mund zu Mund: Sprüche und Anekdoten, wieder und wieder erzählt, von Leuten, die oft ebenso unstet und wenig gelehrt sind wie er selbst.


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