Vor der Invasion Ukraine-Fotograf: "Ich will zeigen, was da gerade verloren geht"

Das verlorene Glück der Normalität: Eine Fleischverkäuferin bietet auf dem Markt der Stadt Iwano-Frankiwsk ihre Ware an (r.). Ein unbeschwerter Vorkriegs-Sommer: Simon Koys Schwägerin Lena besucht eine Badestelle im Naturschutzgebiet Koncha-Zaspa
Das verlorene Glück der Normalität: Eine Fleischverkäuferin bietet auf dem Markt der Stadt Iwano-Frankiwsk ihre Ware an (r.). Ein unbeschwerter Vorkriegs-Sommer: Simon Koys Schwägerin Lena besucht eine Badestelle im Naturschutzgebiet Koncha-Zaspa
© Simon Koy
Während der Krieg in der Ukraine Hunderttausende Familien und ein ganzes Land zerreißt, stellt Fotograf Simon Koy seine Bilder aus, die dieses Land vor Putins Invasion beschreiben. Hier spricht Koy über den Verlust, das Reisen und die Hoffnung auf bessere Zeiten
Text: Birte Lindlahr, Fotos: Simon Koy

GEOplus: Auf Ihren Fotos lacht eine Verkäuferin, chillen Jugendliche an einem Steg, glänzen die Kirchtürme von Kiew. Warum zeigen Sie diese Bilder aus Friedenszeiten jetzt, wo die russische Armee das Land bombardiert?

Simon Koy: Den Zeitpunkt halte ich für genau richtig, denn jetzt blickt die ganze Welt in die Ukraine. Ich will zeigen, was da gerade alles verloren geht. Täglich sehen wir schreckliche Szenen in den Nachrichten. Mit meinen Fotos kann ich vermitteln, wie schön und erstaunlich vielfältig ich dieses Land in friedlichen Zeiten erlebt habe.

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