Artemis-Mission Die Nasa will zurück auf den Mond – und setzt auf Technik aus Bremen

Die Nasa hat das Raumfahrzeug "Orion" (rechts) entwickelt. Langfristig soll es Menschen zu einer geplanten Raumstation am Mond (links) bringen
Die Nasa hat das Raumfahrzeug "Orion" (rechts) entwickelt. Langfristig soll es Menschen zu einer geplanten Raumstation am Mond (links) bringen
© Illustration: Nasa
Wenn "Orion" ins Weltall startet, soll ein neues Zeitalter der Raumfahrt beginnen. Dabei geht es nicht um den Aufbruch ins Unbekannte, sondern um eine Rückkehr: zum Mond. Erstmals sind auch europäische Staaten mit an Bord, sie liefern das wohl wichtigste Modul der Mission. Zusammengebaut wurde es in Bremen
Von Alexander Stirn

Ein paar Schrauben vielleicht, ein paar Kameras, das ein oder andere wissenschaftliche Experiment: Wenn die USA in der Vergangenheit ins All aufbrachen, durften die Europäer allenfalls Kleinkram beisteuern. Sie waren Nebendarsteller, Gehilfen, zuständig für die unkritischen Komponenten. Die wirklich wichtigen Teile, die Raketen und Raumfahrzeuge, bauten die Amerikaner stets selbst.

Bei "Orion", dem neuesten Raumschiff der USA, ist das anders. Möglichst bald soll es – noch ohne Crew an Bord – vom US-Weltraumbahnhof "Kennedy Space Center" in Florida ins All aufbrechen. Der Start bildet den Auftakt zum Artemis-Programm. In dessen Rahmen plant die US-Raumfahrtbehörde Nasa mehrere Flüge zum Erdtrabanten, die 2025 in der nächsten Mondlandung kulminieren sollen.

Doch ohne Hilfe aus Europa würde das amerikanische Raumschiff nicht weit kommen. Das Europäische Servicemodul (ESM) ist nicht nur dafür zuständig, die Crew-Kapsel von "Orion" Richtung Mond zu beschleunigen. Es wird bei künftigen bemannten Missionen auch Sauerstoff und Wasser für die vierköpfige Crew bereitstellen. Und es produziert mit seinen Solarzellen den Strom für die Bordsysteme. Der Unterbau wird also dafür verantwortlich sein, dass die Crew überlebt und ihr Ziel erreicht.


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