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Studie Bildschirmzeit bei Kindern während Pandemie stark gestiegen

Ein Junge liegt auf dem Bett und schaut einen Film auf seinem Smartphone
Während der Corona-Pandemie ist die Bildschirmzeit bei Kindern stark gestiegen
© Westend61/ imago
Mehr als vier Stunden täglich: So viel Zeit verbrachten Kinder und Jugendliche in Folge der Corona-Pandemie vor den Bildschirmen. Davor war es mehr als eine Stunde weniger

Kinder und Jugendliche haben unter der Corona-Pandemie besonders stark gelitten. Ihre Alltagsstruktur wurde durch Kita- und Schulschließungen und die Kontaktbeschränkungen massiv verändert. Dadurch werden bei Kindern und Jugendlichen vermehrt Zukunftsängste, Leistungsdruck und Vereinsamung beobachtet, wie du Bundesregierung meldet. Weiteren Auswirkungen waren Bewegungsmangel, Fehlernährung und übermäßiger Medienkonsum.

84 Minuten mehr Bildschirmzeit pro Tag

Die Bildschirmzeit von Kindern und Jugendlichen ist während der Corona-Pandemie stark gestiegen, bestätigt auch eine neue Studie. Während der Pandemie sei ein Anstieg um durchschnittlich 52 Prozent festgestellt worden, schreiben die Autoren um Sheri Madigan von der Universität im kanadischen Calgary im Fachmagazin "Jama". Das entspreche durchschnittlich 84 Minuten pro Tag – zusätzlich zu dem vor-pandemischen Mittelwert von 2,7 Stunden pro Tag.

Vier Stunden täglich vor dem Bildschirm

Insgesamt hätten Kinder und Jugendliche weltweit während der Pandemie folglich durchschnittlich 4,1 Stunden pro Tag vor dem Bildschirm verbracht. Am höchsten sei der Anstieg bei den 12- bis 18-Jährigen und bei Computern und Geräten, die in der Hand gehalten werden wie Handys, gewesen. In das Gesamtergebnis floss aber auch die Zeit ein, die etwa mit Fernsehen oder Videospielen verbracht wurde.

Für die Studie nutzten die Wissenschaftler Daten aus 46 vorherigen Studien beispielsweise aus Asien, Europa, Nordamerika, Südamerika und Australien. In diese Studien eingeschlossen waren insgesamt rund 29 000 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre mit einem Durchschnittsalter von 9 Jahren, 57 Prozent von ihnen männlich, 43 weiblich.

Als Reaktion riefen die Autoren unter anderem dazu auf, mit Kindern und Jugendlichen über die gesunde Benutzung von Geräten zu sprechen und bildschirmfreie Zeit einzuplanen.

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