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Flüssiges Gold Manuka Honig: Was Sie über Anwendung und Wirkung wissen müssen

Ein Glas Honig
Keinem Honig werden mehr positive Eigenschaften nachgesagt als Manuka Honig. Erfahren Sie hier alles über Anwendung und Wirkung
© Nitr / Adobe Stock
Mit einem Kilopreis von 70 Euro ist Manuka Honig das Luxusgut unter den Honigsorten. Doch was macht den Exportschlager aus Neuseeland so teuer? Wir verraten alles über Anwendung und Wirkung

Inhaltsverzeichnis

Vor allem im Winter stößt man auf der Suche nach Hilfsmitteln gegen eine Erkältung immer wieder auf ein ganz besonderes Naturprodukt: Manuka Honig aus Neuseeland. Dieser spezielle Honig stammt von den Bienen der wild wachsenden Manuka-Bäume, auch Südseemyrthe genannt. Dabei handelt es sich um eine Variante des australischen Teebaums, die nur in Neuseeland wächst. Doch was macht ausgerechnet diesen Honig nun so besonders, dass man dafür fast schon horrende Preise verlangen kann?

Welche Wirkung hat Manuka Honig?

Alle Honigsorten enthalten Wasserstoffperoxid, das antiseptisch wirkt. Doch im Manuka Honig ist noch ein weiterer Stoff enthalten, der das Produkt so wirkungsvoll macht: Methylglyoxal (MGO). Dieses Zuckerabbauprodukt haben Forscher der TU Dresden als entscheidenden Wirkstoff für die besondere antibakterielle Wirkung des Honigs identifiziert. MGO hilft unter anderem gegen Staphylokokken, die häufigsten Auslöser von Wundinfektionen, sowie Kolibakterien, welche Verursacher von Darmbeschwerden und Durchfall sein können. Zudem wird Manuka Honig üblicherweise bei den ersten Symptomen einer Erkältung eingenommen, da Methylglyoxal auch im Hals- und Rachenbereich antibakteriell wirkt.

Wie hoch sollte der MGO-Gehalt von Manuka Honig sein?

Wer genau hinsieht, dem wird die MGO-Angabe auf der Verpackung seines Manuka Honigs auffallen. Diese ist ein entscheidender Faktor, denn je höher der MGO-Gehalt, desto stärker ist auch die antibakterielle Wirkung des Honigs. Zum Vergleich: Ein handelsüblicher Honig hat maximal 20 mg MGO pro Kilogramm, bei Manuka Honig sind es hingegen 300 bis 800 mg MGO. Damit dieser seine Wirkung entfalten kann, sollte auf der Verpackung mindestens ein MGO-Gehalt von 100+ ausgewiesen sein.

Eine Biene auf einer Blüte der Südseemyrthe
Ein Manuka-Baum (Südseemyrthe) kann bis zu 15 Meter hoch werden und trägt weiße bis rosafarbene Blüten
© Chris / Adobe Stock

Wie gesund ist Manuka Honig?

So wie alle Honigsorten ist auch Manuka Honig sehr gesund, denn er wirkt nachweislich antiseptisch, antioxidativ und wundheilend. Und obwohl Süßes normalerweise die Zähne schädigt, weist Manuka Honig sogar Eigenschaften auf, die die Zahngesundheit verbessern und Karies entgegenwirken können. Ein vielfältiges Produkt also, das zum täglichen Verzehr geeignet ist – aufgrund des Kaloriengehalts selbstverständlich nur in Maßen.

Manuka Honig: Alles über die Anwendung des Luxus-Honigs

Das flüssige Gold vom anderen Ende der Welt lässt sich sowohl innerlich als auch äußerlich anwenden. Zur inneren Anwendung helfen bereits ein bis drei Teelöffel Manuka Honig über den Tag verteilt. Dabei kann das Produkt auch in Tee aufgelöst oder aufs Brot geschmiert werden. Im Körper wirkt das Ganze dann antibakteriell und antiviral, sodass Erkältungs- oder auch Magen-Darm-Beschwerden gelindert werden können. Äußerlich setzt man den Honig zur Behandlung oberflächlicher Wunden und Schnitte ein. Auch bei Pickeln, Akne, Fußpilz oder Neurodermitis kann laut Studien das Auftragen von Manuka Honig bzw. Manuka-Öl helfen.

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Achtung: Geben Sie den klassischen Manuka Honig nur dann auf Wunden, wenn diese bereits größtenteils verheilt sind. Für offene Wunden sollte nur medizinischer Manuka Honig verwendet werden, der zu diesem Zweck besonders sterilisiert wurde.  

Ein Behälter mit Manuka Honig
Wir haben diesen Honig mit 250+ MGO von Manuka Health probiert
© Maike Frye

Wie schmeckt Manuka Honig?

