Astronomie James-Webb-Weltraumteleskop: Bereit für den Blick in die Tiefen des Alls

Allein der Hauptspiegel des zukünftigen Weltraumteleskops – hier 2020 in einem kalifornischen Labor – hat einen Durchmesser von 6,5 Metern.
Allein der Hauptspiegel des zukünftigen Weltraumteleskops – hier 2020 in einem kalifornischen Labor – hat einen Durchmesser von 6,5 Metern.
© NASA
Lange Zeit war das James-Webb-Weltraumteleskop das Problemprojekt der Nasa. Doch jetzt beginnt mit den ersten farbenreichen Aufnahmen eine neue Ära in der Astronomie. Die Geschichte eines unwahrscheinlichen Triumphes
von Martin Scheufens und Christoph Drösser

344 Mal hätte die Mission scheitern können. Zwischen dem Start des James-Webb-Weltraumteleskops und seiner nun erfolgten Inbetriebnahme fern der Erde lagen 344 "single points of failure" – so nennt die Nasa jene Einzeloperationen, deren Misslingen das Ende des gesamten Projekts bedeutet hätten. Das Teleskop musste Schritt für Schritt ausgeklappt werden, das schützende Sonnenschild entfaltet, die Instrumente angeschaltet und kalibriert, der Spiegel heruntergekühlt, die einzelnen Spiegelsegmente justiert. Kein größerer Fehler durfte geschehen, und keiner geschah.


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