Ernährung Fleischkonsum gegen Demenz? Was eine neue Studie zeigt – und was nicht

Illustration eines Steaks, das auf einem Teller liegt
Fleisch gilt oft als Risikofaktor für Krankheiten. Beim Demenzrisiko zeigt sich nun ein differenzierteres Bild, zumindest für eine genetische Untergruppe
© Malte Mueller / Getty Images
Fleisch steht oft im Verdacht, der Gesundheit zu schaden. Nun deutet eine Langzeituntersuchung an, dass es bei genetischem Alzheimer-Risiko den kognitiven Abbau bremsen könnte

Lange galt eine eher pflanzenbetonte Ernährung als das Maß der Dinge, wenn es um die Gesundheit des Gehirns geht. Weniger rotes Fleisch, mehr Gemüse, Fisch und Vollkorn – so lauten viele Empfehlungen, die auch in der Demenzprävention immer wieder auftauchen.

Nun rüttelt eine neue Studie aus Schweden an diesem Bild. Sie legt nahe, dass ausgerechnet Fleisch – zumindest für eine bestimmte Gruppe von Menschen – mit einem langsameren geistigen Abbau verbunden ist. Selbst der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach, der seit Jahren für eine überwiegend pflanzenbasierte Ernährung plädiert, verweist inzwischen darauf, dass es für Menschen mit erhöhtem Demenzrisiko Ausnahmen geben könnte.

Doch wer genauer hinschaut, erkennt schnell: Die Ergebnisse erzählen keine simple Geschichte.