Wer gerne Honig isst, der wird auch Manuka Honig lieben! Denn in unserem Test einer Manuka Honig-Sorte stellte sich heraus, dass dieser in Geschmack und Konsistenz dem hier bekannten Bienenhonig sehr ähnelt. Konkret hat unsere Autorin den Manuka Honig der Marke Manuka Health getestet, mit einem MGO-Gehalt von 250+. Mit einem Löffel lässt sich der zähflüssige Honig gut entnehmen, er schmeckt angenehm süß und macht sich auch in einem Glas Tee und als goldgelber Brotaufstrich sehr gut. Zudem riecht er etwas intensiver als handelsüblicher Honig.

Warum ist Manuka Honig häufig in Plastik verpackt?

Nicht nur der lange Transportweg von Manuka Honig ist umweltbewussten Käufer*innen ein Dorn im Auge, sondern auch die vielfach verwendete Plastik-Verpackung. Doch diese muss – je nachdem wie der Honig nach Deutschland gelangt – in puncto Ökobilanz nicht unbedingt schlechter sein: So bietet ein Kunststoffgefäß auf dem langen Transportweg einen klaren Gewichtsvorteil – und damit auch CO2-Vorteil. Zudem sind Glasverpackungen anfälliger für Beschädigungen und somit für den langen Transportweg nur bedingt geeignet. Wer jedoch auf eine klassische Verpackung Wert legt, findet vereinzelt auch Manuka Honig im Glas.

Wieso ist Manuka Honig so teuer?

Da Manuka Honig aufgrund seines hohen Methylglyoxal-Gehalts besonders antiseptisch wirkt, ist er wesentlich teurer als handelsüblicher Honig. Je höher der MGO-Gehalt, desto stärker ist die besondere Wirkung – und damit steigt auch der Preis. Dazu kommen die weiter oben bereits genannten langen Transportwege aus Neuseeland, die den Kaufpreis ebenfalls in die Höhe treiben.

So lagern Sie Manuka-Honig richtig

Da Manuka Honig dunkel gelagert werden sollte, wird er bereits in einer lichtgeschützten Verpackung geliefert. Es kann aber nicht schaden, ihn zusätzlich in einem Schrank zu lagern. Zudem mag das Produkt keine Temperaturen über 25 Grad, aber auch von einer Lagerung im Kühlschrank raten Hersteller ab. Eine normale Raumtemperatur ist daher für die Honigsorte am besten geeignet.

Hinweis: Mit der Zeit kann Manuka Honig kristallisieren oder fester werden. Hierbei handelt es sich um einen natürlichen Prozess. Die Qualität des Honigs bleibt jedoch gleich und er kann weiterhin verzehrt werden.

Wie lange ist Manuka Honig haltbar?

In der Regel ist Manuka Honig auch über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus noch gut genießbar, solange er bis dahin noch verschlossen war. Doch auch in geöffnetem Zustand hält er sich bei richtiger Lagerung (lichtgeschützt und nicht zu warm) sogar einige Jahre. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Sie den Honig nur mit sauberem Besteck berühren, damit keine Keime hineingelangen. Zudem sollte der Behälter stets fest verschlossen sein, um das Innere vor Feuchtigkeit zu schützen.

Eignet sich Manuka Honig auch für Kinder?

Für ältere Kinder stellt der Verzehr von Manuka Honig kein Problem dar. Hier überwiegen die positiven Effekte, sofern keine generelle Nahrungsmittelunverträglichkeit für Honig besteht. Anders sieht es jedoch bei Kindern unter 12 Monaten aus. Diese sollten aufgrund ihrer sensiblen Darmflora grundsätzlich noch keinen Honig zu sich nehmen. Somit ist auch Manuka Honig tabu. Da es sich bei Honig um ein Naturprodukt handelt, in dem sich bekanntermaßen Bakterien befinden, besteht die Gefahr, dass diese bei Säuglingen Botulismus auslösen. Dabei gelangen Bakterien in den Darm des Kindes und regen dort die Produktion von Neurotoxin, einem Nervengift, an. Dieses kann langfristigen Schaden anrichten. Ab einem Jahr ist die Darmflora der Kleinen aber so weit entwickelt, dass sie mit Naturprodukten wie Honig gut umgehen kann.

Fazit: Lohnt sich der Kauf von Manuka Honig?

Aufgrund des hohen Preises will der Kauf von Manuka Honig gut überlegt sein. Wenig erfreulich ist vor allem der lange Transportweg des Honigs, auf der anderen Seite hat der Exportschlager aus Neuseeland aber auch viele Vorteile: Die antiseptische Wirkung ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen, wie der Honig individuell wirkt, hängt natürlich von vielen Faktoren ob. Die Rezensionen im Netz sind jedoch fast durchweg positiv. Dort wird berichtet, dass der Honig sowohl bei Erkältungssymptomen als auch Magen-Darm-Beschwerden bereits gute Dienste geleistet haben soll. Zudem schmeckte er in unserem Test sowohl pur als auch im Tee oder auf dem Brot angenehm süß und lecker.

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