Evolutionsbiologie Unser finsteres Erbe: Warum das Böse tief im Wesen des Menschen verankert ist

Zum Gedenken, aber auch als Mahnmal werden in Ruanda die Schädel und Knochen der Opfer des Genozids 1994 ausgestellt
Zum Gedenken, aber auch als Mahnmal werden in Ruanda die Schädel und Knochen der Opfer des Genozids 1994 ausgestellt
© picture alliance / AP Photo | Ben Curtis
Der Mensch ist nicht das aggressivste Wesen auf Erden, aber das grausamste. Doch wie kommt es, dass jemand zum Kriegsverbrecher wird? Überraschenderweise ist es gerade unsere Begabung zur Kooperation, die uns zu unfassbarer Bestialität befähigt

Sima de los Huesos (Knochengrube) nennen die Einheimischen eine Karsthöhle in der nordspanischen Sierra de Atapuerca. Hier haben Archäologen fast 7000 Knochensplitter von Urmenschen der Art Homo heidelbergensis gefunden.

In mühevoller Puzzlearbeit ordneten die Forscherinnen und Forscher die Fragmente verschiedenen Personen zu. Als sie die 52 Bruch­stücke des Schädels Nr. 17 zusammensetzten, machten sie eine bemerkens­werte Ent­deckung: Auf der linken Stirnseite klafften zwei exakt gleich große, gleich geformte Löcher.


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