Holodomor Sie aßen Hunde, Katzen, Unkraut: Stalins furchtbare Hungerkampagne gegen die Ukrainer

Viele Überlebende der Hungersnot wanderten aus, etwa nach Kanada. In der Stadt Winnipeg erinnert ein Mahnmal an die Opfer 
Viele Überlebende der Hungersnot wanderten aus, etwa nach Kanada. In der Stadt Winnipeg erinnert ein Mahnmal an die Opfer 
© Leah Bignell/First Light/vario images
Holodomor, "Tötung durch Hunger", heißt eines der furchtbarsten Kapitel in der ukrainischen Geschichte. 1932 ließ der sowjetische Diktator Stalin die Ukraine systematisch aushungern; Schätzungen zufolge starben 3,5 Millionen Menschen. Die Chronik eines unermesslichen Leidens

Ich wuchs in einem typisch ukrainischen Dorf auf, in der Gegend von Tscherkassy, etwa 150 Kilometer südlich von Kiew", erinnerte sich Miron Dolot. "Mein Dorf stand am Nordufer des Tjasmyn, einem der vielen Nebenflüsse des Dnipro, und es war schön. Im Norden erstreckte sich die reiche, teerschwarze Erde der Ebene. Diese Ebene war in Streifen von Feldern eingeteilt. Jeden Frühling und jeden Sommer verschwanden diese Streifen kilometerweit unter Weizen."

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