Wächter im Weltraum Diese Satelliten überwachen den Zustand der Erde – und die globale Klimapolitik

Mit der "Earth Explorer"-Flotte nimmt die Esa die Erde auf unterschiedliche Weise in den Blick: "Aeolus" (oben links) erforscht die Dynamik der Erdatmosphäre, "Cryosat-2" (oben rechts) erfasst die planetaren Eismassen, "Smos" (unten rechts) untersucht Bodenfeuchte sowie den Salzgehalt der Meere, "Goce" (unten links) bestimmte das Erdschwerefeld
Mit der "Earth Explorer"-Flotte nimmt die Esa die Erde auf unterschiedliche Weise in den Blick: "Aeolus" (oben links) erforscht die Dynamik der Erdatmosphäre, "Cryosat-2" (oben rechts) erfasst die planetaren Eismassen, "Smos" (unten rechts) untersucht Bodenfeuchte sowie den Salzgehalt der Meere, "Goce" (unten links) bestimmte das Erdschwerefeld
© P. Carril / ESA
Brennende Regenwälder, verseuchte Flüsse, abschmelzende Eismassen: Satelliten liefern wertvolle Daten über den Zustand der Erde. In Zukunft könnten sie helfen, internationale Klimavereinbarungen zu überwachen
Von Peter M. Schneider

Der Regenwald brennt: Jahr für Jahr verliert die Erde 100 000 Quadratkilometer ihrer grünen Lunge, vor allem in den Tropen, so schätzt die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Die wissenschaftliche Waldbeobachtungsplattform Global Forest Watch hingegen kommt sogar auf mehr als 250 000 Quadratkilometer, also zweieinhalb mal so viel – das wäre die Fläche des Vereinigten Königreichs.

Genau dieser drastische Unterschied der Zahlen ist ein Problem. Forschende wissen derzeit noch nicht genau, wie viel Holz verschwindet und wieder nachwächst. Das Wissen ist jedoch für die Klimaforschung enorm wichtig. 

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