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Feuerregenbogen Die Farbexplosion am Himmel

Immer wieder staunen wir in den sozialen Netzwerken über Bilder von scheinbar explodierten Regenbögen, die farbenprächtige Gemälde ans Firmament zaubern. Aber wie entstehen die sogenannten "Feuerregenbögen"?
Feuerregenbogen: Für "Feuerregenbögen" muss die Sonne höher als 58 Grad stehen
Für "Feuerregenbögen" muss die Sonne höher als 58 Grad stehen
© Heather Nemec/E+/Getty Images

Was auf den ersten Blick aussieht wie ein deformierter Regenbogen, ist in Wirklichkeit eine Lichterscheinung anderer Ursache: Ein Zirkumhorizontalbogen - umgangssprachlich auch "Feuerregenbogen" - entsteht durch Lichtbrechung in schwebenden Eiskristallen hoher Cirruswolken; er wird also nicht wie der Regenbogen von Wassertropfen erzeugt. Das Eis wirkt wie ein Prisma und spaltet die Strahlen der Sonne in ihre Farben: von Rot über Gelb hin zu Grün und Blau.

Feuerregenbogen: Eisplättchen in den Wolken wirken wie ein Prisma und spalten die Strahlen der Sonne
Eisplättchen in den Wolken wirken wie ein Prisma und spalten die Strahlen der Sonne
© Anita Stizzoli/E+/Getty Images

Während die Sonne dem Regenbogen gegenüber steht, fällt ihr Licht bei den Feuerbögen fast senkrecht auf die Eisplättchen und durchleuchtet sie von hinten. Damit die Farben erscheinen, muss die Sonne höher als 58 Grad am Himmel stehen. Maximale Helligkeit erreicht das bunte Leuchten allerdings erst bei einer Sonnenhöhe von 68 Grad. In unseren Breiten ist der Zirkumhorizontalbogen daher nur in den Sommermonaten und nur zur Mittagszeit zu sehen – aber nie in seiner vollen Pracht und Farbigkeit. Pech haben die Menschen in Ländern nördlich des 55. Breitengrades. Sie werden den "Feuerregenbogen" in ihrer Heimat wohl nie zu Gesicht bekommen. Jenseits von Kopenhagen übersteigt die Sonnenhöhe niemals 58 Grad.


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